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31.01.2012 - 10:54 Uhr
 

Stadtrat hat entschieden

Das Bürgerbüro bleibt vorerst in der Leonordstraße

Münchner Wochenanzeiger : Das Bürgerbüro in der Leonrodstraße bleibt vorerst bestehen. Dies hat der Stadtrat in der vergangenen Woche entschieden. (Foto: sb)
 
Das Bürgerbüro in der Leonrodstraße bleibt vorerst bestehen. Dies hat der Stadtrat in der vergangenen Woche entschieden. (Foto: sb)
Münchner Wochenanzeiger : Geplant war, das Neuhauser Bürgerbüro nach Moosach zu verlagern. Genauer gesagt in die Hanauer Straße 1, Ecke Dachauer Straße. (Foto: sb)
 
Geplant war, das Neuhauser Bürgerbüro nach Moosach zu verlagern. Genauer gesagt in die Hanauer Straße 1, Ecke Dachauer Straße. (Foto: sb)

Gute Nachricht für alle Neuhauser: Das Bürgerbüro in der Leonrodstraße bleibt vorerst bestehen. Die Verlagerung des Ganzen nach Moosach „ist im Stadtrat mehrheitlich abgelehnt worden“, erklärt Daniela Schlegel vom Kreisverwaltungsreferat (KVR) auf Anfrage des Werbe-Spiegels. „Es wird aber weiter nach einem geeigneten Standort gesucht.“ Abgelehnt wurde der Umzug unter anderem auch aus Kostengründen. Der Mietvertrag für das Bürgerbüro in der Leonrodstraße läuft bis 2015, der Vermieter war allerdings nicht bereit, den Vertrag vor Ablauf aufzulösen. „Natürlich war das auch Thema im Stadtrat. Schließlich hätte man dann für einen Leerstand bezahlen müssen“, sagt Schlegel. Zumal man keine geeignete Zwischennutzung habe finden können.

„Unbefriedigender Zustand“

Nach Angaben der KVR-Sprecherin ist es nach wie vor das Ziel, „den unbefriedigenden Zustand für die Mitarbeiter und die Bürger zu verbessern“, so Schlegel. „Das Bürgerbüro in der Leonrodstraße bietet unter anderem zu wenig Platz. Zum Teil müssen die Leute bis auf die Straße anstehen.“ Deshalb habe man immer noch vor, so schnell wie möglich „eine andere Örtlichkeit zu finden.

Schon vor der Sitzung des Stadtrats hatten sich CSU-Stadträtin Elisabeth Schmucker und ihr Parteikollege und Mitglied des Bezirksausschusses Neuhausen-Nymphenburg (BA 9), Wolfgang Schwirz, beklagt, dass die unter Missachtung des BA 9 verfügte Verlagerung des Bürgerbüros vom Rotkreuzplatz nach Moosach die Stadt München richtig viel Geld koste. „Denn der Mietvertrag für den Standort Leonrodstraße läuft noch bis 2015 und der Vermieter ist nicht bereit, auf seine Einnahmen aus diesem langfristigen Vertrag zu verzichten“, erklärten die beiden CSU-Politiker in der vergangenen Woche. Es wäre „ein Skandal“ gewesen, wenn „hier die Stadt München die Interessen der Neuhauser und Nymphenburger Bürger ignoriert“ hätte – gerade auch im Hinblick der Verschwendung von Steuergeldern.

Klammheimlich

Ursprünglich habe die Stadt München einen neuen Standort in Neuhausen gesucht und an der Landshuter Allee auch gefunden. Dem Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg sei dieser Standort als „bestmöglicher Standort“ vorgestellt worden, so dass das Gremium diesem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt habe. Die dann durch Zufall bekanntgewordene Absicht, das Bürgerbüros nach Moosach zu verlagern, sorgte im BA 9 für große Aufregung und Unverständnis. „Klammheimlich und hinter dem Rücken des Neuhauser Bezirksausschusses wurde der Umzug nach Moosach festgezurrt“, erklärten Schmucker und Schwirz weiter. Sie betonen, dass Neuhausen „mit der Verlagerung des Bürgerbüros nach der Bezirksinspektion und der BA-Geschäftsstelle die letzte zentrale städtische Anlaufstelle im Viertel“ verloren hätte.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Neuhausen
Woche: 05 - 2012
Autor: SB
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