| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 17 - 2010 |
| Autor: | CF |
Ein erfolgreiches Jahr ist vergangen, seitdem das Förderprojekt power_m im März 2009 gestartet wurde. Der Wunsch vieler Mütter und Väter nach einer längeren Familienphase in den Beruf zurückzukehren ist meist mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Die Unsicherheit, ob man nach so langer Zeit fachlich überhaupt noch ausreichend fit ist oder ob die Kinder es verstehen, wenn man plötzlich nicht mehr den ganzen Tag zu Hause ist, kennen vor allem viele Frauen. An dieser Stelle setzt power_m an und unterstützt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ihrem Weg zurück in den Beruf. "power_m ist für mich wichtig, weil dabei auch das Selbstbewusstsein gestärkt wird. Vorher ist man doch eher etwas unsicher gewesen, vor allem wenn es um Bewerbungsgespräche ging", erzählt die ehemalige power_m Teilnehmerin, Ulrike Pons-Hurst.
Anlässlich der Jahresfeier im Referat für Arbeit und Wirtschaft waren zur Informationsveranstaltung von power_m Mitte April auch Gäste aus Politik und Wirtschaft geladen. So haben sich Lydia Dietrich, die Stadträtin der Landeshauptstadt München und Vorsitzende der Stadtratskommission und die Unternehmerin Astrid Hastreiter von der Frauenvermögensverwaltung AG bereit erklärt, zum Förderprojekt Stellung zu nehmen. "Ein Ziel bei power_m ist die ganz individuelle Berufsrückkehr zu fördern. Dabei handelt es sich um ein Projekt, dass diejenigen, die bislang als stille Reserve galten, nun wieder näher ins Blickfeld rückt", bemerkt Lydia Dietrich. An dieser Stelle knüpft Astrid Hastreiter an: "Die Unternehmen müssen power_m als hilfreichen Vermittler sehen, über den sich qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter gewinnen lassen. Ich habe die Vorteile erkannt, zwei Halbtagsstellen statt einer Vollzeitstelle zu besetzen und bin begeistert."
power-m agiert in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit als Projektverbund des ESF-Modellprogramms Perspektive Wiedereinstieg des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Das BMFSFJ setzt als eines der fünf Bundesministerien den Europäischen Sozialfond (ESF) für Deutschland um, sodass power_m mit 1,53 Millionen Euro aus dem ESF der Europäischen Union mitfinanziert werden kann. Weitere 1,33 Millionen Euro steuert das Referat für Arbeit und Wirtschaft bei. Nur so wird allen Bedürftigen ermöglicht, das Förderangebot für den passenden Berufseinstieg kostenfrei in Anspruch zu nehmen.
Neben der zielgruppenorientierten Beratung werden mit Hilfe von sogenannten Kompetenzanalysen auch individuelle Stärken sichtbar gemacht. Susanne Grohs-von Reichenbach, die power_m Sprecherin von der Münchner Volkshochschule erläutert: "Zum Beispiel kann sich eine Frau, die über einen längeren Zeitraum mit der Pflege eines Kindes beschäftigt war, dieses Wissen zu Gesundheitsthemen auch in beruflicher Hinsicht zu Nutze machen.“ Insgesamt reicht das Angebot bei power_m von der Einzelberatung bis hin zu mehrmonatigen Lehrgängen, je nachdem welcher Bedarf vorhanden ist und wie lange der Einzelne nicht mehr im Beruf steht. Vor allem bei Computerthemen ist die Nachfrage groß. Denn viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nach einer längeren Familienphase vor allem in Zeiten technischen Wandels nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Seit dem Projektstart vor über einem Jahr wird power_m ein großes Interesse entgegen gebracht. Es haben rund 800 Beratungsgespräche am Infopoint stattgefunden. Weitere 417 Frauen und 6 Männer waren vom Erstgespräch so überzeugt, dass sie sich in das Unterstützungsprogramm aufnehmen ließen. Die Zahlen sprechen für sich. Der Referent für Arbeit und Wirtschaft, Dieter Reiter unterstreicht die Ergebnisse: "Angesichts der kurzen Projektlaufzeit und der Länge der durchschnittlichen Berufspause unserer Teilnehmerinnen von etwa zehn Jahren ist das ein schöner Erfolg. Dieser Jahresrückblick lässt vermuten, dass auch in Zukunft eine hohe Anzahl an Förderbedürftigen von den Vorteilen mit power_m profitieren wird.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel München |
| Woche: | 17 - 2010 |
| Autor: | CF |
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