| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Neuhausen-Nymphenburg |
| Woche: | 24 - 2010 |
| Autor: | TG |
Paul Dorians erstes Zuhause ist einer der Neubauten in Nymphenburg-Süd. Paul ist dreieinhalb Monate alt. Seine Eltern, Katrin Lau und Stanimir Arnaudov, sind glücklich darüber, dass „wir es so gut getroffen haben. Es ist sehr schön und ruhig hier. Die Wohnungen sind modern. Die ganze Gegend ist sehr gepflegt.“ Ins Neubaugebiet zu ziehen, sei richtig gewesen, obwohl die Mieten saftig seien. Die jungen Eltern finden es besonders angenehm, dass es rund um sie herum viele junge Familien gibt: „Das ist ein gutes Gefühl.” Ebenso wie die Dynamik in der Gegend.
Für solche Neubürger wie die Drei veranstalteten der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg und der Bewohnertreff der Bürgerinitiative „Bürger für Bürger“ am Nachmittag des vorigen Sonntag ein Nachbarschaftsfest. Von 12 bis 17 Uhr feierten Alt- und Neubürger vorm Gebäude des ESV München an der Schlossmauer ein Fest, bei dem sie sich kennenlernen konnten. Pauls Eltern hatten auf dem Balkon ihrer Wohnung gesessen, die Musik gehört und waren neugierig geworden. Sie genossen es, mit dem Sohn einen entspannten Sonntagnachmittag unter Nachbarn zu erleben.
An Sport Interessierte hatten Gelegenheit, ins Angebot des ESV hineinzuschnuppern. Turnen, Leichtathletik, Badminton, Nordic Walking, der Verein hatte sich auf jeden mit dem Passenden zum Zuschauen oder Mitmachen vorbereitet. Die Mitarbeiter des „Abenteuerspielplatzes Neuhausen“ zogen mit einer Schokokuss-Schleuder, einem Jumbo-Memory und akrobatischen Spielen Kinder in ihren Bann. Eine Schnitzeljagd durch den benachbarten Schlosspark fragte fröhlich heimatkundliches Wissen ab. Mit von der Partie: die Werbegemeinschaft Neuhausen. Die verteilte mit Gas gefüllte Luftballons, die Kinder in den Himmel aufsteigen ließen. Derjenige, dessen Ballon am weitesten geflogen sein wird, soll einen Preis erhalten. Italienische Klänge verbreitete das „Trio Souvenirs“. Und der Internationale Kinderchor des Nachbarschaftstreffs Wotanstraße stellte heimatliche Lieder vor.
„Sonst gab es immer ein Kinderfest. Aber dieses Mal schien es uns sinnvoll, für die neuen Mitbürger ein Fest zu organisieren“, erklärte Ingeborg Staudenmeyer, die Vorsitzende des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg. Die Infrastruktur des ESV biete sich dazu geradezu an. Auch Barbara Marc vom Unterausschuss Schule, Integration, Soziales, lobte die Partnerschaft. „Die Kombination mit dem ESV ist Klasse.“ Wie wichtig das Nachbarschaftsfest sei, erweise sich auch dadurch, dass viele Neubürger nicht einmal wüssten, was ESV heiße. Der Eisenbahner Sportverein (ESV) mit seinem Präsidenten Ansgar Ruggaber trägt das Fest gern mit: „Wir wollen die neuen Nachbarn aufs Herzlichste begrüßen.” Es freue ihn, dass dank der Neubürger die Zahl der Mitglieder auf über 5.000 angewachsen sei. Die seien in 21 Abteilungen auf unterschiedlichste Weise sportlich aktiv. „Ein Großteil der Mitglieder kommt aus den neuen Wohngebieten.“ Trotz unterschiedlichster Nationalitäten gebe es keine Verständigungsschwierigkeiten, betont Ruggaber. Der Verein sei bei dem Integrationsprojekt der Stadt München dabei, das die interkulturelle Öffnung des Vereins zum Ziel habe.
Ingeborg Staudenmeyer wies darauf hin, dass in Nymphenburg-Süd, sobald alles fertig sei, einmal 5.000 Menschen wohnen werden. Die BA-Vorsitzende: „Das muss erst wachsen. Wie auch die Gemeinschaft wachsen muss.“ Sie wünsche sich vom Nachbarschaftsfest: „Den Leuten soll es gefallen. Sie sollen sich gut unterhalten und aufeinander zugehen. Das reicht.“ In der Ankündigung fürs Fest hatte es geheißen: „Der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg und seine Vorsitzende Frau Staudenmeyer hüpfen auf der Hüpfburg.“ „Da hat uns wohl jemand einen Streich spielen wollen“, meinte Staudenmeyer. Sie und Barbara Marc machten dennoch gute Miene zum spöttischen Spiel: Sie wagten sich auf die Hüpfburg. Die BA-Vorsitzende: „Ich war noch nie auf einer Hüpfburg. A bisserl Angst habe ich schon.“ Und bei den ersten zaghaften Hüpfversuchen: „Das ist ein komisches Gefühl. Ich bewundere die Kinder, wie die das können.“ Es war ihr anzusehen, dass sie danach froh war, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Am Informationsstand der Polizeidienststelle Neuhausen-Nymphenburg (PI 42) informierte Kontaktpolizistin Hermine Schachtner die Neubürger. „Wir suchen den Kontakt mit den Bewohnern und sind Ansprechpartner am Ort.“ Alexander Reischl, Diakon der katholischen Pfarrgemeinde Christkönig kennt viele „der Neuen” schon persönlich. „Über Taufgespräche und Ehevorbereitung entsteht ein unkomplizierter Kontakt.“ Darüber hinaus würden die neu Hinzugezogenen eingeladen und auf die verschiedenen Aktionen der Kirchengemeinde hingewiesen. Reischl: „Das neue Wohngebiet lebt davon, dass sehr viele junge Leute hierher gezogen sind.“
Ingeborg Staudenmeyer war angetan von der guten Stimmung des Festes. Sie versprach: "Im nächsten Jahr wird es wieder ein Nachbarschaftsfest geben. Das war ein erster Schritt, dass die Leute in ihrem Stadtteil miteinander ins Gespräch kommen und heimisch werden."
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Neuhausen-Nymphenburg |
| Woche: | 24 - 2010 |
| Autor: | TG |
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