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06.02.2012 - 15:34 Uhr
 

„Zügige Abwicklung“

Steg zwischen Arnulfpark und Westend: BA 9 lehnt Fristverlängerung ab

Münchner Wochenanzeiger : Keine Verbindung: Wer vom Arnulfpark ins Westend will, muss entweder die Hacker- oder die Donnersbergerbrücke benutzen, um über die Gleise zu kommen. (Foto: sb)
 
Keine Verbindung: Wer vom Arnulfpark ins Westend will, muss entweder die Hacker- oder die Donnersbergerbrücke benutzen, um über die Gleise zu kommen. (Foto: sb)
Münchner Wochenanzeiger : An den Bahngleisen ist Schluss: Von der Helmholtzstraße aus soll ein Steg über die Gleise entstehen, fordert der BA und die "Bürgerarbeitsgruppe Arnulfpark". (Foto: sb)
 
An den Bahngleisen ist Schluss: Von der Helmholtzstraße aus soll ein Steg über die Gleise entstehen, fordert der BA und die "Bürgerarbeitsgruppe Arnulfpark". (Foto: sb)

Der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg (BA 9) verlangt die unverzügliche Errichtung des Steges zwischen Arnulfpark und Schwanthalerhöhe und lehnt die vom Baureferat beantragte Fristverlängerung bis zum 28. Dezember 2012 ab. Das Gremium „fordert nach 15 Jahren und bereits mehreren Fristverlängerungen eine zügige Abwicklung des Bauvorhabens.“

Das Baureferat reagierte mit der vorgeschlagenen Fristverlängerung auf zwei Anträge aus der Bürgerversammlung des 9. Stadtbezirks im November 2011. Man sei für das vorgesehene Plangutachterverfahren aufgrund der Höhe des zukünftigen Auftragswertes verpflichtet eine europaweite Ausschreibung für die Planungsleistungen durchzuführen, heißt es hierzu aus dem Baureferat. Dazu habe man erst Fragen zum vergaberechtlichen Verfahren klären müssen, da bei diesem kombinierten Verfahren der Ablauf nicht eindeutig standardisiert beziehungsweise geregelt sei. Die Vorbereitungsarbeiten hierzu stünden nun kurz vor dem Abschluss, so dass das Verfahren demnächst eingeleitet werden könne. Die beiden Empfehlungen aus der Bürgerversammlung sollen nach Ansicht des Baureferats im Stadtrat erst behandelt werden, wenn das Ergebnis des Plangutachtens feststehe und der Stadtrat über das Projekt entscheide. Daher habe man die Fristverlängerung bis zum 28. Dezember beantragt. Dies geht dem BA 9 allerdings entschieden zu weit. Deshalb hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung eine Fristverlängerung entschieden abgelehnt.

"Grundlegende und unaufhebliche Forderung"

Auf der Bürgerversammlung Ende letzten Jahres forderte Lilo Roth von der „Bürgerarbeitsgruppe Arnulfpark“ den unverzüglichen Bau des zentralen Stegs zwischen Arnulfpark und Westend. Der Verbindungssteg für Fußgänger und Radfahrer müsse sofort errichtet werden, „also der Verbindungssteg zwischen Helmholtzstraße, Arnulfpark und Bergmann- / Fäustlestraße im Westend über die Bahngleise, inklusive Anschluss an die S-Bahn-Station“, betonte Roth. Die Verbindung der Stadtteile via Fußgänger- und Fahrradsteg sei eine „grundlegende und unaufhebliche Forderung der Struktur- und Fachkonzepte für den Gesamtraum“ gewesen, „das im Jahr 2000 veröffentlicht wurde“. Schon 2006 und 2009 seien hierzu Anträge in der Bürgerversammlung gestellt worden. „Leider ist mit dem Bau der Brücke immer noch nicht begonnen worden“, klagt Roth.

"Starke Trennwirkung"

Sie forderte auf der Bürgerversammlung den sofortigen Bau des Steges, weil unter anderem die Hauptverkehrsstraßen und die Bahnanlagen „für Fußgänger und Radfahrer eine sehr starke Trennwirkung“ haben. Zudem bilde das Viertel Arnulfpark aufgrund dieser Trennwirkung einen abgeschlossenen Bereich, dieses führe zu einer „Ghettosituation“. Es bestehe außerdem eine schlechte Verkehrssituation für die Bürger, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad die nächsten Brücken – Hacker- und Donnersbergerbrücke – überqueren wollen, „eine Überlastung existiert bereits jetzt“, so Roth weiter. Auch sei der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) mittlerweile eröffnet, „deswegen fahren noch mehr Fahrräder zur Hackerbrücke und parken großenteils auf dem Fußweg…“ Nach Ansicht der Bürgerin werden dadurch die Fußgänger stark behindert, weil zum Beispiel ein Durchkommen mit Kinderwagen kaum möglich sei.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuhausen
Woche: 06 - 2012
Autor: SB
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