| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Solln |
| Woche: | 38 - 2011 |
| Autor: | job |
Mit einem neuen Angebot für Kinder berufstätiger Eltern trägt im angehenden Schuljahr der gerade gegründete Verein MITA Herterichschule e.V. zur Linderung der nachschulischen Betreuungsnot an der Grundschule an der Herterichstraße bei. Dank der Überlassung zweier Räume im Pfarrheim durch die Kirchenstiftung St. Johann Baptist haben nun 24 Kinder unter der Aufsicht von drei erfahrenen Betreuerinnen zwischen 11.30 und 16 Uhr Gelegenheit, Mittag zu essen, Hausaufgaben zu erledigen und sich bei Spiel und Sport auf der Grünanlage neben der Kirche zu entspannen. Die Elterninitiative hatte sich gegründet, nachdem Mitte Mai deutlich wurde, dass trotz des Angebotes der beiden städtischen Horte in der Stridbeckstraße bzw. Konrad-Witz-Straße sowie der bestehenden Elterninitiative Karfunkel zu Schuljahresbeginn rund 70 Schüler keinen Platz in der Betreuung erhalten würden.
Dieser Umstand und die durch eine zusätzliche 1. Klasse verschärfte Raumnot in der Herterichschule haben Pfarrer Wolfgang Neidl und die Kirchenverwaltung einstimmig bewogen, die Anfrage der Elterninitiative positiv zu beantworten: "Die Kinder sind unser aller Zukunft – und wenn wir als Kirche einen Beitrag leisten können, unseren Grundschülern einen vernünftigen Rahmen für ihren Schulstart zu ermöglichen, dann helfen wir sehr gern." Karin Ackermann, Rektorin der Herterichschule, hat die Initiative angesichts der Raumnot von Beginn an positiv begleitet.
Dank des enormen Engagements der Eltern konnte binnen gut drei Monaten eine attraktive Lösung für zwei Dutzend Kinder geschaffen werden. Mehrere hundert Arbeitsstunden der Eltern und allein 7.000 € Sachaufwand für die schülergerechte Optimierung der Räumlichkeiten (Licht, Schalldämmung, Mobiliar, Küche) kommen ab sofort nicht nur den Schulkindern, sondern auch allen anderen Nutzern des Pfarrheims zugute. Mit Sachleistungen unterstützt wurde die MITA dabei von folgenden Unternehmen: Böhmler im Tal, MPR Renovierungen GmbH und digital media Großbildtechnik GmbH. Beratend standen die Expertinnen des Kontakt- und Beratungsvereins für Elterinitiativen Klein Kinder Tagesstätten – KKT e.V. zur Seite.
"Unser Beispiel zeigt, dass private Initiativen erfolgreich dazu beitragen können, die Betreuungsnot in Solln, aber auch anderswo in der Landeshauptstadt zu lindern und gleichzeitig den kommunalen Haushalt zu entlasten. Erfolgsgeheimnis ist dabei der enge Schulterschluss einer engagierten Elternschaft mit Schulen, Kirchen, sozialen Institutionen, zuständigen Behörden und Unternehmen," ist Michael Ahrens-von Römer, Vorstand des Vereins, überzeugt, dass die Bündelung aller Kräfte vonnöten ist.
An die 100 Gäste konnte die MITA zu ihrer Eröffnungsfeier begrüßen, darunter Monika Engelmayer (Konrektorin der Herterichschule) mit vier Lehrerinnen, Monika Reim (Kinderbeauftragte des BA 19), Ruth Brandelik (Kontakt- und Bertungsstelle KKT e.v.), Ingrid Lipp und Bärbel Holzheu (Vorstandsmitglieder Karfunkel), Renate Mayr (Leiterin des Hortes Konrad-Witz-Str.), Kirchenpfleger Richard Müller sowie weitere Vertreter der Kichenverwaltung und des Kirchenbeirates. Pfarrer Neidl hielt die Eröffnungsrede und segnete die Kinder. Michael Ahrens-von Römer hielt die Dankesrede, Ingrid Lipp sprach ein Grußwort für Karfunkel. Zauberin Kornelia Weiland faszinierte die Kinder mit spannenden Geschichten und Motivluftballons. Einen Bilderbogen der Eröffnung steht unter http://www.kinderbetreuung-in-solln.de/mita-herterichschule.html zur Verfügung.
Zum Vorstand der MITA Herterichschule e.V. wurden von den Eltern neben Michael Ahrens-von Römer (52 Jahre) Gerhard Zickgraf (52) und Robert Horvat (37) gewählt. Der Verein wurde am 11. August ins Vereinsregister eingetragen und seine Gemeinnützigkeit vom Finanzamt München unter Aktenzeichen 143/219/21095 bestätigt.
