| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 39 - 2009 |
| Autor: | red |
Zu zwei "Ideen für einen lebenswerten Stadtbezirk" der Grünen möchte
ich doch mein Veto einlegen. Der erste Vorschlag der Neuhauser Grünen,
den Rotkreuzplatz für den Radlverkehr zu öffnen, ist aus meiner Sicht
grundfalsch. Bereits jetzt herrscht hier ein reges Leben, dazu sorgen
Gemüsestände, Kaffeetische und Stühle sowie der Brunnen und Sitzbänke
dafür, dass es hier sehr eng zugeht. Wer bei dieser Situation den
Rotkreuzplatz zusätzlich für Radler freigeben will, riskiert aus meiner
Sicht Unfälle und Zusammenstöße mit flanierenden Fußgängern. Wo solllen
die Radler denn problemlos durchkommen? Hierzu gibt es von Seiten der
Grünen keine Antwort. Als passionierter Radler bin ich deshalb für
eine baldige Einrichtung von Radler-Angebotsstreifen entlang der Furt
zwischen Wendl-Dietrich- und Nymphenburger Straße. Wenn diese
langjährige Forderung des gesamten BA 9 Neuhausen-Nymphenburg endlich
realisiert würde, gäbe es keinen Grund mehr den Rotkreuzplatz mit dem
Radl zu überqueren, denn der evtl. Zeitgewinn würde nur ein paar
Sekunden betragen. Und dafür sollte man nicht die Gesundheit von
Menschen aufs Spiel setzen.
Auch die zweite Idee der Grünen ist nicht zielführend. Die Feinstaub-
und Abgasbelastung an der Landshuter Allee kann allein mit einer
Ausweitung der Umweltzone nicht reduziert werden. Hier hilft einzig eine
Verlängerung des bestehenden Tunnels. Die Grünen lehnen dies jedoch ab
und sind lediglich für eine "Einhausung" der Landshuter Allee. Wie man
damit die großen Belastungen an Lärm und Schadstoffen für die Anwohner
beseitigen will, erschließt sich mir nicht. Auch wird mit einer
"Einhausung" (also einer Mauer!) der trennende Charakter der Landshuter
Allee für alle Ewigkeit zementiert.
Wolfgang Schwirz, Mitglied der CSU-Fraktion im BA 9 Neuhausen-Nymphenburg
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| Woche: | 39 - 2009 |
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