| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Pullach |
| Woche: | 21 - 2010 |
| Autor: | pfe |
Der Stolz auf seinen Mitarbeiter war Peter Wendt sichtlich anzusehen. Der Direktor des Kursana Domizils überreichte vor einiger Zeit Zoran Kondic die Urkunde für zehnjährige Zugehörigkeit im Unternehmen: „Herr Kondic hat dieses Haus von Anfang an, seit 2000, begleitet. Er hat so manche unserer Senioren durch gute und schlechte Zeiten geführt. Und er hat sich in seinem Beruf, der den ganzen Menschen tagtäglich fordert, erfolgreich und mit nicht nachlassendem Engagement stetig hochgearbeitet.“
Ein Lob, das dem ehemaligen Kriegsflüchtling aus Jugoslawien sichtlich gut tut. "Ich habe es geschafft, aus kleinen Anfängen hier in Deutschland, mir eine Existenz bei Kursana aufzubauen", berichtet Kondic stolz.
Im Januar 2000 begann er seine Tätigkeit im damaligen "Hospitalia Care-Seniorenheim" in Pullach als Pflegehelfer auf der "Beschützenden Station", auf welcher demente Bewohner leben. "Es war anfangs nicht einfach, mit den erkrankten Senioren für mich. Aber ich habe gemerkt, dass man mit Geduld auch bei ihnen viel erreichen kann." Sein Interesse für den Pflegeberuf war damit nachhaltig geweckt. Im Lauf der kommenden Jahre schult er zur Pflegefachkraft um, setzt 2007 noch eine weitere Qualifikation darauf und wird "Verantwortliche Pflegefachkraft".
Heute ist er stellvertretender Wohnbereichsleiter auf der "Beschützenden Station" des Kursana Domizils. "Mir gefällt die Arbeit mit diesen Menschen", sagt Kondic. "Natürlich braucht's dafür gute Nerven und viel Geduld. Aber sie geben einem ja auch viel zurück. Ein dankbares Lächeln, eine Umarmung, wenn ich auf die Station komme. Das entschädigt auch für manchen Stress."
Der Pflegeberuf stelle ihn täglich vor neue Herausforderungen: "Wenn neue Bewohner auf die Station kommen schaue ich sie mir ganz genau an, um sie so optimal wie möglich in die Gemeinschaft zu integrieren." Die Nähe zum Menschen, die Möglichkeit konkret zu helfen, die fasziniert den 49-Jährigen auch nach zehnjähriger Tätigkeit immer noch. "Ich kann mir für mich keinen erfüllenderen Beruf vorstellen."
Sein Direktor ergänzt: „Mitarbeiter wie ihn braucht die Pflege in Zukunft. Geschulte Fachkräfte, die mit viel Sachverstand und Engagement für unsere Senioren da sind. Meine Erfahrung, nicht nur mit Herrn Kondic, ist, dass gerade ausländische Mitarbeiter sich im Berufsfeld Pflege hervorragend bewähren.“
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Pullach |
| Woche: | 21 - 2010 |
| Autor: | pfe |
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