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10.08.2010 - 09:57 Uhr
 

Zukunftspläne

Studentinnen der Hochschule Rosenheim präsentieren Gestaltungskonzepte für das MAXIM-Kino

Münchner Wochenanzeiger : Stefani Murr erklärt während der Ausstellungseröffnung die Arbeiten. (Foto: red)
 
Stefani Murr erklärt während der Ausstellungseröffnung die Arbeiten. (Foto: red)
Münchner Wochenanzeiger : Vom Aussterben bedrohtes Programmkino: Das MAXIM in der Landshuter Allee. (Foto: sb)
 
Vom Aussterben bedrohtes Programmkino: Das MAXIM in der Landshuter Allee. (Foto: sb)

Im MAXIM-Kino in der Landshuter Allee 33 wurden kürzlich interessante Umgestaltungskonzepte für das Münchner Kultkino präsentiert. Das Arthouse-Cinema (Programmkino) ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Gegen den wirtschaftlichen Druck der Multiplexkinos mit ihren „Blockbuster-Filmen“ können die kleinen Kinos nur schwerlich mithalten. Unter diesen Zwängen einer neuen Kino-Zeit mit einer noch schnelllebigeren und teuren Technik leidet auch das MAXIM, eines der ältesten Münchener Kinos. Die Modelle sind als Bachelor-Abschlussarbeiten unter Professor Linn Song entstanden.

Wie mit neuen Ideen und Konzepten ein Stück Münchner Kinogeschichte für die Zukunft gerettet werden könnte, zeigen die Arbeiten von Stephanie Murr und Carmen Saur. Man sieht den Gestaltungskonzepten der Studentinnen eine intensive und emotionale Auseinandersetzung mit dem MAXIM-Kino an. Äußerst sensitiv nähern sich beide Arbeiten dem außergewöhnlichen Spezifikum dieses Kinos. Mit einem feinem Gespür für das Besondere schaffen sie es, historische und vorhandene Gegebenheiten hervorheben und in ihre Konzepte zu integrieren.

Interessant sind die Bachelorarbeiten für Architekten ebenso wie für Kinobesucher, Kommunalpolitiker sowie für die Bürgerinnen und Bürger von Neuhausen. Geht es doch um die Überlegungen, wie man Ausstrahlung, Charme und die historische Einmaligkeit des Maxims für die Zukunft bewahren kann. Ab Herbst sollen die Arbeiten in einer längeren Ausstellung im Kinofoyer gezeigt werden. Im Zuge dessen ist auch eine Führung in den Räumlichkeiten mit Erläuterungen zu den Konzepten geplant. „Durch die Umgestaltung des MAXIMs möchtem wir das Interesse und die Lust der Münchner wecken, dieses Kino wieder neu zu entdecken. Es gibt Teile und Aspekte im Maxim, die besonders sehenswert sind. Unser Ziel ist es, die Ideen auch umzusetzen“, so Carmen Saur, eine der beiden Bachelorabsolventinnen.

In zwei Jahren wird das MAXIM 100 Jahre alt. Bis dahin wünscht sich Kino-Betreiber Siggi Daiber, dass Einiges im Maxim restauriert wird. Ansätze zur Unterstützung gibt es bereits. So hat erst vor einigen Wochen die Bezirksausschussvorsitzende von Neuhausen-Nymphenburg, Ingeborg Staudenmeyer, eine Stuhlpatenschaft übernommen. Auch Neuhauser Geschäftleute und Gastronomen setzen sich für den Erhalt des einzigartigen Kinos ein. „Vielleicht lassen sich gemeinsam auch die Ideen der beiden Studentinnen verwirklichen“, hofft Daiber. Nicht nur für die Hochschule Rosenheim, sondern auch für die Münchner Kinos ist es das erste Mal, dass sich Studentinnen einem solchen Projekt widmen sowie Ideen und Konzepte für die Zukunft aufzeigen. Weitere Informationen zum Kino gibt es im Internet: www.maxim-kino.de.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuhausen
Woche: 32 - 2010
Autor: red

Maxim

Landshuter Allee 33
80637 München-Neuhausen/Ebenau

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Maxim

 

 
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