| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Laim |
| Woche: | 34 - 2010 |
| Autor: | TG |
Welch ein Freudentag für den Sportverein München Laim – der SV hat ein neues Zuhause. Das haben die Sportler am vorigen Samstag mit vielen Gästen aus der Umgebung gefeiert. Sieben Jahre nachdem der Club und die evangelische Lukas-Schule beschlossen hatten, gemeinsam zu bauen, hat Laim ein neues ansehnliches Bauwerk. Anlässlich eines „Tages der offenen Tür” präsentierte der SV Laimerinnen und Laimern sowie Besuchern seine neue Sportstätte. Und der Himmel spielte mit – es herrschte Traumwetter. Endlos schien der Tross der Münchner, die diesen neuen Treffpunkt in Augenschein nehmen wollte. Bereits um 10.30 Uhr in der Früh drängten sich hundert Leute am Eingang. Und das, obwohl die Führungen durch das Gelände erst um 11 Uhr beginnen sollten.
Junge und Alte, Sportfans und Sportmuffel kamen, sahen und waren begeistert. Sie alle bestaunten die Architektur des Klinkerbaus, der Hauptschule und Sportverein unter einem Dach vereint. Herzstück der Anlage ist die große „Dreifach-Turnhalle”. In der können unterschiedliche Sportarten übers Parkett gehen. Zunächst einmal indes erlebte die Vereinsgaststätte „Meraviglia“ ihren ersten Ansturm. Im dicht besetzten „Biergarten“ des Lokals ging es hoch her am Samstag. Mitglieder, Freunde, Förderer, Laimerinnen und Laimer freuten sich über die neue Heimstätte des SV. „Toll“ und „schräg“, „sensationell schön“ und „cool“ fanden die Besucher das Gebäude. „Da möchte ich glatt wieder Kind sein“, sagte Aglaja Renner beim Rundgang durch den Schulbereich, der nur teilweise zugänglich war, weil dort die Vorbereitungen für den Schulanfang auf Hochtouren laufen. Rund 450 Schülerinnen und Schüler werden am 14. September mit ihren Lehrern dort einziehen.
Chip statt Schlüssel
Schlag auf Schlag liefen die Führungen. Olaf Hanowski, „Abteilungsleiter Fußball”, „machte die Tür“. Er lenkte die Leute in die von SV-Sportlern geführten Gruppen von fünfzehn bis zwanzig Personen in die richtigen Bahnen. Einer der Vorzeige-Sportler: Uli Müller von den in der Bezirksliga spielenden SV-Handballern. Müller öffnete den Besuchern die Türen zu den neuen Verwaltungsräumen des Laimer Vereins. Von der Tribüne hatten die Gäste einen guten Blick auf die Turnhalle, die durch Faltwände in drei Bereiche getrennt werden kann. Deren Technik werde, erklärte Müller, von einer Schaltzentrale gesteuert. Das ist neu für die SVler: Statt eines Schlüssels wird es für die Umkleidekabinen künftig einen Chip geben. Müller: „Das hat einen Riesenvorteil.“ Neue Schlüssel zu beschaffen sei, wenn ausgegebene verloren gegangen seien, teuer. Chipkarten seien billig und leicht zu ersetzen. Darüber hinaus sei die jeweilige Zugangszeit programmiert. Müller: „So ist jederzeit zu überprüfen, wer in der Halle war.“ In der Anfangszeit müsse das System allerdings ausprobiert werden, um zu sehen, wo es Schwierigkeiten geben könne. Die Tatsache, dass sowohl für den Sport, der in der Halle als auch für den im Freien jeweils eigene Kabinen vorhanden sind, empfanden alle Besucher als „intelligent”. Das verhindere, dass Schmutz in die Halle getragen werde. Gesteckt voll war der Aufenthaltsraum für die Fußballjugend mit direkter Aussicht aufs Fußballfeld.
Sieb-Wand für mehr Licht
In der künftigen Mensa der Schule amüsierten sich die Besucher über unendlich viele fingerdicke Löcher in der Wand. Sie sollen die Turnhalle mit zusätzlichem Tageslicht versehen. Gag oder tatsächliche Funktion – fragten sich die meisten. Das Dach der Mensa sei so gebaut, dass es aufgestockt werden könne, erklärte Müller. Weil die Schule möglicherweise eine Ganztagesschule werde, sei das eine wichtige Option. Die Schulkinder werden über zwei Pausenhöfe verfügen können. Einem ebenerdigen und einem auf dem Dach der Turnhalle. Die dort aufgestellten Leuchten dienen auch als Blitzableiter. Horst Schreiber, Teilnehmer der Führung war beeindruckt: „Das ist alles sehr großzügig und vor allem total durchdacht.“ Am Ende erfuhr die Gruppe von Uli Müller, was alles gekostet hat: „18,5 Millionen Euro. Davon entfällt auf den SV Laim ein Anteil von 4,2 Millionen Euro.“
Gerhard Meier, SV-Vorsitzender und Laurentius Pfäffl vom SV-Vorstand strahlten. Meier: „Alle sprachen sich lobend aus. Wir haben ausschließlich positiven Zuspruch bekommen. Die Leute sind begeistert.“ Wegen des unglaublich großen Interesses am Informationsstand des Vereins rechnet Meier mit einem Mitgliederzuwachs von 15 Prozent. Pfäffl freute sich ganz besonders darüber, dass er an diesem Feiertag Mitglieder zu Gesicht bekam, „die ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen habe”.
„Schöner geht es gar nicht“
Der am weitesten angereiste Gast war Günter Apke, Sozialwart des Tennisclubs Bad Oeynhausen. Den Club verbindet seit über 25 Jahren eine enge Partnerschaft mit den Laimer Tennissportlern. Apkes Kommentar: „Schöner geht es gar nicht.“ Josef Linzmeier, Mitglied der CSU-Fraktion im Bezirksausschuss Laim, findet das Gebäude „hypermodern”. Und: „Sowas hat in Laim gefehlt.“ Er erwähnte, dass Max Straßer (CSU) dieses Projekt gemeinsam mit der Stadtbaurätin Christiane Thalgott (SPD), als beide noch in ihren Ämtern waren, angestoßen habe.
Katja Weitzel (SPD), zweite stellvertretende BA-Vorsitzende, lobte die optisch gute Lösung, den Pausenhof auf dem Hallendach zu platzieren und Doris Lindner von der FDP betonte, ihre Partei unterstütze die große Nachfrage nach Privatschulen. Der CSU-Politiker Otmar Bernhard, MdL, sagte anerkennend: „Das ist ein tolles Projekt. Was der SV und die Lukas-Schule unternehmerisch und schulpolitisch auf die Beine gestellt haben, ist eine unglaubliche Leistung.“ Bilanz nach einem ereignisreichen Tag: 800 bis 900 Gäste und 45 Führungen. Am 30. August, so Gerhard Meier, solle der Sportbetrieb anlaufen. Meier: „Zum Schulbeginn geht es dann richtig los.“
Weitere Informationen im Internet: www.svlaim.de.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Laim |
| Woche: | 34 - 2010 |
| Autor: | TG |
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