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08.11.2010 - 11:42 Uhr
 

„Weitere Anbindung nicht erforderlich“

Wegweisende Beschilderung zum Hirschgarten / Verbindungsweg abgelehnt

Münchner Wochenanzeiger : Ortsunkundigen Besuchern soll der Weg von der neuen S-Bahn-Station Hirschgarten in den Hirschgarten angezeigt werden. (Foto: sb)
 
Ortsunkundigen Besuchern soll der Weg von der neuen S-Bahn-Station Hirschgarten in den Hirschgarten angezeigt werden. (Foto: sb)

Eine wegweisende Beschilderung der neuen Grünflächen im Bereich der Hirschgartenerweiterung, des Pionierparks und der Grünen Fugen ist in Vorbereitung. Dies teilte das Baureferat (Gartenbau) dem Bezirksauschuss Neuhausen-Nymphenburg in einem Schreiben mit. Insbesondere soll ortsunkundigen Besuchern der Weg von der neuen S-Bahn-Station Hirschgarten in den Hirschgarten angezeigt werden. Die Aufstellung der Schilder erfolgt nach Angaben des Baureferats durch den Erschließungsträger Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG so bald wie möglich.

Kein Verbindungsweg

Der Bau eines vom BA 9 geforderten Verbindungsweges sei zum Zeitpunkt der Bauarbeiten für die Hirschgartenerweiterung durch die Untere Naturschutzbehörde (UNB) allerdings nicht genehmigt worden. Das Baureferat hatte die UNB noch einmal um Stellungnahme gebeten. Die UNB lehnt demnach die geplante Verbindung zum Elefantenspielplatz weiterhin ab. „Der Spielplatz ist unseres Erachtens sehr gut von den neuen Wohngebieten aus erreichbar. Eine weitere Anbindung ist nicht zwingend erforderlich und würde den ökologisch hochwertigen Randbereich des Landschaftsschutzgebietes Hirschgarten beeinträchtigen.“ Die UNB befürchtet, dass die dann notwendigen Verkehrssicherungsmaßnahmen zum Verlust des alten Baumbestandes führen würden.

Bereits die Anlage des parallel zum Parkplatz liegenden Weges auf einer ausgewiesenen Ausgleichsfläche – für den Bau des Wasserrückhaltebeckens – sei nicht mit der UNB abgestimmt worden. „Wir halten die neu angelegten Wege parallel zur Bahnachse für den schnellen Fahrradverkehr für ausreichend und geben zu bedenken, dass durch einen Ausbau entlang des Hirschgartens gefährliche Situationen speziell für schwächere Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel Eltern mit Kleinkindern auf dem Weg zum Spielplatz entstünden“, so die UNB weiter.

Inzwischen seien der Hirschgarten und besonders der Elefantenspielplatz gut durch den Durchstich erreichbar. Einer weiteren Fragmentierung des Hirschgartens durch zusätzliche Wege steht die UNB nach eigenen Angaben im Hinblick „auf die zu erwartende Schädigung von wertvollem altem Baumbestand ablehnend gegenüber.“ Der Bau des Verbindungsweges ist aufgrund der Haltung der UNB für das Baureferat daher nicht möglich.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuhausen
Woche: 45 - 2010
Autor: SB
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