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28.11.2011 - 15:15 Uhr
 

FDP hält Nachbarschaftstreffs für "fragwürdig"

In den letzten Jahren wurden in den größeren Neubaugebieten Räume für Nachbarschaftstreffs errichtet, um das Gemeinschaftsleben zu fördern. Weitere Nachchbarschaftstreffs sind in Planung. Diese Treffs werden für eine begrenzte Zeit mit hauptamtlichem Personal ausgestattet und sollen dann nach Übernahme durch die „Nachbarschaft“ weiterlaufen. Solche Treffs gibt es z.B. auf dem alten Messeglände in Sendling und der Theresienhöhe. Die FDP-Stadtratsfraktion äußerte nun "erhebliche Zweifel, ob dieses Konzept auch in Wirklichkeit funktioniert", und forderte eine Bilanz zu den Nachbarschaftstreffs.

„Umgewandelte Wohnungen, die als Nachbarschaftstreffs genutzt werden, stehen nicht für potentielle Mieter zur Verfügung. Nachbarschaftstreffs stellen nicht unerhebliche Kostenbestandteile eines Wohngebiets dar und treiben die Kosten für den Wohnungsbau weiter in die Höhe“, meinte FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Michael Mattar. Anlass für die grundsätzliche Treff-Schelte ist der Plan eines weiteren Treffs am Ackermannbogen. "Die Nachbarschaftstreffs sind nicht nur eine fragwürdige Konkurrenz zu Genossenschaftseinrichtungen ähnlicher Art und Gastwirtschaften mit Nebenräumen, sondern kosten eine Menge", so die FDP.