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Kinder und Jugendliche

 
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06.07.2009 - 11:50 Uhr
 

Offene Briefe an OB Ude zum Thema Gebührenerhebung bei LILALU

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

mit Bedauern wurde mir soeben mitgeteilt, dass Sie eine Erhebung von
Gebühren für das LiLaLu Festival planen. Wir möchten Ihnen daher, als
langjähriger Partner für das Musikprogramm der Open Air Bühne des LiLaLu
Festivals unsere Sichtweise mitteilen.

Wie sehen die LiLaLu Openairbühne als eine unabdingbare Plattform für junge
Musiker aus München und Umgebung, um sich einer größeren Besucheranzahl zu präsentieren. Leider gibt es in München zu wenig Plattformen für junge Musiker, auf denen sie ihr Können gegenüber dem Publikum kostenfrei unter Beweis stellen können.

Wir bekommen von den jungen Musikern aus der Szene regelmäßig sehr gute Feedbacks bezüglich des LiLaLu Festivals. Daher können wir es nun leider nicht verstehen, dass eine Veranstaltung, die ihre Einnahmen in diese Bühne und somit in die Auftrittsmöglichkeiten steckt, nun mit Gebühren dafür
bestraft wird. Jede Musikband hat bislang immer eine gute Gage, sowie eine
erstklassige Betreuung bekommen.

Besonders hervorzuheben ist gerade das nicht kommerzielle, aber dennoch sehr professionelle Verhalten der Veranstalter, dass die Zusammenarbeit mit LILALU sehr angenehm macht.

Wir bitten Sie daher, für dieses kulturelle Highlight eine Gebührenbefreiung
zu gewähren und somit weiterhin der musikalischen Nachwuchslandschaft eine großartige Alternative zu bieten. Die Künstler des LiLaLu werden es Ihnen
danken.

Mit freundlichen Grüßen

Chris Pössinger

 

Sehr geehrter Herr Ude,
 

ich sah mir vor einigen Jahren das Lilalu-Projekt in München an. Ich selber habe die Stadt in den 80er und 90er Jahren mit meiner künstlerischen Tätigkeit als Sänger und Schauspieler belebt. Ich war überwältigt, mir schossen die Tränen in die Augen, dass sich ein Traum in meinem Herzen vor meinen Augen realisiert. Ich blieb vier Tage auf diesem Lilalu-Festival und konnte mich nicht sattsehen an diesen glücklichen Kindern, die den ganzen Tag mit sich und den anderen Kinder Wertvolles zu tun hatten. Ich selber brachte im kommenden Jahr meine beiden Kinder ebenfalls zu Lilalu und sie möchten dieses Erlebnis nicht missen!
 

Jetzt glaubt die Stadt München auch das Übliche dafür tun zu müssen, nämlich Gebühren für das Olympiagelande einzuholen. Das heisst wiederum, dass das Geld, das über das ganze Jahr mühsam gesammelt und gespendet werden musste, um dieses Projekt zu ermöglichen für Gebühren an die Stadt ausgegeben werden soll. Für jeden Euro, den Sie davon einnehmen, stirbt ein Kinderwunsch, ein Kindertraum, Kinderillusionen und Kinderhoffnungen! Es wird eine große Anzahl an Kindern, deren Eltern ein geringes Einkommen haben oder arbeitslos sind, kostenfrei in den Kursen und Workshops aufgenommen. Es gibt einen kleine Freibühne, wo letztes Jahr viele Jugendliche die Möglichkeit hatten, ihre Identität und ihr Können vorzustellen. Es werden Kinderfilme, die speziell von Pädagogen ausgesucht werden, um die Kinderpsyche zu fördern, gezeigt. Malzelte, Jongleure, Kochkurse, Märchenerzähler, unzählige Schönheiten für Kinder, die man ausnahmsweise, dank der Spenden nicht zu bezahlen braucht. Und die vielen Mitwirkenden und Helfer, die das Projekt von Herzen unterstützen - all dies ist nun gefährdet.

Meine konkrete Frage lautet: Hat es die Stadt München wirklich nötig, diese Gebühren zu erheben, oder hätten nicht wir alle mehr davon, in die Kinder und ihre Träume zu investieren?
Meine konkrete Bitte im Namen aller Kinder: Gebührenbefreiung für Lilalu.

Herzlichen Dank und beste Grüße

J. C. Gonzalez
 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Woche: 28 - 2009
Autor: red
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