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31.05.2010 - 15:44 Uhr
 

Lernen mit Kopf, Herz und Hand

Kooperation zwischen Wiesentfelserschule und Jugendfarm

Münchner Wochenanzeiger : Hier zeigt Sozialpädagoge und Landwird Bernhard Stockert den Kindern der 2b aus der Wiesentfelserschule, wie die selbst hergestellte Butter zum Formen in die verzierte Holzmodel gestrichen werden muss. (Foto: Eva Schraft)
 
Hier zeigt Sozialpädagoge und Landwird Bernhard Stockert den Kindern der 2b aus der Wiesentfelserschule, wie die selbst hergestellte Butter zum Formen in die verzierte Holzmodel gestrichen werden muss. (Foto: Eva Schraft)
Münchner Wochenanzeiger : Fiona Fendt macht auf der Farm ein Freiwilliges Ökologisches Jahr und leitet die Schulkinder dabei an, aus der mit Lab angesetzten Rohmilch den Käsebruch zu schneiden. (Foto: Eva Schraft)
 
Fiona Fendt macht auf der Farm ein Freiwilliges Ökologisches Jahr und leitet die Schulkinder dabei an, aus der mit Lab angesetzten Rohmilch den Käsebruch zu schneiden. (Foto: Eva Schraft)
Münchner Wochenanzeiger : Butter und Käse kommt daheim aus dem Kühlschrank – hier lernen die Mädchen und Jungs wie Sahne zu Butter und Rohmilch zu Käse wird. (Foto: Eva Schraft)
 
Butter und Käse kommt daheim aus dem Kühlschrank – hier lernen die Mädchen und Jungs wie Sahne zu Butter und Rohmilch zu Käse wird. (Foto: Eva Schraft)

Seit rund fünf Jahren bietet die Münchner Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing (Wiesentfelser Str. 59) Projekte zu den Lehrplaninhalten der Münchner Schulen an. Erstmals wurden nun für das laufende Schuljahr 2009/2010 mit der benachbarten Grundschule an der Wiesentfelser Straße ein Projektzirkel vereinbart: Die Farmpädagogen hatten der Schule mehrere Themenschwerpunkte zur Auswahl genannt, vier davon wurden von Rektorin und Lehrern ausgesucht. Dann gab es vonseiten der Farm eine Liste mit Vormittagsterminen jeweils von zirka 9 bis 12.30 Uhr, in die sich die Lehrer mit ihren Klassen eingetragen haben.

„Learning by Doing"

Nun besuchen insgesamt sechs Klassen der ersten und zweiten Jahrgangsstufe abwechselnd über das gesamte Schuljahr verteilt jeweils viermal die Farm. „Durch den Umgang mit Tieren und Pflanzen wollen wir das Bewusstsein für Natur und Umwelt fördern sowie das Verständnis für ökologische Kreisläufe und komplexe Zusammenhänge schaffen“, lautet eines der wichtigsten pädagogischen Ziele der Farm. Nach dem Motto „Learning by Doing“ oder „Kopf – Herz – Hand“ werden die Einzelprojekte zu den ausgewählten Lehrplaninhalten von den Farmpädagogen spannend, spielerisch und praktisch aufbereitet.

Los ging es im Herbst passend zur Jahreszeit mit dem „Apfelsaftprojekt“: Die Schulkinder mussten Äpfel waschen, klein schneiden, die Stücke in den zwei kleinen Keltern der Farm quetschen, den Apfelsaft auffangen – und durften schließlich den Trester an die Schweine verfüttern. Bei „Wolle von Schafen“ wurde Wolle gewaschen, getrocknet, kadiert und gekämmt, dann stellten die Mädchen und Jungs jeder eine schöne Filzkugel her. Bei „Buttern und Käsen“ schüttelten die Schulkinder zuerst Sahne solange in kleinen Gläsern, bis sich Butter und Buttermilch trennten, dann wurde mit Hilfe von Lab und Rohmilch Käse angesetzt und hergestellt. Als letztes „Lehrstück“ kommt vor den Sommerferien noch „Vom Korn zum Brot“ dran.

Pädagogenteam

Das Farmteam ist jedenfalls prädestiniert für solche Projekte: Mit Barbara Schulte hat die Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing seit 1993 eine Pädagogin und Sozialwirtin als Leiterin; die Kinderpflegerin und preisgekrönte Hasenzüchterin Traudl Seubert hat nicht nur langjährige Erfahrungen rund um die Pflege der Nutz- und Streicheltiere, sondern begleitete auch schon unzählige Kinder bis zur Berufswahl; seit Anfang des Jahres verstärkt der Sozialpädagoge Bernhard Stockert als gelernter Landwirt das Team – und Forstwirt und Schreinermeister Tilo Scholze ist nicht nur Fachmann bei der Verarbeitung von Holz in der farmeigenen Werkstatt, sondern kennt auch die komplexen Zusammenhänge im Ökosystem Wald samt Wildbiologie.

Geöffnet ist die Münchner Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing (Wiesentfelser Str. 59) in der wärmeren Jahreszeit von Dienstag bis Freitag von 12.30 bis 18 Uhr, samstags und in den Schulferien von 10 bis 18 Uhr; vormittags werden Projekte und Führungen für Gruppen (Kindergärten, Horte, Schulklassen, Interessenten aus der Erwachsenenbildung usw.) durchgeführt. Informationen zu allen Projekten und Angeboten gibt es unter www.jugendfarm.org, unter Tel. 8711287
 sowie per E-Mail: info@jugendfarm.org.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuaubing
Woche: 22 - 2010
Autor: E.S.

Münchner Kinder- und Jugendfarm

Ehrenbürgstr. 9
81249 München-Aubing

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