| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Allach/Untermenzing |
| Woche: | 29 - 2010 |
| Autor: | red |
Auf dem städtischen Junkersgelände soll nach Plänen der Stadtverwaltung ein Lagerplatz für Schrott-LKW entstehen. Die „Anlage von Lagerplätzen, Nutzung für Baumaschinen und Nutzfahrzeuge“, wie es von offizieller Seite heißt, soll auf zwei Jahre begrenzt sein. Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23), um dessen Stellungnahme das zuständige Referat für Stadtplanung und Bauordnung gebeten hat, lehnt dieses Vorhaben aufs Schärfste ab. „Das Thema ist sehr unerfreulich“, sagt die Vorsitzende Heike Kainz (CSU). „Wir hatten lange Geduld. Wir haben die Wohnungsunterkunft in der Schöllstraße, zudem soll Wohnbebauung entstehen. Wo passt da noch ein Schrottplatz rein? Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!“ Obwohl noch keine Genehmigung erteilt sei, wird das Gelände nach Angaben der BA-Vorsitzenden schon als Schrottplatz genutzt.
„Es ist absolut nicht Ordnung, dass noch weitere Schrottplätze in Allach geschaffen werden“, betont BA-Mitglied Fritz Schneller (SPD). „Hier im Stadtteil ist es genug! Allach wird dadurch immer unansehnlicher.“ Verwundert zeigt sich Christoph Kubuschok (CSU): „Auf der einen Seite stellt die Stadt die Junkershallen unter Denkmalschutz. Auf der anderen Seite wird dieser Denkmalschutz mit Füßen getreten. Deshalb fände ich es haarsträubend, wenn wir die Nutzung des Geländes als Schrottplatz unterstützen.“
Die beiden Allach-Untermenzinger Stadträte Josef Schmid und Tobias Weiß fordern die Landeshauptstadt auf, das Bebauungsverfahren voranzutreiben und damit das Gelände sinnvoll zu entwickeln. Zu Beginn des Jahres war die Begeisterung groß als bekannt wurde, dass die größtenteils Schrott-LKW auf dem ehemaligen Diamaltgelände endlich verschwinden. Allerdings währte die Freude nur kurz, da ein Teil der Fahrzeuge lediglich die Straßenseite wechselte und auf dem „Schrottfriedhof“ Hoch-Tief-Gelände die letzte Ruhe fand. Jetzt möchte die Landeshauptstadt darüber hinaus einen weiteren vorübergehenden Schrottfriedhof auf dem stadteigenen Junkersgelände schaffen, darin sind sich die beiden Stadträte einig.
„Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte und aberwitzig, wenn die Schrott-LKW nach ihrer Entfernung auf dem Diamaltgelände nur eine Straße weiter zurückkehren. Das Junkersgelände grenzt mit der auch seitens der Stadt geplanten Wohnbebauung westlich der Schöllstraße direkt an ein Wohngebiet“, erklärt Josef Schmid. „Deshalb gibt es auch eine erhöhte Anforderung an die Ausgestaltung eines Industriegebietes östlich der Schöllstraße. Ein LKW-Lagerplatz ist wahrlich in diesem Sinne das Gegenteil einer Abrundung, sondern eine absolute Zumutung für die Anwohner.“
Um dem „städtischen Schrottfriedhof“ zuvorzukommen, beantragen die beiden örtlichen Stadträte die Weiterführung der schon 1993 mit dem im Stadtrat gefassten Aufstellungsbeschluss begonnen Bebauungsplanverfahrens. „Allach-Untermenzing steht zu seinen Gewerbestandorten. Aber die Bürgerinnen und Bürger können eine größtmögliche Verträglichkeit zu angrenzender Wohnbebauung und eine bestmögliche Verkehrserschließung erwarten“, betont Stadtrat und BA-Mitglied Tobias Weiß. „Deshalb fordert die CSU im Planungsverfahren einen bestmöglichen Lärmschutz zum Wohngebiet und entstehenden Verkehr, insbesondere Schwerlastverkehr, aus dem Wohngebiet und der Eversbuschstraße herauszuhalten.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Allach/Untermenzing |
| Woche: | 29 - 2010 |
| Autor: | red |
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