| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Neuaubing |
| Woche: | 22 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Seit rund fünf Jahren bietet die Münchner Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing (Wiesentfelser Str. 59) Projekte zu den Lehrplaninhalten der Münchner Schulen an. Erstmals wurden nun für das laufende Schuljahr 2009/2010 mit der benachbarten Grundschule an der Wiesentfelser Straße ein Projektzirkel vereinbart: Die Farmpädagogen hatten der Schule mehrere Themenschwerpunkte zur Auswahl genannt, vier davon wurden von Rektorin und Lehrern ausgesucht. Dann gab es vonseiten der Farm eine Liste mit Vormittagsterminen jeweils von zirka 9 bis 12.30 Uhr, in die sich die Lehrer mit ihren Klassen eingetragen haben.
„Learning by Doing"
Nun besuchen insgesamt sechs Klassen der ersten und zweiten Jahrgangsstufe abwechselnd über das gesamte Schuljahr verteilt jeweils viermal die Farm. „Durch den Umgang mit Tieren und Pflanzen wollen wir das Bewusstsein für Natur und Umwelt fördern sowie das Verständnis für ökologische Kreisläufe und komplexe Zusammenhänge schaffen“, lautet eines der wichtigsten pädagogischen Ziele der Farm. Nach dem Motto „Learning by Doing“ oder „Kopf – Herz – Hand“ werden die Einzelprojekte zu den ausgewählten Lehrplaninhalten von den Farmpädagogen spannend, spielerisch und praktisch aufbereitet.
Los ging es im Herbst passend zur Jahreszeit mit dem „Apfelsaftprojekt“: Die Schulkinder mussten Äpfel waschen, klein schneiden, die Stücke in den zwei kleinen Keltern der Farm quetschen, den Apfelsaft auffangen – und durften schließlich den Trester an die Schweine verfüttern. Bei „Wolle von Schafen“ wurde Wolle gewaschen, getrocknet, kadiert und gekämmt, dann stellten die Mädchen und Jungs jeder eine schöne Filzkugel her. Bei „Buttern und Käsen“ schüttelten die Schulkinder zuerst Sahne solange in kleinen Gläsern, bis sich Butter und Buttermilch trennten, dann wurde mit Hilfe von Lab und Rohmilch Käse angesetzt und hergestellt. Als letztes „Lehrstück“ kommt vor den Sommerferien noch „Vom Korn zum Brot“ dran.
Pädagogenteam
Das Farmteam ist jedenfalls prädestiniert für solche Projekte: Mit Barbara Schulte hat die Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing seit 1993 eine Pädagogin und Sozialwirtin als Leiterin; die Kinderpflegerin und preisgekrönte Hasenzüchterin Traudl Seubert hat nicht nur langjährige Erfahrungen rund um die Pflege der Nutz- und Streicheltiere, sondern begleitete auch schon unzählige Kinder bis zur Berufswahl; seit Anfang des Jahres verstärkt der Sozialpädagoge Bernhard Stockert als gelernter Landwirt das Team – und Forstwirt und Schreinermeister Tilo Scholze ist nicht nur Fachmann bei der Verarbeitung von Holz in der farmeigenen Werkstatt, sondern kennt auch die komplexen Zusammenhänge im Ökosystem Wald samt Wildbiologie.
Geöffnet ist die Münchner Kinder- und Jugendfarm in Neuaubing (Wiesentfelser Str. 59) in der wärmeren Jahreszeit von Dienstag bis Freitag von 12.30 bis 18 Uhr, samstags und in den Schulferien von 10 bis 18 Uhr; vormittags werden Projekte und Führungen für Gruppen (Kindergärten, Horte, Schulklassen, Interessenten aus der Erwachsenenbildung usw.) durchgeführt. Informationen zu allen Projekten und Angeboten gibt es unter www.jugendfarm.org, unter Tel. 8711287 sowie per E-Mail: info@jugendfarm.org.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Neuaubing |
| Woche: | 22 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
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