| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Großhadern |
| Woche: | 12 - 2010 |
| Autor: | kdk |
Berührt von der großen Not der Erdbebenopfer von Haiti hatte Natalie, Schülerin der Klasse 4a an der Großhaderner Str. 50, eine tolle Projektidee.
Im täglichen Morgenkreis machte sie ihren Mitschülern den Vorschlag, für die Erdbebenopfer von Haiti zu sammeln. Diese Anregung wurde von allen begeistert aufgenommen. In einer Klassenkonferenz überlegten die Schüler der 4a, wie die Idee umgesetzt werden könnte. Zuerst wurden im Internet und in Tageszeitungen Informationen über Haiti gesammelt, zusammengetragen und Plakate gestaltet. Dann musste entschieden werden, an welche Hilfsorganisation die Spende gehen sollte. Auf Schautafeln wurde im Eingangsbereich der Schule den Mitschülern das Projekt erläutert. Es sollte Geld gesammelt werden für „Ärzte ohne Grenzen“, die sich im Erdbebengebiet von Haiti stark engagieren. Die Plakate informierten die Schüler und Eltern darüber, wann und wo sie Geld spenden konnten.
Starttag für das Projekt war Montag, 8.2.2010. An diesem Morgen bereiteten die Kinder der 4a gemeinsam mit ihrer Lehrerin, Frau Stefan, und ihrer Erzieherin, Frau Klingler, gesunde Pausenbrote und leckere Fruchtspieße vor, die sie an die Mitschüler verkauften. Obst und Gemüse waren dankenswerterweise vom benachbarten Discounter gespendet worden. Alles fand reißenden Absatz und am Ende waren 209,28 € zusammengekommen. Unermüdlich sammelten die Kinder die ganze Woche. Schließlich konnte an die Vertreterin der Organisation von „Ärzte ohne Grenzen“, Frau Ulhorn, ein Scheck in Höhe von 507,01 € überreicht werden.
Die gelernte Hebamme ließ sich interessiert von den Kindern berichten, wie sie auf dieses Projekt gekommen waren und wie sie diese Idee umgesetzt haben. Sie selbst erzählte ausführlich über ihre eigenen Einsätze für „Ärzte ohne Grenzen“ als Hebamme in Afrika. Sie machte den Kindern auch transparent, was für ihren gesammelten Betrag für die Erdbebenopfer getan werden kann. So können etwa 800 Menschen eine Tetanusimpfung bekommen oder alternativ 120 Personen ärztlich versorgt werden.
Schon eine Woche später bekam die Klasse Post aus Berlin – ein Dankesbrief und eine Spendenurkunde mit persönlicher Widmung von „Ärzte ohne Grenzen“.Diese Geste der Wertschätzung für ihr Engagement berührte die Kinder und erfüllte sie mit Freude. B.T.
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Großhadern |
| Woche: | 12 - 2010 |
| Autor: | kdk |
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