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02.08.2010 - 14:47 Uhr
 

„Die Erde im Visier“

Neue Sonderausstellung im Museum Mensch und Natur

Münchner Wochenanzeiger : Die Richat-Struktur in Mauretanien. (Foto: Landsat 7 / USGS/NASA)
 
Die Richat-Struktur in Mauretanien. (Foto: Landsat 7 / USGS/NASA)
Münchner Wochenanzeiger : Auf einer Weltkarte wird mit wechselnden Bildern der "Human Footprint" visualisiert.  (Foto: Museum Mensch und Natur)
 
Auf einer Weltkarte wird mit wechselnden Bildern der "Human Footprint" visualisiert. (Foto: Museum Mensch und Natur)

Mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Ulrich Walter zum Thema „Die Erde – eine Bilderreise“ wurde in der vergangenen Woche im Museum Mensch und Natur die Sonderausstellung „Die Erde im Visier“ eröffnet. Satelliten haben sowohl die Vorstellung von der Erde als auch das tägliche Leben in den letzten Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht revolutioniert. Der „Blick von außen“ hat den Menschen die Einzigartigkeit und Schönheit unseres Heimatplaneten, aber auch seine Begrenztheit und Verletzlichkeit auf eindrucksvolle Weise vor Augen geführt. In vielen Bereichen sind Satelliten in den täglichen Alltag integriert: man kommuniziert ganz selbstverständlich über Satelliten, sie helfen beim Autofahren oder Wandern, den richtigen Weg zu finden, man nutzt aber auch ihre Bilder, um zum Beispiel den Urlaubsort auszusuchen.

Human Footprint

Vor allem aber sind Satelliten unverzichtbare Werkzeuge der Wissenschat, um die Prozesse auf der Erde und in der Atmosphäre besser zu verstehen, langfristige Entwicklungen zu analysieren und Probleme zu erkennen. Hunderte Satelliten umkreisen die Erde und sammeln mit ihren hochpräzisen Sensoren Daten, die helfen das Wetter vorherzusagen, erste Anzeichen des Klimawandels zu erfassen, die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu erkunden oder die Bewegungen der Erdplatten zu registrieren. Durch den Blick aus dem Weltall ist es möglich, die Erde global zu erfassen und gleichzeitig durch Wiederholungsmessungen Zeitreihen aufzubauen, aus denen Veränderungen in diesem hochkomplexen System erkennbar werden. So ist der „Human Footprint“, der Abdruck, den der Mensch auf seinem Heimatplaneten hinterlässt, eindrucksvoller Bestandteil der Ausstellung „Die Erde im Visier“.

Die Ausstellung informiert über Forschungssatelliten und deren Möglichkeiten, erklärt die Technik hinter den Erkenntnissen und zeigt zukünftige Chancen dieser Technologie. Vor allem aber will sie zeigen, dass Satelliten einen wichtigen Beitrag leisten, unsere Umwelt zu schützen, Ressourcen effektiver und schonender zu nutzen und Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum Geotechnologien sowie das Museum Mensch und Natur haben daher faszinierende Bilder, interaktive Exponate und ausführliche Informationen zu einer ebenso informativen wie unterhaltsamen Ausstellung über die Erforschung des Systems Erde aus dem All zusammengetragen. Die Ausstellung in Schloss Nymphenburg ist bis 9. Januar zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Abendöffnung Donnerstag bis 20 Uhr. Weitere Informationen auch zum Begleitprogramm gibt es im Internet: www.die-erde-im-visier.de.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Nymphenburg
Woche: 31 - 2010
Autor: red

Museum Mensch und Natur

Schloß Nymphenburg
80638 München-Nymphenburg

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Museum Mensch und Natur

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