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29.06.2010 - 10:32 Uhr
 

Schützenswerte Würm

Grundschule an der Grandlstraße feierte Würmfest

Münchner Wochenanzeiger : Riesen-Dankeschön für Ursula Schleibners unglaublich engagierte Arbeit: der Elternbeirat stiftete eine Bank am Biotop, Rektorin Christina Huber gratulierte. (Foto: US)
 
Riesen-Dankeschön für Ursula Schleibners unglaublich engagierte Arbeit: der Elternbeirat stiftete eine Bank am Biotop, Rektorin Christina Huber gratulierte. (Foto: US)
Münchner Wochenanzeiger : „Wir sind an der Würm daheim.“ Zweitklässler der Grandlschule führten die Geschichte der Würm bis heute als Singspiel vor. Baum, Eisvogel und Hirsch hatten dabei die Hauptrollen.  (Foto: US)
 
„Wir sind an der Würm daheim.“ Zweitklässler der Grandlschule führten die Geschichte der Würm bis heute als Singspiel vor. Baum, Eisvogel und Hirsch hatten dabei die Hauptrollen. (Foto: US)
Münchner Wochenanzeiger : Verdiente Ehre für einen mitreißenden Unterricht zum Wohle der Natur. V.l. Christina Huber und Ursula Schleibner.
 (Foto: US)
 
Verdiente Ehre für einen mitreißenden Unterricht zum Wohle der Natur. V.l. Christina Huber und Ursula Schleibner. (Foto: US)

„Wir sind an der Würm daheim“ erschallte es laut über das neue Biotop an der Mergenthalerstraße, als am vergangenen Freitag die 2C und Kinder der Arbeitsgemeinschaft Würm in der Grandl-Grundschule ihr Würmfest mit einem Mini-Musical feierte. Und so mancher Passant nahm den Ohrwurm nach einem kurzen Verweilen mit nach Hause.

Denn dem farbenfrohen Singspiel konnten sich weder die Zuschauerschar aus Eltern, Lehrern und Gästen, noch die vielen zufälligen Spaziergänger entziehen.

Klasslehrerin Ursula Schleibner hatte mit den Grundschülern die Würmgeschichte vom Urknall bis zu unserer heutigen Zeit nach gestaltet. Im weit gespannten Bogen blieb viel Platz für Schleibners Anliegen, dem Schutz der Natur und insbesondere dem Schutz der Würmauen.

Kinder für die Natur begeistern

Schon beim Würmdurchbruch im vergangenen Jahr machte sich Schleibner mit ihrer klassenübergreifenden Arbeitsgemeinschaft „Würm“ verdient bei der Durchsetzung des Biotops und der letztendlichen Gestaltung. „In diesem Schuljahr erfuhren wir darüber hinaus viel über die Würm als Mühlenfluss“, erklärte Schleibner ihr Jahresthema.

Mit dem Singspiel allerdings brachte sich die Klasse in das Gesamtprojekt der Schule ein. „Unter dem Thema „Liebenswerte Schule“ hat sich jede Klasse einen Aspekt herausgegriffen“, so Schulleiterin Christina Huber. „Der Phantasie waren keine Grenze gesetzt.“

Die nahe Würm mit ihrem hohen Erholungsgrad würden die Kinder besonders schützenswert erleben. „Sie haben es in den vergangenen acht Jahren geschafft, die Kinder für die Schönheit an der Würm zu begeistern“, lobte Huber Schleibners Arbeit. Es sei hoch zu schätzen, dass die Kinder für den Lebensraum der heimischen Pflanzen und Tiere sensibilisiert würden.

Besonderes Dankeschön

Elternbeiratsvorsitzende Christine Quittkat ergänzte: „Frau Schleibner engagiert sich rund um die Uhr für die Kinder, die Natur und die naturnahe Bildung. Dafür haben wir uns ein besonderes Dankeschön überlegt: nämlich eine Bank mit Ruhekissen, damit Frau Schleibner die Früchte ihrer Arbeit genießen kann“.

Unterm Beifall der vielen Zuschauer nahm Schleibner das dicke Lob gerührt entgegen und stand noch lange Zeit den neugierigen Fragen zum Biotop, zu den Würm-Mühlen und zur Geschichte des Flüsschens Rede und Antwort.

„Es ist jammerschade, dass das Singspiel nur hier am Würmfest aufgeführt wurde“, bedauerte BA-Mitglied Franziska Miroschnikoff. „Die Geschichte unserer Würm war so plastisch dargestellt und mitreißend gesungen. Das müssten noch viele Leute genießen können.“