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16.03.2010 - 12:34 Uhr
 

„Viele an einem Tisch“

Stadtteilladen im Rückgebäude der Spiegelstraße 9 eröffnet

Münchner Wochenanzeiger : „Unsere Kommunikationsschnittstelle“, nannten Stadtteilmanager Christian Bitter (Mitte) und sein Mitarbeiter Björn Huxoll (re.) das neue Büro in der Spiegelstraße 9. Bulwien-Mitarbeiter Johannes Krick (li.) ist für das Pasinger Einzelhandelskonzept verantwortlich.
 
„Unsere Kommunikationsschnittstelle“, nannten Stadtteilmanager Christian Bitter (Mitte) und sein Mitarbeiter Björn Huxoll (re.) das neue Büro in der Spiegelstraße 9. Bulwien-Mitarbeiter Johannes Krick (li.) ist für das Pasinger Einzelhandelskonzept verantwortlich.
Münchner Wochenanzeiger : Für die Einzelhändler und Gewerbetreibenden will Christian Bitter stets ein offenes Ohr haben. Wie hier im Gespräch mit den Apothekern Stefanie Igl-Obermüller und Konrad Obermüller hörte er sich während der Eröffnungsveranstaltung die ernsten Sorgen zu sinkenden Umsätzen und zur schlechten Infrastruktur inklusive mangelnden Parkplätzen an.
 
Für die Einzelhändler und Gewerbetreibenden will Christian Bitter stets ein offenes Ohr haben. Wie hier im Gespräch mit den Apothekern Stefanie Igl-Obermüller und Konrad Obermüller hörte er sich während der Eröffnungsveranstaltung die ernsten Sorgen zu sinkenden Umsätzen und zur schlechten Infrastruktur inklusive mangelnden Parkplätzen an.
Münchner Wochenanzeiger : BA-Vorsitzender Christian Müller (li.) nannte den Stadtteilladen eine Aufwertung Pasings, hoffte auf ein Ende der Grundsatzdiskussionen und freute sich auf einen positiven Prozess der Stadtgestaltung. In der Mitte Jutta Nestler, Vorsitzende des Vereins Aktives Pasing e.V.
 
BA-Vorsitzender Christian Müller (li.) nannte den Stadtteilladen eine Aufwertung Pasings, hoffte auf ein Ende der Grundsatzdiskussionen und freute sich auf einen positiven Prozess der Stadtgestaltung. In der Mitte Jutta Nestler, Vorsitzende des Vereins Aktives Pasing e.V.

„Einen besseren Start hätten wir uns nicht wünschen können“, freute sich Pasings neuer Stadtteilmanager Christian Bitter. Schon vor der Ladeneröffnung sei sein Terminkalender voll gewesen. „Ich bin ab jetzt Ihre Anlaufstelle für Ihre Wünsche für Pasing und genauso für Ihre Sorgen und Nöte.“ In dem Sinne nannte er sein Büro einen „Kristallisations- und Kommunikationspunkt, in dem die Ideen für ein zukünftiges Pasing integriert werden“.

„Gerade weil die tatsächliche Stadtteilumgestaltung noch vor uns liegt, können wir jetzt schon mit der Umsetzung der Pläne beginnen.“ Dagegen sprach sich BA-Vorsitzender und Stadtrat Christian Müller (SPD) bei aller Freude für das neue Stadtteilbüro für mehr Taten aus: „Am Ende des gesamten Umgriffs werden in Pasing eine halbe Milliarde Euro investiert sein. Deshalb sollten wir die Zeit der kritischen Diskussionen endlich hinter uns lassen. Grundsätzliches steht jetzt einfach nicht mehr zur Debatte.“

Eldorado für Ideen

In seine neue Funktion ist Bitter von der Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (mgs) gehoben worden, die bereits die Vereinsgründung der Einzelhändler moderiert hat und das Entwicklungsprogramm Aktive Stadt in Pasing voranbringt.

„Wir wollen die Ideen vernetzen und möglichst ganz viele Leute an einen Tisch bringen. Darin sehen wir die Aufgabe des Stadtteilmanagers“, erklärte mgs-Teamleiterin Andrea Giesemann, die für die Pasinger Gewerbetreibenden bereits eine alte Bekannte ist. So begreife mgs das Städteförderprogramm „Aktive Stadt“, das die maßgeblichen Fördergelder für die Pasinger Umgestaltung bereit stellt.

„Pasing ist kein Selbstläufer“

Ganz allein funktioniert das Stadtteilmanagement allerdings nicht. An Bitters Seite stehen daher Helfer vom Planungsbüro BulwienGesa GmbH und von der Städtischen Planungsgruppe 504. Dierk Brandt von der Gruppe 504 meinte zur Aufgabenverteilung: „Wir schauen auf Pasing als großes Ganzes und entwickeln Ziele.“ Dazu gehöre Kaufkraftbindung, Stützung der gewerblichen Kleinstruktur, optimales Straßen-Plätze-Verhältnis.

Bulwien wiederum mache konkrete Maßnahmevorschläge, „die sie im Gespräch mit Pasingern schon mal auf Herz und Nieren prüfen.“ Zur starken Region um den Bahnhof befürwortet Brandt ein adäquates Gegenstück. „Und das kann nur der Marienplatz sein“, bekräftigte er. „Pasing ist durch seine historische Entwicklung und den langen Erneuerungsrückstau absolut kein Selbstläufer. Dieses müssen wir berücksichtigen.“

Damit ist Pasing zwar zuerst einmal ein Tummelplatz für alle Planer, doch münden alle Ergebnisse in Entscheidungshilfen für den Stadtrat. Giesemann betonte: „Dieses Zusammenspiel Stadtrat-Planer werden wir immer vor Augen haben bei der Suche nach den optimalen Lösungen.“

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Pasing
Woche: 11 - 2010
Autor: US

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