| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Germering |
| Woche: | 16 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
Erstmals fand in diesem Jahr ein Austausch zwischen Schülern des Gymnasiums im italienischen Cecina und des Max-Born-Gymnasiums (MBG) statt. Während die deutschen Jugendlichen bereits Ende Februar/Anfang März für eine Schulwoche in Cecina weilten, statteten nun in der vergangenen Woche 20 Austauschschüler/innen aus der toskanischen Stadt ihren zehntägigen Gegenbesuch ab. Begleitet wurden sie von ihrer Deutschlehrerin Elena Casi und von Sabine Mildner, Deutsch-Lektorin an der Schule. Seit 1989 ist Cecina die Partnerstadt der Nachbargemeinde Gilching. Zustande gekommen ist der Austausch, weil MBG-Schulleiter Robert Christoph im letzten Jahr bei der Jubiläumsfeier in Gilching einen Vortrag hielt. Anschließend hat er von seiner Suche nach einer italienischen Partnerschule erzählt – schon war der Kontakt zwischen MBG und Cecina hergestellt.
Die 20 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Naturwissenschaftlichen Gymnasiums in Cecina lernen seit drei Jahren Deutsch. In Germering hatten sie nun ein vielfältiges und interessantes Programm zu absolvieren: Eingeteilt in vier Gruppen zu ja fünf Schülern erhielten sie alle einen Stundenplan und nahmen im Max-Born-Gymnasium am Schulunterricht teil. So hatten sie auch am Freitagvormittag vor ihrem Besuch um 10.30 Uhr bei Oberbürgermeister Andreas Haas im Germeringer Rathaus bereits je nach Stundenplan Deutsch, Englisch oder Mathematik gelernt.
Am Tag zuvor waren sie vom Bürgermeister ihrer Partnerstadt Gilching empfangen worden, am Freitagnachmittag ging es noch zum Sightseeing nach München. Auf dem Programm der Austauschschüler aus Cecina standen unter anderem ein Besuch der KZ-Gedenkstätte in Dachau, die Besichtigung der Allianz-Arena, ein Tag in Augsburg und ein Rundgang durch das Deutsche Museum. Beim Besuch im Germeringer Rathaus äußerte sich die Deutschlehrerin Elena Casi sehr zufrieden mit dem Aufenthalt, ihre Schülerinnen und Schüler seien vom MBG und dessen Lehrern ganz begeistert. Auch MBG-Schulleiter Robert Christoph betonte, es sehe den Austausch als „Anfang einer Tradition“.
Oberbürgermeister Andreas Haas begrüßte Schüler und Lehrer mit einer italienischen Willkommensrede und erzählte, dass seine Tochter aufs MBG gehe und mit Begeisterung Italienisch lerne. Anschließend stellte er Germering mit rund 37.000 Einwohnern vor; Haas erwähnte historische Fakten, die Schulen, Freizeiteinrichtungen, soziale Einrichtungen und das große ehrenamtliche Engagement, das es in Germering gebe. Außerdem stellte er auch das Rathaus und die Stadtverwaltung vor sowie die Arbeit des Stadtrates.
„Tolle Verkehrsanbindung“
Lehrerin Casi entdeckte Gemeinsamkeiten mit Cecina: Ähnlich wie Germering sei auch ihre Stadt nach dem Krieg stark angewachsen – heute hat Cecina rund 25.000 Einwohner. Während die Toskana bekanntlicherweise ein unermesslicher Hort historischer und kultureller Sehenswürdigekeiten ist, handelt es sich bei der Stadt Cecina eher um eine junge Stadt. Cecina ist erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts am gleichnamigen Fluß Cecina entstanden und liegt rund 40 Kilometer südlich von Livorno am Tyrrhenischen Meer. Was sie und ihre Schüler ganz bemerkenswert finden, ist die tolle Verkehrsanbindung mit der S-Bahn, hob Casi hervor: „Das haben wir in Cecina leider nicht!“.
Vonseiten der Schüler kamen unter anderem Fragen nach der Wahl der Stadträte, wie das Stadtlogo entstanden ist oder welche Rolle die Nähe einer „Riesenstadt wie München“ spiele. Als eine Schülerin bemerkte, ihr gefalle es, dass Germering viel ruhiger sei als Cecina, insbesondere im Verkehr, aber in Cecina sei dafür das Wetter besser; erntete Haas viel Gelächter, als er erzählte, er habe vor 17 Jahren seine Hochzeitsreise in der Toskana verbracht – es habe 14 Tage lang geregnet.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Germering |
| Woche: | 16 - 2010 |
| Autor: | E.S. |
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