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Bildung und Beruf

 
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31.08.2010 - 14:53 Uhr
 

Schule im Umbruch

Debatte über das Schulsystem geht weiter

Erst die Grundschule und danach auf Haupt- und Realschule oder aufs Gymnasium. So kennen viele Deutsche das Schulsystem. Doch dieses System unterliegt schon seit einiger Zeit großen Debatten und einigen Veränderungen. Während die einen für die Abschaffung der Hauptschulen plädieren, sehen andere die Hauptschule als wichtigen Bestandteil im deutschen Bildungssystem. Einer der Befürwortern von Hauptschulen ist der Kultusminister aus Bayern, Dr. Ludwig Spaenle. „Für die Vielzahl der Talente und Fähigkeiten der jungen Menschen benötigen wir ein Schulsystem, das passgenaue Bildungsangebote bereithält“, erklärt er. In Bayern gehen rund ein Drittel der Schüler auf die Hauptschule. 60 Prozent dieser Schüler gingen den Weg dann weiter zur Mittelschule, so Spaenle.

Die meisten alten Bundesländer sowie alle neuen haben die Hauptschule bereits abgeschafft. In diesen Ländern gibt es nun nach der Grundschule ein zweigliedriges Schulsystem, das aus Gymnasium und Sekundärschule besteht. Die Hauptschule besteht noch in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Das wichtigste Argument für die Abschaffung gegen Hauptschulen ist, dass die Hauptschule nicht zum Abstellplatz für hoffnungslose Fälle verkommen dürfe. Vielfach wird kritisiert, die Gesellschaft sortiere gewisse Schüler einfach aus.

Problematisch werden die verschiedenen Reformen zwischen den Bundesländern, wenn ein Umzug einer Familie mit schulpflichtigen Kindern ansteht, zum Beispiel von Bayern nach Sachsen.