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Solln |
| Woche: | 38 - 2011 |
| Autor: | job |
Pfarrkirche
Michael Ahrens-von Römer (25.09.11)
Mit absolutem Unverständnis und großer Enttäuschung haben wir die Kritik der Kinder- und Jugendbeauftragten des Bezirksausschusses 19 zum Konzept von unserem gemeinnützigen MITA Herterichschule e.V. zur Kenntnis genommen, wie sie im Sendlinger Anzeiger vom 21. September auf der Titelseite veröffentlicht ist:
Reim (SPD) kritisiert Mittagsbetreuung
Die Kinder an der Herterichschule haben die neue Mittagsbetreuung "MITA". Monika Reim (SPD), Kinder- und Jugendbeauftragte im Bezirksausschuss (BA) 19, äußerte sich auf der vergangenen Sitzung am 19. September kritisch über das Konzept der Betreuung. Ihrer Ansicht nach sei es ein schlechter Umstand, dass das Betreuungsangebot nur zwei Betreuerinnen habe. Diese müssten sich um 25 Kinder kümmern und diese zu drei verschiedenen Uhrzeiten von der Herterichschule abholen. Sie sei der Mittagsbetreuung gegenüber negativ eingestellt, so Reim.
Vorverurteilung und falsche Fakten
Nach nur vier operativen Tagen dieses in Solln allseits hochwillkommenen zusätzlichen Mittagsbetreuungsangebots erlaubt sich Frau Reim das Urteil, dass sie der MITA negativ gegenübersteht. Ohne auch nur einmal mit den Verantwortlichen über das Konzept gesprochen zu haben, wozu sie am Rande der Eröffnung am 14.9. durchaus Gelegenheit gehabt hätte, setzt sie neben dieser Vorverurteilung im Bezirksausschuss falsche Fakten in die Welt, die folgender Korrektur bedürfen:
1. Die MITA beschäftigt drei Betreuerinnen und nicht wie behauptet zwei.
2. Lediglich an drei von fünf Werktagen gibt es drei verschiedene Abholzeiten, ansonsten zwei. Da aber die 13 Uhr-Abholzeit Zweit- und Drittklässler betreffen, werden diese i. d. R. selbstständig die 300 Meter zur MITA gehen + nur noch auf Wunsch abgeholt werden.
3. Statt 25 betreut die MITA 24 Kinder, die allerdings zu keinem Zeitpunkt gleichzeitig betreut werden Im Unterschied zu einem städtischen Hort, bei dem die Vollzeitbelegung die Regel ist, bieten wir individuelle Buchungszeiten, was die Zahl der Tage und der Betreuungsstunden pro Tag angeht. Da der Freitag bislang unterbesetzt war, werden wir ab Oktober zusätzlich sechs Kindern am Freitag einen Platz anbieten und somit weiteren Müttern und Vätern eine kleine Entlastung bieten können.
Die Eltern haben innerhalb von nur 3 Monaten diesen Mittagsbetreuungsverein mit großem zeitlichem Engagement, viel Herzblut und 7000 Euro aus eigenen Mitteln aus dem Boden gestampft - und damit die Kommune in ihren ureigenen Aufgaben massiv unterstützt. Nicht nur, dass Frau Reim dieses Engagement nicht würdigt, zusätzlich untergräbt sie mit diesen Fehlinformationen auch unsere Glaubwürdigkeit gegenüber unseren Partnern. Das gilt insbesondere für die Kirchenverwaltung St. Johann Baptist, für deren großzügige Bereitschaft, uns Räume und Grünflächen zu überlassen, wir alle sehr dankbar sind.
Als der Erstunterzeichner Mitte März d.J. Frau Reim per Mail um Unterstützung bat, erhielt er folgende lapidaren Sätze zur Antwort: "Ich bedauere natürlich Ihre Unterbringungssituation aber leider kann ich auch keine freien Hort -oder Mittagsbetreuungsplätze herbei zaubern. Die Situation ist sehr problematisch und betrifft sehr viele Eltern in unserem Stadtviertel.(…) Im Moment sehe ich leider keine Möglichkeit die Platznot in Kindertageseinrichtungen zu beheben. " Von einer Kinder- und Jugendbeauftragten hätten wir uns dann doch etwas konkretere Unterstützung versprochen statt mit falschen Fakten und einem pauschalen Negativurteil 46 engagierte Sollner Vätern und Mütter zu diskreditieren.
München, den 25. August 2011
Der Vorstand MTA Herterichschule e.V.
Michael Ahrens-von Römer Gerhard Zickgraf Robert Horvat