| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 26 - 2011 |
| Autor: | SB |
In einem Antrag bitten Sie die Landeshauptstadt zu prüfen, ob auf der Südseite des Hirschgartens im Bereich der neu geschaffenen Spiel- und Freiflächen ein Platzhaus für die neuen Bewohner errichtet werden kann. Wie kamen Sie auf die Idee?
Barbara Marc: Als ich meinen in Berlin lebenden Sohn besuchte, zeigte er mir das Spielgelände am Teutoburger Platz mit dem Platzhaus, das zu DDR-Zeiten wohl ein Milchladen gewesen ist. Schon kurz nach der Wende haben sich dort Nachbarn zusammen gefunden und einen Verein gegründet, der sich um die Verschönerung des Spielgeländes und künftige Nutzung des Häuschens gekümmert hat. Letzte Woche konnte ich wieder beobachten, was sich dort alles abspielt: vom Kindergeburtstag über Aufräum- und Pflanzaktionen bis zum Ferienprogramm für Kinder, Musik- und Kulturveranstaltungen für jedes Alter. So etwas könnten wir in München doch auch gebrauchen. Insbesondere im Neubaugebiet am Hirschgarten/Birketweg. Denn dort hat die Stadt, wie mir von der Sozialplanung bestätigt wurde, keinen Bewohnertreff vorgesehen. Es ist aber sicher keine Fehlinvestition, wenn hier, auf städtischem Grund und in Nachbarschaft zum Betriebsgebäude des Wasserwirtschaftsamtes, ein kleiner Bau errichtet würde.
Welche Vorteile sehen Sie für die Bewohner, wenn es ein Platzhaus geben würde?
Die Stadt hat auch in diesem Neubaugebiet wieder dafür gesorgt, dass 30 Prozent der Wohnungen im geförderten Wohnungsbau errichtet werden müssen. Das führt zu einer gewissen Mischung der Sozialstruktur – was ich sehr begrüße. Wenn es, praktisch in der Mitte der beiden Baugebiete Hirschgarten und Birketweg, ein Platzhaus geben würde, könnten sich dort Aktivitäten aus beiden Wohngebieten entwickeln. Und zwar für jedes Alter – wie in Berlin. Das Gebäude selbst kann in einfacher Bauweise errichtet werden – ähnlich wie das Betriebsgebäude. Die Nutzung bereits bestehender Anschlüsse würde die Baukosten senken, ebenso wie eine einfache, robuste Innenausstattung. Unverzichtbar sind lediglich Heizung, Toiletten und eine Kücheneinrichtung. Der größere Raum sollte kaum möbliert sein, um variable Nutzungen zu ermöglichen.
Das Wohngebiet Hirschgarten ist ja zum größten Teil schon bezogen. Sind Sie mit der Realisierung des Gebietes zufrieden?
Vor allem hoffe ich, dass die neuen Bewohner zufrieden sind. Wir haben seit 1996 an Planungsgesprächen teilgenommen und Ideen entwickelt, mussten aber feststellen, dass auch hier die „Marktgesetze“ regieren. Gern wird bei Kritik an der Dichte auf den Hirschgarten verwiesen. Der wird aber heute schon intensiv genutzt, zum Beispiel von den Bewohnern aus dem „alten“ Neuhausen. Auch deshalb brauchen wir das Platzhaus im Bereich der sogenannten „Hirschgartenerweiterung“: um den Hirschgarten selbst zu entlasten und diesen Bereich zu beleben. Mit der schönen Skater-Anlage und den Bolzplätzen ist ja schon ein Anfang gemacht.
Was gefällt Ihnen am Wohngebiet Hirschgarten besonders gut?
Die gute Verkehrsanbindung und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, nicht zu vergessen Münchens schönsten Biergarten!
Was könnte noch verbessert werden? Was fehlt?
Das „Hirschgarten-Haus. Vom Baureferat wurde eine Antwort angekündigt, ich habe sie aber noch nicht erhalten.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel |
| Woche: | 26 - 2011 |
| Autor: | SB |
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