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20.09.2010 - 17:01 Uhr
 

Unikat besucht Sendlinger Kulturschmiede

Vom Nebelhorn zum Sendlinger Berg

Münchner Wochenanzeiger : Hohe Fotokunst zeigt Johann Fritz Seeweg in der Sendlinger Kulturschmiede. (Foto: Foto: Seeweg)
 
Hohe Fotokunst zeigt Johann Fritz Seeweg in der Sendlinger Kulturschmiede. (Foto: Foto: Seeweg)

„2 x 2 = 4 km² NEBELHORNein Stück dieser Erde“ – Johann Fritz Seeweg ist kein Unbekannter. Schließlich zählt der Fotograf, Litarat, Musiker, Seilbahntechniker und Sprachforscher zu den vielseitigsten Persönlichkeiten seiner Region.

Im Allgäu ist Seeweg zu Hause und hat es auch nie verlassen. Womöglich hat er auch genau deshalb den ganz besonderen Blick, um als Fotografenmeister seine Heimat in Schwarzweiß-Fotos festzuhalten. Und schon Marie von Ebner-Eschenbach sagte „Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.“ – So bringt Seeweg auch als Mundartdichter hintergründig-kritische Prosa, Gedichte und absurde Wortspiele zu Papier. Im Musikalischen hat es ihm Jimmy Hendrix besonders angetan - seitdem lassen ihn die Gitarre und auch der Blues nicht mehr los. Seine ersten Texte im Allgäuer Dialekt entstanden daher zu Hendrix-Songs. In den Clubs seiner Region genießt der „Hendrix des Allgäus" Kultstatut.

Dass er alles mit Leidenschaft anpackt, merkte man auch bei der Vernissage am Freitag, 10. September, die mit Lyrik und Blues überraschte. Die Bilder seiner Ausstellung entstanden alle rund um das Nebelhorn, zu dem der Künstler einen ganz besonderen Bezug hat. Schließlich ist er direkt „unter“ der Nebelhornbahn aufgewachsen. Der Berg ist für ihn ein Ort des Rückzugs, der Inspiration und des Sinnierens – und genau das spiegelt sich in seinen Bildern. Mit der „hohen“ Fotokunst hat sich die Sendlinger Kulturschmiede ein Highlight in die Räume geholt, das man gesehen haben muss – bis einschließlich 29. September ist die Ausstellung von Di bis Fr, 19-21 Uhr und am So, 11-13 Uhr geöffnet. Danach geht es wieder zurück … in die Heimat.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Sendlinger Anzeiger
Sendling
Woche: 38 - 2010
Autor: stf
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