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29.06.2010 - 09:48 Uhr
 

„Fit und Fair“

Sommerfest mit Bundesjugendspielen an der Kleinfeldschule

Münchner Wochenanzeiger : Bewährt haben sich beim Sommerfest wieder einmal die auf dem Dach der neuen Schulturnhalle untergebrachten Laufbahnen, auf denen die Kinder viele Ausdauerrunden drehten. (Foto: Eva Schraft)
 
Bewährt haben sich beim Sommerfest wieder einmal die auf dem Dach der neuen Schulturnhalle untergebrachten Laufbahnen, auf denen die Kinder viele Ausdauerrunden drehten. (Foto: Eva Schraft)

Bei schönstem Wetter herrschte am Freitagnachmittag in und auf der Sporthalle, in der Aula und auf dem gesamten Außengelände der Germeringer Grundschule an der Kleinfeldstraße Hochbetrieb: Rektorin Anita Bock und Konrektorin Elisabeth Mucha sowie das gesamte Lehrerkollegium und der Elternbeirat hatten die Schülerinnen und Schüler aller 16 Klassen, deren Geschwister, Eltern und sonstigen Verwandten zum großen Sommerfest eingeladen. Eingebunden in dieses Sommerfest unter dem Motto „Fit und Fair“ waren die sogenannten Alternativen Bundesjugendspiele, für die bei 16 Stationen, an denen es Gruppenspiele oder sportliche Wettkämpfe zu absolvieren galt, lediglich die kindgerecht angebotenen vier Disziplinen Ausdauerlauf, Springen, Werfen und Laufen verpflichtend waren.

Für nicht mehr zeitgemäß halten viele Pädagogen die bereits im Jahr 1951 eingeführten Bundesjugendspiele für einen modernen Schulsport. Bemängelt wird schon seit längerem die Leistungsorientierung, die nicht so sportliche Kinder noch mehr demotiviert; dann gerieten die Bundesjugendspiele mit den Grundsportarten Turnen, Schwimmen und Leichtathletik zunehmend zu einem reinen, für die Begabung vieler Schüler/innen einseitigen Leichtathletikwettkampf. Letztere Form der Bundesjugendspiele wurde außerdem von vielen Kindern und Jugendlichen als „Wartespiele“ empfunden, denn bei jeweils drei Weitsprüngen und Würfen sowie einem Sprint stehen die Schüler überwiegend herum – einen ganzen Vormittag lang bewegen sie sich durchschnittlich 45 Sekunden!

Alternative Bundesjugendspiele

Das sah bei den Alternativen Bundesjugendspielen an der Kleinfeldschule ganz anders aus: Dank der Mitarbeit des gesamten Lehrerkollegiums, des Elternbeirats und sehr vieler zusätzlicher Eltern konnten 16 Spiel- und Sportstationen besetzt werden. Jedes Kind bekam zu Beginn ein gelbes Faltblatt umgehängt, auf dem es sich an allen Stationen einen Stempel holen konnte. Obligatorisch für die Bundesjugendspiele waren nur die vier Disziplinen Ausdauerlauf, Springen, Werfen und Laufen. Doch auch hier gab es spielerische Formen: Beim Springen galt es wie ein Frosch von Ring zu Ring zu hüpfen, beim Werfen musste gezielt werden und das Sprinten war als Hindernislauf gestaltet.

An Bewegung mangelte es den Mädchen und Jungen bei diesem gemeinsam gefeierten Sportfest jedenfalls nicht, dafür sorgten Basket-, Fuß- und Volleyball, verschiedene Kletterangebote, Staffelläufe wie „Wassertransport“ oder „So viel Wäsche“, Geschicklichkeitsspiele und Klassiker wie „Hüpfkästchen“ oder Stelzenlauf. Zwischendurch konnten sich Schülerinnen, Schüler und Eltern am riesigen Büfett stärken, das jede Menge Kuchen, Salate, salziges Gebäck, belegte Brote und viel Obst bot. Der Verkauf wurde vom Elternbeirat organisiert, denn der gesamte Erlös kommt nun der Schulhausverschönerung zu Gute.