| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Krailling |
| Woche: | 20 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
Am 4. Juli finden in Krailling neben dem Volksentscheid zum Nichtraucherschutz auch zwei Bürgerentscheide zur Bebauung auf der Sanftl- und der Maibaumwiese statt. Mit den erforderlichen Unterschriften von mindestens zehn Prozent aller Kraillinger Wahlberechtigten konnte die Bürgerinitiative Krailling (BIK) und die Freie Bürgergemeinschaft Krailling (FBK) die Entscheide durchsetzen.
Nach der Diskussion auf der Bürgerversammlung Anfang März und einer öffentlichen Veranstaltung zu den Bauvorhaben hatte Bürgermeisterin Christine Borst für einen Runden Tisch mit allen Interessensparteien plädiert. „Die Positionen des Gemeinderats, der Eigentümer und der Anwohner liegen nicht sehr weit auseinander“, meinte sie damals. „Deshalb sehe ich es als machbar an, dass wir einen guten Kompromiss für alle finden.“
Nun führen die Bürgerentscheide diese Gesprächsrunde ad acta. „Ich hatte große Erwartungen in den Runden Tisch gehabt. Da hätten wir einen wirklichen Kompromiss gemeinsam finden können“, beklagte Karin Wolf (UWK) die Situation. „Leider kam das Bürgerbegehren der Diskussionsrunde zuvor.“
Auch Eleonore Zwißler (CSU) bedauerte die vertane Chance für eine demokratische Gesprächsannäherung aller Seiten: „Wir sitzen im Gemeinderat, um die Weichen langfristig für die Gemeinde zu stellen. Eine demokratische Diskussion wäre dem Ziel am besten gerecht geworden.“ Und ihr Fraktionskollege Mathias Walterspiel ergänzte: „Ich finde es sehr schade, dass wir die Debatte zu den strittigen Bebauungen nicht zu Ende führen können.“
Die Bürgerentscheid-Initiatoren erwarten die Klärung folgender drei Themen für die Sanftlwiese: die Bebauung soll zweigeschossig sein, die Geschossflächenzahl soll 0,39 nicht überschreiten und die direkte Zufahrt über die Margaretenstraße muss definitiv geplant sein.
Im Falle der Maibaumwiese steht zur Entscheidung, ob mit dem Verkauf und der Bebauung des Grundstücks ein Bürgertreff verwirklicht werden oder dieser an anderer Stelle in der Gemeinde seinen Platz finden soll. „Wir brauchen dringend einen Bürgertreff“, fasste Dietlind Freyer-Zacherl zusammen. Aber die Entscheidung, wohin er gebaut werde, solle nicht durch schnelle Grundstücksverkäufe übers Knie gebrochen werden. „Wir dürfen uns nicht mit einer schnellen Notlösung zufrieden geben.“
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Krailling |
| Woche: | 20 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
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