| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Westend |
| Woche: | 23 - 2010 |
| Autor: | TG |
„Sicherheitswiesn“ ist das Oktoberfest im vergangenen Jahr genannt worden. Dazu kam es, weil die polizeilichen Kontrollen rund um den Jahrmarkt drastisch verschärft worden waren. Der Grund dafür waren wiederum die Terrorwarnungen anlässlich der Bundestagswahl, die auch aufs Oktoberfest zielten. Ein sogenannter Sicherheitsring ums Festgelände herum und ein Flugverbot über die Wiesn sollten helfen, jede Art von Anschlag zu verhindern. Das wirkte sich bis in den Stadtteil Schwanthalerhöhe hinein aus. „Wer zum Bäcker ging, um einzukaufen, dem wurde in die Tasche geschaut“, erinnerte sich der Vorsitzende der CSU-Fraktion, Thomas Hofstätter, bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe (BA 8).
Weil im September/Oktober 2009 niemand wusste, was laufen sollte, will Hofstätter in diesem Jahr rechtzeitig erfahren, was geplant ist. „Das ist eine Frage des Umgangs, die Leute im Stadtviertel zu informieren.“ Im Herbst 2010 sollen betroffene Bürger auf jeden Fall über das Bescheid wissen, was auf sie zukommt. Hofstätter: „Auf welche Weise wird kontrolliert werden und wo treffen die Leute auf Absperrungen?“ Er wolle das nicht wieder aus der Zeitung erfahren. Schließlich würden die Beschwerden an den BA herangetragen. Rudolf Stadler von der Polizeiinspektion Westend erklärte, im vorigen Jahr habe eine „Sonderlage“ geherrscht: „Auch die Polizei ist kurzfristig davon überrascht worden.“
„Jubiläumswiesn“
Weil sich der Tag der Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig mit Therese von Sachsen-Hildburghausen im Jahr 2010 zum 200. Mal jährt – er war der ursprüngliche Grund für den später alljährlich wiederholten, in aller Welt hochbeliebten Jahrmarkt – werden besonders viele Gäste aus dem Um- und Ausland erwartet. Weil die „Wiesn” Jubiläum feiert und deshalb sehr wahrscheinlich wieder mit außergewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen zu rechnen sei, will der BA 8 genau wissen, was geplant ist. BA-Vorsteher Ludwig Wörner (SPD): „Das Kreisverwaltungsreferat soll uns in einer der nächsten Sitzungen informieren. Und zwar mündlich und nicht schriftlich.“ Myriam Schippers (Grüne) regte an, die Sitzung nicht öffentlich stattfinden zu lassen, um die Sicherheitsmaßnahmen nicht zu gefährden.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Westend |
| Woche: | 23 - 2010 |
| Autor: | TG |
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