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20.04.2010 - 13:34 Uhr
 

Bleibt noch Wunschtraum

Stadt informierte BA über die Weiterführung der U5 nach Pasing

Münchner Wochenanzeiger : Die U5 soll zwar künftig bis Pasing weiterfahren. Doch wann und vor allem wie sie dort ankommt, ist noch lange nicht geklärt. Derweil bleibt der Laimer Platz Endhaltestelle und die Pasinger können weiterträumen. (Foto: US)
 
Die U5 soll zwar künftig bis Pasing weiterfahren. Doch wann und vor allem wie sie dort ankommt, ist noch lange nicht geklärt. Derweil bleibt der Laimer Platz Endhaltestelle und die Pasinger können weiterträumen. (Foto: US)

Nach der hitzigen BA-Debatte in der Januarsitzung lud sich nun der BA 21 die Stadtverantwortlichen ein, um Informationen über den aktuellen Planungsstand der U5 nach Pasing zu erhalten. Im Januar entbrannte vor allem die Diskussion daran, ob die Pasinger ihren U-Bahn-Forderungen beständig Nachdruck verleihen sollen oder ob die Stadt selbst tätig wird.

Der Beweis für eine fortgeschrittene Planung hat die Stadt mit ihrem Vortrag vor dem Stadtteilgremium nun erbracht. „Wir waren wirklich sehr positiv überrascht über die detaillierte Planung“, freute sich CSU-Fraktionssprecher Frieder Vogelsgesang. „Es war ein äußerst Informativer Vortrag“, lobte auch Richard Roth, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Wir haben jetzt klare Vorstellung, an welchem Planungspunkt die Stadt steht.“

Ralf Wulf, Hauptabteilungsleiter des Ingenieurbaus im Baureferat, erläuterte in seinen Ausführungen sowohl die technischen Probleme der zwei möglichen Einschleifungen in den Pasinger Bahnhof anhand von Kurvenradien, Neigungswinkel und geeigneten Tiefbaulösungen. „Wir sind vom Stadtrat am 10.02.2009 mit einer Variantenuntersuchung für die U5 sowie mit einer Aktualisierung der Kostenschätzung für diese U-Bahn-Linie beauftragt worden.“

Ober- oder unterirdisch?

Die Variantenuntersuchung habe gezeigt, dass eine oberirdische Einschleifung der U-Bahn auf die Gleisanlage theoretisch möglich sei. Die Kosten für beide Varianten, einerseits oberirdische Einschleifung, andererseits eine Trasse gemäß des Bebauungsplans Nummer 1922a unter der Promenade, müssten noch ermittelt werden.

„Dazu wurde das Planungsreferat gebeten, die Strukturdaten zu aktualisieren. Das heißt, für eine weitere Planung brauchen wir Angaben zum Ziel- und Quellverkehr, zum Kosten-Nutzen-Verhältnis und zur Bevölkerungsentwicklung inklusive Freiham“, meinte Wulf weiter.

Kostengünstiger und einfacher umsetzbar erscheine der oberirdische Weg, schon allein wegen der nahen Umsteigebeziehungen. „Allerdings gestalten sich die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG schwierig.“ Solange keine endgültigen Aussagen über die zweite Stammstrecke vorliegen, werde sich die Bahn nicht endgültig zur Thematik „Gleis null“ äußern. Erst danach könne über eine Gleisvariante und über einen so genannten Mischbetrieb der Waggons diskutiert werden, so Wulf erklärend.

„Die Genehmigungsbehörde für die oberirdische Streckenführung ist die Regierung von Oberbayern. Der Haken dabei ist, dass die Genehmigung nur für eine der beiden Varianten zu erhalten ist. Wir müssen uns also vorher einigen, welcher Variante wir den Vorzug geben“, führte er an.
Für das Genehmigungsverfahren könne mit einer Dauer von einem halben Jahr gerechnet. Wie lange allerdings die Erhebung der nötigen Struktur- und Entwicklungsdaten dauere und wie schnell man sich mit der Bahn einigen könne, ließe sich nicht sagen. Wulf dazu: „Zum Realisierungshorizont können wir derzeit absolut keine Aussagen machen.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Pasing
Woche: 16 - 2010
Autor: U.S.

Bahnhof Pasing

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81241 München-Pasing

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