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02.06.2010 - 14:25 Uhr
 

„Zukunftsweisende Weiterentwicklung“

Offene Ganztagsschule: KJR führt Betreuungsangebote fort

Münchner Wochenanzeiger : Auch im nächsten Schuljahr will der Kreisjugendring seine Angebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule fortführen. (Foto: S. Hofschläger/pixelio.de)
 
Auch im nächsten Schuljahr will der Kreisjugendring seine Angebote im Rahmen der Offenen Ganztagsschule fortführen. (Foto: S. Hofschläger/pixelio.de)

Die Angebote des Kreisjugendrings (KJR) München-Stadt für Münchner Schüler im Rahmen der Offenen Ganztagsschule sind gesichert – zumindest für das nächste Schuljahr. Der KJR-Vorstand hat beschlossen, die seit vielen Jahren bewährte Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendfreizeitstätten und Haupt- beziehungsweise Förderschulen in den bestehenden Projekten zunächst für ein Jahr fortzusetzen – trotz erheblicher Probleme mit den neuen Richtlinien des Kultusministeriums.

„Wir sind überzeugt davon, dass eine Zusammenarbeit zwischen Schulen und offener Kinder- und Jugendarbeit grundsätzlich für beide Partner eine zukunftsweisende Weiterentwicklung darstellt“, so KJR-Vorsitzende Karin Ruckdäschel. „In der unmittelbaren Zusammenarbeit mit Schulrektoren gab es zu keinem Zeitpunkt ein Problem.“

Erhebliche Bedenken

Das Kultusministerium hatte im vergangenen Jahr – ohne Rücksprache mit den Trägern der Jugendarbeit – die Richtlinien geändert, so dass sich die Qualität der Zusammenarbeit deutlich verschlechterte: weniger Geld, größere Gruppen, die Schulen „weisen“ die Kinder zu, die Rektoren entscheiden über die Angebote, sie können die Kooperation einseitig kündigen, Mitarbeiter ablehnen und sogar Einsicht in die Personalakten nehmen. Nach heftigen Protesten überarbeitete das Kultusministerium die Richtlinien zwar, doch auch die nachgebesserte Version, die am 22. April vom Ministerium veröffentlicht wurde, brachte in wesentlichen Punkten keine Verbesserungen. Dass der Kreisjugendring trotz erheblicher Bedenken in den Projekten weiterarbeiten wird, liegt an der ausdrücklichen Bitte der Leiterin des Stadtjugendamts München, Dr. Maria Kurz-Adam, die Maßnahmen „zunächst“ weiterzuführen, an der Empfehlung des städtischen Schulreferats, nicht aus der Kooperation auszusteigen sowie der Zusage der Stadt, sich beim Bayerischen Kultusministerium und beim Bayerischen Städtetag für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen einzusetzen.

Die Freizeitstätten des KJR arbeiten seit über 15 Jahren mit benachbarten Grund-, Haupt- und Förderschulen erfolgreich in kooperativer Weise zusammen. Dies umfasst Freizeit- und Bildungsmaßnahmen, Schulsozialarbeit (beziehungsweise Jugendsozialarbeit an Schulen) und Maßnahmen der Mittags- bzw. Nachmittagsbetreuung. Auch die „Offene Ganztagsschule“ gehört zu den erfolgreichen Kooperationsprojekten. Derzeit ist der KJR Träger von acht Projekten, in denen 150 Kinder betreut werden.

 
Artikelinfo
Ausgabe: SamstagsBlatt
München
Woche: 22 - 2010
Autor: red
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