| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Neuhausen |
| Woche: | 20 - 2010 |
| Autor: | SB |
Für die erste Mannschaft der FT Gern gab es im Kreisklasse-Derby beim SC Amicitia im elften Spiel die erste Niederlage. Auf dem sehr holprigen Rasen war es eher ein Roulette- denn ein Fußballspiel. Der 3:2-Endstand für die Hausherren war aus Gerner Sicht zwar ärgerlich, aber dennoch kein Beinbruch. Beide Teams versuchten vorwiegend mit weiten und langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Rein optisch erinnerte das daraus resultierende Spiel eher an einen Bolzplatzkick, als an ein Kreisklassen-Spitzenspiel. Die wiederum neu formierte Gerner Hintermannschaft macht ihre Sache recht gut und ließ nur wenige Tormöglichkeiten zu. In der 18. Minute verfehlte ein Amicitia-Stürmer das Tor freistehend nur knapp. Auf der anderen Seite scheiterte Paul Riemhofer mit einem tollen 25 Meterschuss nur knapp, wie auch in der 40. Minute, in der der SC-Torhüter den Ball aus dem Winkel boxte.
Nach dem Wechsel erhöhte sich kräfteverschleißbedingt die beiderseitige Fehlerquote, was zwingend zu mehr Tormöglichkeiten führte. In der 51. Minute setzte sich der eingewechselte Ugur Karatkas kraftvoll durch, und schob aus 15 Metern zur Gerner Führung ein. Dieses 1:0 irririerte offenbar die Gerner Hintermannschaft derart, dass sie einen Spieler der Gastgeber aus 25 Metern völlig unbedrängt den 1:1-Ausgleich erzielen ließ (55.). Dann plätscherte die unansehnliche Partie wieder dahin – bis zum Tor des Tages. Andre Betz zog eine lange Flanke in den Sechzehner der Gastgeber, wo Kapitän Christian Lützner den Ball direkt aus elf Metern in die Maschen schlug (79.) – ein Treffer wie aus dem Fußball-Lehrbuch. Doch wieder dauerte es nur zwei Minuten, ehe die Gerner Abwehr zum zweiten Tiefschlaf ansetzte, auch eine Flanke zuließ, die einer von drei völlig frei im Strafraum postierten Gastgebern ins Tor bugsierte. Und es kam noch schlimmer. In der 85. Minute flog eine Ecke in den Gerner Strafraum und quasi auch direkt ins Gerner Tor. Das war jetzt bitter – zumal dieses Spiel einfach keinen Sieger verdient hatte. Am Ende jubelten die Gastgeber wie nach dem Sieg im WM-Finale, und bei den Gernern herrschte Frust ob des verschenkten Spiels und dem Ende der Serie von zehn ungeschlagenen Spielen.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Neuhausen |
| Woche: | 20 - 2010 |
| Autor: | SB |
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