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25.05.2010 - 11:58 Uhr
 

Bahn spart weiter

Keine Defibrillatoren in nächster Zukunft im Pasinger Bahnhof

Münchner Wochenanzeiger : „Das ist eine geniale Erfindung, ganz einfach in der Bedienung und von unschätzbaren Wert beim Retten von Menschenleben.“ Roman Dreesbach vom BRK Krailling-Planegg mit einem Defibrillator.
 
„Das ist eine geniale Erfindung, ganz einfach in der Bedienung und von unschätzbaren Wert beim Retten von Menschenleben.“ Roman Dreesbach vom BRK Krailling-Planegg mit einem Defibrillator. (Foto: )

Ein Defibrillator ist ein einfach zu bedienendes Gerät, das im Falle eines Herzstillstands Leben rettet. In nur drei Schritten kann damit jeder Laienhelfer einen Herzstillstand abwenden. „Die Anwendung ist wirklich denkbar einfach, man folgt nur den Anweisungen“, erklärte Dreesbach vom BRK in Krailling-Planegg.

Planegg mit seinen 10.500 Einwohnern hat sieben davon angeschafft. „Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit. Wir wollen hoffen, dass nichts passiert. Doch sollte solch ein Fall eintreten, möchten wir schnelle Hilfe bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gewährleisten“, sagte Bärbel Zeller, Sprecherin der Gemeinde Planegg, mit Nachdruck.

Im nahen Pasing mit seinem drittgrößten Bahnhof von ganz Bayern, der eine Verkehrsfrequenz von rund 80.000 Fahrgästen und Pendlern täglich hat, ist dies keine Selbstverständlichkeit. Auf die Forderung des BA vom Januar nach entsprechenden Nachrüstung von zumindest einem Defibrillator für den Pasinger Bahnhof ließ die DB Station und Service AG nun mitteilen, dass dies zurzeit nicht geplant sei.

Stiftungen soll Kosten übernehmen

In einer Erklärung heißt es weiter, dass die Bahn im Juli 2008 an die Initiativen „München gegen den plötzlichen Herztod“ und die Björn-Steiger-Stiftung herangetreten sei. Dabei hätten sich die Bahnvertreter über Anschaffung und Wartung eines Geräts informiert. Nun allerdings warte die Bahn, bis sich die Initiativen wieder bei der Bahn melden, wenn sie die notwendigen Finanzmittel zusammengetragen hätten.

„Das ist etwas unverständlich. Wir haben pro Gerät rund 1.500 Euro gezahlt“, wunderte sich Zeller. Auch die Wartung sei nichts Außergewöhnliches. „Die Kosten sind unspektakulär. Im Prinzip muss man nur schauen, dass die Batterien funktionieren und das Verfallsdatum des Materials nicht überschritten wird“, so Dreesbach.

Für die Bahn allerdings zählt dies nicht. Sie will nicht für eine zeitgemäße Ausstattung des Bahnhofs mit einem Defibillator aufkommen. Bleibt zu hoffen, dass der Ernstfall nicht eintritt, solange die Stiftungen der Bahn das Gerät noch nicht spendiert haben.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Pasing
Woche: 21 - 2010
Autor: U.S.

Bahnhof Pasing

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81241 München-Pasing

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