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Kinder und Jugendliche

 
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09.03.2010 - 15:19 Uhr
 

Ort und Hort der Geborgenheit

Stephanuskirche weiht neue Kindertagesstätte im Quartier Hirschgarten ein

Münchner Wochenanzeiger : Kita-Leiterin Andreas Reutter, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Matthias Dörrich, Pfarrer der Stephanuskirche (v.l.) freuten sich, dass so viele Eltern und Großeltern zur Einweihung gekommen waren.
 
Kita-Leiterin Andreas Reutter, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Matthias Dörrich, Pfarrer der Stephanuskirche (v.l.) freuten sich, dass so viele Eltern und Großeltern zur Einweihung gekommen waren.

Das Stadtquartier Hirschgarten füllt sich langsam aber sicher mit Leben. Immer mehr Familien ziehen in das Neubaugebiet. Bereits seit September ist auch die Kindertagesstätte am Engasserbogen 5 geöffnet, die derzeit eine Kindergartengruppe und drei Krippengruppen umfasst. Zwei weitere Kindergartengruppen werden noch dazukommen. Am vergangenen Freitag wurde in der Einrichtung, die in Trägerschaft der Evang-Luth. Stephanuskirche steht, die offizielle Einweihung gefeiert.

Eltern, Großeltern und Vertreter von Stadt und Evangelischer Kirche hatten sich eingefunden zu dem Fest, bei dem die Kinder wohltuend im Mittelpunkt standen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Einrichtung führten die Mädchen und Buben die Schöpfungsgeschichte als Musical auf und zeigten sich als Sonne, Stern, Blumen, Bäume und allerlei Getier.

Der geschäftsführende Pfarrer der Stephanuskirche, Matthias Dörrich deutete das zahlreiche Erscheinen in seiner Begrüßung als "Zeichen der Wertschätzung". Die Stephanuskirche werde geerdet und auf die Zukunft ausgerichtet durch die Arbeit mit jungen Familien, erklärte er. Dass die Kinder jeden Tag mit leuchtenden Augen wieder kämen, liege am großartigen Team und einer Leiterin wie man sie sich nur wünschen könne. "Wir haben die Besten", konstatierte er. Die so Gelobten – Leiterin Andrea Reutter und ihre sechsköpfige Mannschaft, der neben fünf Frauen auch ein männlicher Kinderpfleger angehört – blieben bescheiden und konzentrierten sich während des Festakts ganz auf ihre Schützlinge.

Bildung beginnt nicht erst in der Schule

Dafür fand Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die den Gottesdienst hielt, in ihrer Predigt deutliche Worte für die Situation der Erzieherinnen und Erzieher. "Die Wertschätzung für Kinder ist untrennbar verknüpft mit der Wertschätzung für diejenigen, die ihnen den Weg ins Leben ebnen", betonte sie. "Wir brauchen eine breite Diskussion darüber, was uns die soziale Branche wert ist." Die Politiker sollten sehr genau begreifen, dass Kindern hier Bildung geschenkt wird.

"Bildung beginnt nicht erst in der Schule", stellte die Regionalbischöfin fest und verwies auf die zahlreichen Aktionen, die die Kinder in dem halben Jahr seit Bestehen der Einrichtung bereits erleben durften: Laternen basteln und Umzug, Nikolaus- und Weihnachtsfeier, ein Besuch im Tierpark und vieles mehr. Familie und Kindertagesstätte seien keine Alternativen, sondern die Tagesstätte eine wunderbare Ergänzung zur Familie, äußerte Breit-Keßler. "Hier geht einem das Herz auf". Dies sei ein Ort und Hort der Geborgenheit.

In Systembauweise erstellt

Grußworte kamen im Anschluss an den Gottesdienst von Stadträtin Birgit Volk, die Grüße vom Oberbürgermeister überbrachte und dem kirchlichen Träger dankte, dass er die Stadt München bei seiner Ausbauoffensive von Kindertagesstätten unterstützt, von Karl Lux vom Baureferat und von Eleonore Hartl-Grötsch, die beim Schulreferat für die Kitas zuständig ist. Alle hielten sich erfreulich kurz, wobei doch noch einige Fakten zu Bauweise und Kosten des Kindergartens zu Tage traten.

Die zweigeschossige, lichtdurchflutete Kooperationseinrichtung ist in Holzrahmenbauweise errichtet und bietet Platz für 75 Kindergarten- und 36 Krippenkinder. Es ist die dritte und größte Kita in München, die nach einem Wettbewerb vor einigen Jahren, nach dieser Systembauweise erbaut wurde. Die Kosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro.

Das Gebäude steht auf einem Betonfundament und ist nicht unterkellert. Die Gruppen- und Gruppennebenräume sowie die Außenspielflächen sind nach Süden ausgerichtet, die Küche und die Nebenräume orientieren sich nach Norden. Die Außenspielfläche gliedert sich in verschiedene Spielräume wie einen Sand-Matsch-Bereich, eine Vogelnestschaukel und ein Kletterkombinationsgerät sowie eine großzügige Terrasse. Vor dem Eingang begrüßt ein von Künstler Michael Schrattenthaler kreiertes Windrad die Besucher.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Nymphenburg
Woche: 10 - 2010
Autor: BB

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