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20.04.2010 - 13:03 Uhr
 

Chancen auf Ausbildung nutzen

Umfrage der DIHK und IHK unter Ausbildungsbetrieben

Münchner Wochenanzeiger : Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses hat für Betriebe entscheidenden Einfluss auf die Ausbildungsentscheidung. (Foto: Karl-Heinz Laube/www.pixelio.d)
 
Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses hat für Betriebe entscheidenden Einfluss auf die Ausbildungsentscheidung. (Foto: Karl-Heinz Laube/www.pixelio.d)

Der DIHK und die Industrie- und Handelskammern haben zu Beginn dieses Jahres mehr als 15.000 Unternehmen zu ihren Ausbildungsplänen und -motiven befragt. Trotz Wirtschaftskrise konnte auch 2009 mehr als jedes fünfte Unternehmen nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. In den neuen Bundesländern hat bereits jedes dritte Unternehmen Besetzungsschwierigkeiten. Damit blieben etwa 50.000 Ausbildungsplätze im Jahr 2009 unbesetzt, weil geeignete Bewerbungen fehlten.

Für mehr als die Hälfte der Betriebe hat mittlerweile die Sicherung des Fachkräftenachwuchses entscheidenden Einfluss auf ihre Ausbildungsentscheidung. Das zeigt nachdrücklich, wie sehr die Unternehmen die demografische Entwicklung als unternehmerische Herausforderung annehmen. 15 Prozent der Unternehmen wollen mehr ausbilden, 25 Prozent weniger, 60 Prozent halten ihr Ausbildungsangebot aufrecht. Damit halten drei von vier Unternehmen ihr Ausbildungsplatzangebot stabil oder vergrößern es sogar.

Fast drei Viertel der Unternehmen nennen an erster Stelle die mangelnde Ausbildungsreife. Die Unternehmen beklagen insbesondere unzureichende schulische Qualifikationen und mangelnde persönliche Kompetenzen bei den Ausbildungsplatzbewerbern. Die Betriebe sind zunehmend unzufrieden mit der Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und Disziplin der Bewerber. Bei diesen „soft skills“ ist – neben der Schule – auch das Engagement der Eltern gefragt, damit ihre Kinder in Schule und Ausbildung erfolgreich sein können.

Deutlich mehr als die Hälfte aller Ausbildungsbetriebe organisiert in unterschiedlichen Formen Nachhilfe im Unternehmen. Auch die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Arbeitsagenturen werden rege genutzt (31 Prozent der Betriebe). Andere Betriebe (18 Prozent) helfen, die Ausbildungsreife schon vor Beginn der Ausbildung zu verbessern. Sie ermöglichen Schülern über einen längeren Zeitraum hinweg wöchentliche Praxistage im Betrieb.

www.dihk.de

 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Woche: 16 - 2010
Autor: red
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