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12.11.2009 - 11:52 Uhr
 

Etwas soll bleiben

Dokumentation des Erinnerungsprojekts wird vorgestellt

Münchner Wochenanzeiger : Eine 92-seitige Broschüre dokumentiert das Sendlinger Projekt.
 
Eine 92-seitige Broschüre dokumentiert das Sendlinger Projekt. (Foto: )

Wolfram Kastner stellt am Freitag (20. November) um 19 Uhr auf dem Stemmerhof (Plinganserstraße 6) in Zusammenarbeit mit der Initiative Historische Lernorte Sendling die Dokumentation über sein Projekt »... nach unbekannt abgewandert - 20 Koffer, weiß« vor.

Die Installation im öffentlichen Raum zur Erinnerung an deportierte, ermordete Sendlinger Nachbarn war von Juni bis November 2008 zu sehen. Die Initiative Historische Lernorte Sendling hatte im Viertel 18 Häuser recherchiert, aus denen 50 Nachbarn deportiert und ermordet wurden - weil sie Juden waren.

An vier Standorten inmitten des Sendlinger Alltags (Harras U-Bahnausgang vor McDonald, Kyreinstraße an der Implerschule, Oberländerstraße und Lindenschmit- / Ecke Meindlstraße) installierte Wolfram Kastner 20 Koffer. Infotafeln mit Stichworten informierten über die Lebensgeschichte der Opfer, von denen oft nicht einmal ein Foto geblieben war.

Ein Auswertungsgespräch mit Bewohnern der Häuser, vor denen die Koffer ihren Platz hatten, ergab den Wunsch, dass etwas bleiben müsse. Etwas blieb bereits: Die Eigentümergemeinschaft Kyreinstraße 3 ließ am 17. Mai auf ihrem Privatgrund elf Stolpersteine zur Erinnerung an die ermordeten Hausbewohner verlegen.  

 
Artikelinfo
Ausgabe: Sendlinger Anzeiger
Sendling
Woche: 47 - 2009
Autor: job
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