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08.02.2010 - 11:46 Uhr
 

"Qualität hat eben manchmal ihren Preis"

Aschermittwoch: Auf was man beim Fischkauf achten sollte

Eine bayerische Bachforelle oder vielleicht doch einen Nilbarsch aus dem Viktoria-See? Aschermittwoch ist traditioneller Fischtag. Welcher aber auf den Tisch kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Auf was man beim Fischkauf achten sollte, das erklärt der Präsident des Bayerischen Fischereiverbandes Eberhard Roese. Herr Roese, wie ist es denn um den bayerischen Fisch bestellt? Sind Umweltbelastungen ein Problem? Nein, überhaupt nicht. Der bayerische Fisch ist nach wie vor ein sehr gesundes Lebensmittel, den man ohne Bedenken verzehren kann.

Welche Fischarten  haben wird in Bayern? Und wie viele Tonnen kommen jährlich auf den Markt? Die Produktion liegt bei rund 20 000 Tonnen. An Fischen haben wir in Bayern natürlich die Forelle, den Karpfen, der vor allem in der Oberpfalz und Oberfranken gezüchtet wird, Seiblinge, Zander, Hechte und in den oberbayerischen Seen die Renke.

Woher stammt der Fisch? Aus Züchtungen oder  wird er in der freien Wildbahn gefangen? Die überwiegende Mehrzahl stammt aus Züchtungen. Etwas anderes ist es mit der Renke, die man in Seen und Flüssen fängt.

Woran kann man erkennen, dass ein Fisch noch frisch ist? Da gibt es viele Kriterien. Ein gutes Anzeichen ist zum Beispiel, wenn die Kiemen schön rot gefärbt sind. Auch das Fleisch sollte beim Druck fest sein und nicht wabbelig. Man sieht es aber auch von Außen, an den glänzenden Schuppen.

Was ist besser: einheimischer oder ausländischer Fisch? Das kann man nicht so einfach beantworten, da spielt der persönliche Geschmack ein große Rolle. Aber was die Qualität anbelangt, gibt es manchmal schon Unterschiede. Wobei ich nicht sagen will, dass ausländischer Fisch schlechter ist. Wir haben in Deutschland sehr strikte Einfuhrbestimmungen, so dass man beruhigt davon ausgehen kann, dass der Fisch, der bei uns auf den Markt kommt, auch  in Ordnung ist. Das Gleiche gilt für die einheimischen Produzenten, die streng kontrolliert werden. Man kann aber sagen, dass bayerischer Fisch manchmal teurer ist. Qualität hat eben manchmal ihren Preis.

Gibt es eigentlich schon so etwas wie Bio-Fisch? Das fängt gerade an. Ist aber nur eine Art Marketing-Trick. Denn man muss sich vorstellen die meisten Fischzucht-Betriebe in Bayern sind eher klein und da wird mit natürlichen Mitteln gearbeitet. Das ist im Prinzip eh schon Bio.

 
Artikelinfo
Ausgabe: Sendlinger Anzeiger
München
Woche: 06 - 2010
Autor: dgm
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