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17.01.2012 - 09:10 Uhr
 

Vertrackte Lage

Ortstermin an der Marsopbrücke mit Diskussion um die Sprunginsel

Münchner Wochenanzeiger : Beim Ortstermin: in der Mitte BA-Mitglied Romanus Scholz, Maria Ecke-Bünger und Klaus Werner Heuschen von der IGOM sowie Peter Geck (v.l.) (Foto: US)
 
Beim Ortstermin: in der Mitte BA-Mitglied Romanus Scholz, Maria Ecke-Bünger und Klaus Werner Heuschen von der IGOM sowie Peter Geck (v.l.) (Foto: US)

Bis zum Frühjahr bleibt die provisorische Sprunginsel auf der „Marsopbrücke“. Die Forderung nach einer geeigneten Querungshilfe, ob nun Zebrastreifen, Drückampel oder Sprunginsel, hielt schon einige Schülergenerationen der Oselschule im Gespräch mit den Stadtverantwortlichen. Und auch Anwohner beschwerten sich des Öfteren im Bezirksausschuss über die schwer zu überquerende Marsop-/Offenbachstraße.

Doch erst die energischen Forderungen der Interessensgemeinschaft Meyerbeer-/Offenbachstraße e.V. (IGOM) verhalfen der Querungshilfe Anfang November zur Realisierung. Bei aller Freude über den Erfolg kritisierte der Verein einige problematische Punkte. Vor allem die Lage der Sprunginsel in der Mitte der Brücke, die schlechte Ausleuchtung und die geringe Breite führte zu vielen Einwänden von Seiten der IGOM wie auch von Anwohnern.

„Die derzeitige Aufstellung erscheint in gewissem Maße gefährlich, da bei Dunkelheit die Inselteile schwer erkennbar sind“, argumentierte Maria Ecke-Bünger, die Vorsitzende des Vereins. „Man sollte doch meinen, dass auch ohne Geschwindigkeitsvorgaben eine gewisse Rücksichtnahme selbstverständlich wäre. Auch werden Radfahrer nicht über den Bordstein fahren oder schieben.“

Insel und Zebrastreifen?

Zum Ortstermin mit dem BA, KVR und dem Baureferat blieb genügend Zeit, das Für und Wider eines breiteren Querungsstreifens und eines eventuellen Zebrastreifens zu diskutieren. Peter Geck vom KVR zeigte viel Verständnis: „Wir haben hier eine wirklich vertrackte Straßenlage“, meinte er. Nach Norden folgten sofort die Bushaltestellen und außerdem verenge sich die Straße, so dass eine Verschiebung der Sprunginsel nach Norden kaum in Frage kommt.

„Dazu müssten wir auch die Haltestellen verlegen.“ Außerdem bleibe zu überlegen, wie man der Straßenverengung Herr werde, „denn für größere Fahrzeuge oder Gelenkbusse wird das Drumherumfahren schon schwieriger.“ Das Bauliche müsse einfach passen, bevor eine endgültige Lösung umgesetzt werde, so Geck.

Auch die anwesenden Mitarbeiter aus dem Baureferat stimmten dem zu. Fünf Meter Sprunginsel, Extrabeleuchtung, Fahrbahnabsenkungen, Beschilderungen, Haltestellenverlegung – da kämen schnell über 100.000 Euro zusammen. „Den Zebrastreifen prüfen wir gesondert. Entschieden wird aber heute sowieso nichts“, fasste Geck zusammen. „Wir sind nur hier, um uns ein Bild zu machen.“

Nur mit Tempo 30

Der nächste Schritt in Richtung befestigte Querungshilfe ist ein detaillierter BA-Antrag ans Baureferat. Im Baureferat erfolgt die Prüfung und die Weiterreichung an den Stadtrat, „je nachdem wie hoch die Realisierungskosten sein werden“, erklärte Geck.

Für die IGOM war klar: „Die sicherste Lösung wäre eine Sprunginsel mit Zebrastreifen und Tempo 30 auf der Strecke“, so Ecke-Bünger. „Das gehört alles zusammen.“ Und über die Tempolimitierung auf dem gesamten Strecke berät der Stadtrat bereits im Frühjahr, unabhängig davon welche Querungsmöglichkeit künftig den Fußgängern und Radfahrern über die „Marsopbrücke“ hilft. Und IGOM-Mitglied Stephan Suxdorf fasste zusammen: "Das Engagement aller Beteiligten auch des KVR und des Baureferats stimmt mich hoffnungsvoll, dass die derzeitige gefährliche Situation möglichst bald entschärft und eine annehmbare Lösung für eine sinnvolle Querungshilfe gefunden wird."

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Pasing-Obermenzing
Woche: 03 - 2012
Autor: U.S.

Rathaus Pasing

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81241 München-Pasing

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