| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 21 - 2010 |
| Autor: | kdk |
Nach Präsentation der Machbarkeitsstudie "Südring", durch die Autobahndirektion Südbayern und die Feststellung: "Der Südring ist machbar", läuten im Süden Münchens die Alarmglocken. Die Gemeinden, wie z.B. Pullach, die nach Machbarkeitsvariante 2, in etwa 100 m Tiefe untertunnelt würde, sagt eindeutig "NEIN zum Autobahnsüdring".
Mit der Machbarkeitsstudie wurde "die generelle Machbarkeit eines Südringes" nachgewiesen, wie Paul Lichtenwald, Präsident der Autobahndirektion Südbayern, feststellte "Im Ergebnis der gutachterlichen Bewertung wird die Weiterverfolgung der stadtnahen Varianten B 1 und B 2, die eine Tunnelführung des Würmtales im Bereich Krailling/Planegg und des Isartales im Bereich von Pullach/Geiselgasteig vorsieht, empfohlen." Die Anschlussstellen und Knotenpunkte sollen noch genauer untersucht werden - vorausgesetzt es gibt einen Planungsauftrag.
Begrüßt wird das Ergebnis der Machbarkeitsstudie von der CSU-Stadtratsfraktion, die aber die Eingriffe in Natur und Lebensraum der Bevölkerung noch durch Fachgutachtern prüfen lassen will. Ein eindeutiges JA zur A99-Süd kommt von der VIA99 (Verkehrs- und Bürgerinitiative Ringschluss A99 Südwest). Ihre Sprecher, Dr. M. Haberland und H.Hammer, erklärten "Er ist gut zur Umwelt, rettet Menschenleben, hat einen verkehrlichen Nutzen und ist wirtschaftlich".
Eindeutig gegen die Umsetzung der Südring-Pläne sind neben den Gemeinden im südlichen Landkreis auch die SPD, Die Grünen und der Bund Naturschutz. Die SPD erklärte, "wegen der zu erwartenden Umweltzerstörung, des vergleichsweise geringen Nutzens und der horrenden Kosten lehnt die SPD den Autobahnsüdring ab".
In der CSU sind keineswegs alle für den Südring. In den Gemeindefraktionen der Landkreisgemeinden befürchtet man mehr Zerstörung als Nutzen in dem Projekt. MdL Schreyer-Stäblein (ebenfalls CSU) erklärt, "Gegen den Südring sprechen auch die Kosten. Summen von rund 1,5 Milliarden Euro sind bei einer angespannten Finanzlage den Bürgern gegenüber nicht zu rechtfertigen".
MdL Kerstin Schreyer-Stäblein drängte deshalb auch Ministerpräsident Horst Seehofer zu einer Erklärung. Das Ergebnis:_der Ministerpräsident denkt ernsthaft darüber nach, "das Projekt Autobahn-Südring nicht weiter zu verfolgen". Bis zur Sommerpause will er sich entscheiden.
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 21 - 2010 |
| Autor: | kdk |
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