| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Lochham |
| Woche: | 32 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
„Mit dem kleinen Spatenstich an der Adalbert-Stifter-Straße läuten wir einen großen Schritt nach vorn in die Zukunft ein“, eröffnete Bürgermeister Christoph Göbel begeistert die Baustelle in Lochham. In der größten energiepolitischen Baumaßnahme Gräfelfings wird nun in mehreren Projekthorizonten die Verlegung der Fernwärmeleitungen der Biomasse Gräfelfing GmbH durchgeführt. Insgesamt 13 Millionen Euro sollen in dieses Riesenvorhaben der Gemeinde Gräfelfing, Glück GmbH und E.ON Bayern investiert werden. „Im ersten Schritt möchten wir den Campus in Lochham und danach den Lochhamer Schlag mit Fernwärme versorgen“, erklärte Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter. Dazu würden isolierten Wasserrohre verlegt. Im nächsten Jahr folgten dann drei weitere Stränge: vom Glück-Werk an der Würmtalstraße durch Bahnhof- und Rottenbucher Straße zum Schulcampus, von der Pasinger Straße ins Gewerbegebiet und vom Werk in die Glück-Siedlung.
Die Kommune bezuschusst den Leitungsbau mit einer Million Euro. „Damit kann die notwendige Größenordnung sichergestellt werden, die eine weitere Fernwärmeverlegung mit späterem Anschluss der Gräfelfinger Privathaushalte ermöglicht“, so Breiter. Wie viele Private sich aber für Fernwärme entscheiden, sei noch nicht absehbar. „Demzufolge können wir auch den genauen Zeithorizont der Baumaßnahme noch nicht bestimmen.“ Gräfelfing halte am Mitspracherecht beim Energieprojekt fest, so Göbel. Die Zusammenarbeit der Gemeinde mit der Biomasse Gräfelfing GmbH, die im Verhältnis von 60:40 der Firma Glück und E.ON Bayern gehört, sei erfreulich gut. „Das künftige Holzhackschnitzel-Blockheizkraftwerk an der Würmtalstraße wird Strom und Wärme produzieren. Damit macht sich Gräfelfing unabhängig von Öl- und Gaspreise“, freute sich Göbel.
Zum Energievertrieb wird die Firma Glück jeweils unter Minderheitenbeteiligung von E.ON Bayern eine Gesellschaft für das Heizkraftwerk und eine Gesellschaft für das Fernwärmenetz gründen. Mit Ersterer werde Gräfelfing den Anschluss- und Versorgungsvertrag, mit der Netzgesellschaft einen Konzessionsvertrag, abschließen. Nach Vertragsunterzeichnung und bau- und betriebsrechtlichen Genehmigungsverfahren soll der Bau beginnen. Göbel: „In gut zwei Jahren könnte die Fernwärme bereits zu den Endverbrauchern in der Gemeinde fließen.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Lochham |
| Woche: | 32 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.