Nachdem sich die Soli Pullach am dritten Turniertag um zwei Ränge auf den dritten Tabellenplatz verbessern konnte, sollte dies auch nach dem Rückrundenstart in Stein bei Nürnberg zumindest so bleiben.
Gunnar Sieb und Konrad Denk mussten in einem Nachholspiel gegen die ehrgeizige zweite Garnitur des heimischen Radsportvereins antreten. Es entwickelte sich eine abwechslungsreiche, allerdings mit harten Bandagen geführte Partie. In der zweiten Hälfte erarbeiteten sich die Sportler aus der Isartalgemeinde ein Übergewicht an hochkarätigen Torchancen und freuten sich, dass es ihnen gelungen war, mit 7:5 Toren einen ernsthaften Konkurrenten um den Aufstieg in die 2. Bundesliga auf Distanz zu halten.
Gegen Nürnberg 1 schien eine lösbare Aufgabe auf sie zu warten. Dass es jedoch nicht genügt, im Schongang zu agieren, zeigte sich nach wenigen Minuten. Vor allem Sieb vergab unkonzentriert einige klare Einschussmöglichkeiten und plötzlich lagen die Franken mit 3:1 Treffern in Front. Diese stellten fortan ihre Angriffsbemühungen zugunsten einer verstärkten Defensive fast vollständig ein und ließen mit ihrer Taktik nur mehr einen Gegentreffer zu. Verunsichert über die leichtfertig kassierte Niederlage trat die Soli gegen Goldbach 1 an. Ungewohnt häufig musste sie die mit Rosshaar gefüllte Kugel nach einem ungenauen Pass verloren geben und eröffnete so den Mainfranken durch schnell vorgetragene Konter Torchancen in Serie. Erst mit einem energischen Endspurt, als sich die Radballer aus Pullach wieder ihrer Kombinationsstärke besannen, holten sie sukzessive den Rückstand auf und waren froh, dank einem Remis von 7:7 mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein. Mit den heimischen Junioren hatten die Pullacher dann weniger Probleme. Der 8:3-Endstand spiegelte deren Überlegenheit realistisch wieder.
Zum Finale erwartete sie nochmals das junge Duo aus Stein, das offensichtlich auf Revanche sann und mit verbissenem, nicht immer regelkonformen Einsatz den Erfolg suchte. Da sich Denk/Sieb leider hinreißen ließen, mit gleicher Münze dagegen zu halten, wurde das Geschehen auf dem Feld von ständigen Fouls, Unterbrechungen und Freistößen geprägt. Zu allem Überfluss kamen Schiedsrichterentscheidungen hinzu, durch die sich speziell die Isartaler benachteiligt fühlten. Zusätzlich häuften sich längere Diskussionen und in deren Folge sprach der Unparteiische beim Stand von 3:3 einen Platzverweis für Sieb aus. Die Begegnung konnte dadurch nicht mehr fortgeführt werden und wurde entsprechend den Statuten mit 8:3 für die Franken gewertet.
Trotz der unerfreulichen Begleitumstände blieb die Soli Pullach nach 16 von 24 zu absolvierenden Spielen mit 31 Punkten bei einem Torverhältnis von 81:61 auf Rang drei der Tabelle der Bayernliga und kann sich weiter Hoffnungen auf die Teilnahme an den Qualifikationsspielen zur 2. Bundesliga machen.
Fügen Sie hier Ihren Artikelkommentar hinzu.