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08.06.2010 - 11:18 Uhr
 

„Aufwand hat sich gelohnt“

Bürgerbefragung zu „Würmtal-Radltal“ abgeschlossen

Münchner Wochenanzeiger : Gemeinsam aufs Rad umsteigen: Christian Fahnberg (im Hintergrund) erläutert den Würmtaler Bürgermeistern Christine Borst, Ilse Weiß, Christoph Göbel und Annemarie Detsch (v.l.) sein Radkonzept für die Region. (Foto: US)
 
Gemeinsam aufs Rad umsteigen: Christian Fahnberg (im Hintergrund) erläutert den Würmtaler Bürgermeistern Christine Borst, Ilse Weiß, Christoph Göbel und Annemarie Detsch (v.l.) sein Radkonzept für die Region. (Foto: US)

Drei Monate haben die Verkehrsplaner um Christian Fahnberg Mängel im Würmtaler Radverkehrssystem aus Sicht der Bürger gesammelt. „Über 210 Personen haben über 450 einzelne Schwachstellen benannt. Nur 150 Nennungen waren schon in der Liste, die die ADFC-Gruppe Würmtal übermittelt hat“, so Fahnberg. „Das ist ein großer Erfolg dieser Aktion. Der Aufwand hat sich gelohnt.“

Kritisiert worden seien insbesondere die fehlenden Radverkehrsführungen entlang der Staatsstraße 2063 in Krailling und in Bereichen von Gräfelfing. Außerdem monierten die Bürger fehlende Lösungen für den Radverkehr an der Kreuzung Würmtal-/Planegger/Pasinger Straße, die schlechte Situation für Radfahrer im Verlauf der Germeringer Straße, der fehlende Radweg zwischen Neuried und Gauting entlang der M4 sowie die Situation an der Forstenrieder- bzw. Planegger Straße in Neuried.

Viele neue Kritikpunkte

Vor allem Gräfelfing rückte immer wieder in den Fokus der Kritiker. Die Radsituationen in der Bahnhofstraße und an der Unterführung in Lochham wurden durchweg als gefährlich eingestuft.  „Die vielen Neunennungen ermöglichen uns einen ganz anderen Blickwinkel auf das Radwegesystem“, so Fahnberg. „In den kommenden Wochen werden wir die genannten Schwachstellen kartieren und bewerten. Zwei Drittel unseres Weges zum Würmtal-Radltal sind wir somit schon geschritten.“

Alle Gemeinderäte gefragt

Noch vor der Sommerpause würden sich die Gemeinderäte nach einer gemeinsamen „Beradelung“ mit dem Thema Radverkehr im Würmtal befassen und wichtige Richtungsentscheidungen treffen. Bei aller Zuversicht folgt also noch ein Berg Arbeit, insbesondere wenn es darum geht, Veränderungen tatsächlich herbeizuführen. Denn schließlich geht es nicht nur um das Radwegenetz der einzelnen Gemeinden, sondern um das gesamte System im Würmtal. Daher fordert Fahnberg auch mit Nachdruck: „Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft alle Akteure des Radverkehrs über die Gemeindegrenzen hinweg an einem Strang ziehen würden, um die Situation für Alltagsradfahrer im Würmtal stetig zu verbessern.“ Unter www.wuerm-radl-tal.de findet sich die gesamte Studie zum gemeindeübergreifenden Projekt.