| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 13 - 2011 |
| Autor: | pfe |
Ein Hund in der Schule? Was früher undenkbar war, ist heute einigen Klassenzimmern Realität. Als "Schulhunde" finden sich immer mehr Vierbeiner im pädagogischen Einsatz zwischen Pulten und Stühlen."Schulhunde schaffen eine gute Klassenatmosphäre", sagt Claudia Wagner. Die Diplom-Biologin unterrichtet am Gymnasium Tutzing und hat viel Erfahrung mit Hunden während den Stunden. Sie ist überzeugt, dass die Tiere einen positiven Einfluss auf Schüler haben.
"Hunde machen in erster Linie das, was Lehrer meist nicht können, denn sie haben einen beruhigenden Einfluss auf die Klasse", erklärt Wagner. So bewirke die Anwesenheit der Tiere die Ausschüttung eines Hormons, das den Stresspegel senke. Wagner: "Ein Kind, das entspannt ist, kann besser lernen." Und das nicht nur im Unterricht: "Hunde sprechen unsere emotionale Seite an. So sind Schüler weniger gestresst, weniger gewaltbereit und nehmen mehr Rücksicht aufeinander.
Lenken Hunde ab?
Oft sei der Umgang mit den Vierbeinern in den ersten Wochen ungewohnt, aber schon nach kurzer Zeit überwiege die Freude am Hund. Der Lehrer und somit auch der Unterricht wird positiver wahrgenommen. Wagner meint: "Die Kinder freuen sich riesig auf die Tiere." Doch für diese ist der Alltag im Klassenzimmer, vor allem in einer lauten Klasse, oft mit Stress verbunden. "Wenn der Hund zu gestresst ist, kommt er nicht mehr mit", sagt die Biologin.
Doch nicht jeder Vierbeiner ist als Schulhund geeignet. Ein besonderes Training in einer Hundeschule ist auf jeden Fall erforderlich. Die Rasse ist allerdings egal. Ein größeres Problem stellt die Angst der Schüler vor den Tieren dar. "Durch den häufigen Kontakt verlieren viele Kinder ihre Phobie", meint Wagner. "Sie stellen dann fest, dass Hunde gar nicht so schlimm sind wie sie denken."
Wenn man das nur von den Lehrern behaupten könnte...
Weitere Infos unter www.1a-teamwork.de.
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| Woche: | 13 - 2011 |
| Autor: | pfe |
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