| Ausgabe: | SamstagsBlatt München |
| Woche: | 28 - 2010 |
| Autor: | JP |
Dieses Jahr ist das Oktoberfest einen Tag länger. Weshalb und warum? Das größte Volksfest der Welt feiert vom 17. September bis 4. Oktober 2010 seinen 200. Geburtstag. Damals, am 12. Oktober 1810, hatte alles angefangen: Der bayerische Kronprinz Ludwig und spätere König Ludwig I, und die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen gaben sich das Ja-Wort. Seitdem wird jedes Jahr ungefähr zur gleichen Zeit dieser Hochzeitstag gefeiert und dieses Jahr soll das historische Ereignis zum Jubiläum wieder aufleben.
Unter dem Motto „Bayer heiratet Sächsin“ werden die drei Paare Michael Pichler und Mandy Protze, Philipp Lakatos und Nadine Schneider sowie das offizielle „historische Prinzenpaar“ Markus Huttner und Christin Berger von Oberbürgermeister Christian Ude, als oberstem Münchner Standesbeamten, in der alten Kongresshalle verheiratet.
Doch nicht nur an die Hochzeit als Ursprung des Oktoberfestes soll erinnert werden: Auf der „historischen“ Wiesn im südlichen Teil der Theresienwiese soll eine Rennbahn installiert werden, auf der zweimal täglich Pferderennen mit bayerischen Rassepferden, wie Haflinger, stattfinden werden – wie damals vor 200 Jahren. Den Startschuss für das erste Rennen wird OB Ude persönlich geben.
Auf dem nostalgischen Teil der Wiesn wird auch ansonsten jede Menge los sein. Am 17. Oktober wird die Jubiläumsfeier um 11 Uhr mit einem historischen Festumzug von der Theresienhöhe zum Festgelände eröffnet. Im abgetrennten Südteil wird sich das historische Festzelt mit Wirtsgarten der Wirtefamilie Winklhofer und Wieser, das Herzkasperlzelt des Fraunhofer-Wirts Bebbi Bachmaier und ein Museumszelt des Münchner Stadtmuseums und des Münchner Schaustellervereins befinden. Im Chapiteauzelt mit historischen Velodrom werden Besucher die Möglichkeit haben auf historischen Fahrrädern ihre Runden zu drehen, und im Tierzelt werden Tierschauen veranstaltet. Alte Fahrgeschäfte und Kleinkunst runden das Geschehen im Südteil ab. Der Eintritt in die historische Wiesn beträgt vier Euro.
Damit ein Besuch noch attraktiver wird, haben die Münchner Brauereien extra für die diesjährige Wiesn ein Jubiläumsbier gebraut, welches für 8,80 Euro nach historischer Manier in Steinkrügen ausgeschenkt wird. Außerdem darf man in den historischen Teil nicht nur sein Essen mitbringen – man darf sogar die mitgebrachten Würstl in der Lohnwürstlgrillerei brutzeln lassen. Grundsätzlich wird das Gelände in der Zeit von 10 bis 20 Uhr geöffnet sein.
Na dann – ein Prosit auf die Gemütlichkeit!
| Ausgabe: | SamstagsBlatt München |
| Woche: | 28 - 2010 |
| Autor: | JP |
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