Münchner Wochenanzeiger - 

Aktuelle Nachrichten

 
rss icon  
Sunday, 1. August 2010 · 01:02 Uhr  · 
Klar (Nacht) 16°

Sonntag

Klar (Nacht)  T: 13° / H: 24°

Montag

Sonnig  T: 17° / H: 29°
 
 
 
 
16.09.2008 - 09:56 Uhr
 

Ungeliebte Skater

Anwohner kämpfen mit einer Unterschriftenaktion gegen den "Krach auf vier Rollen" am Georg-Freundorfer-Platz

Münchner Wochenanzeiger : Anwohner beschwerten sich im BA Schwanthalerhöhe darüber, dass die Skatezeiten auf dem Georg-Freundorfer-Platz nicht eingehalten würden. Das stimmt nicht, erklären die Skater.
 
Anwohner beschwerten sich im BA Schwanthalerhöhe darüber, dass die Skatezeiten auf dem Georg-Freundorfer-Platz nicht eingehalten würden. Das stimmt nicht, erklären die Skater.
Münchner Wochenanzeiger : Geht es nach dem Willen einiger Anwohner,wird der beliebte "spot" für Skater auf dem Georg-Freundorfer-Platz dichtgemacht.
 
Geht es nach dem Willen einiger Anwohner,wird der beliebte "spot" für Skater auf dem Georg-Freundorfer-Platz dichtgemacht.
Münchner Wochenanzeiger : Artistische Luftsprünge und Showeinlagen zeigen die Skater am Georg-Freundorfer-Platz.
 
Artistische Luftsprünge und Showeinlagen zeigen die Skater am Georg-Freundorfer-Platz.

„Wir kämpfen um unsere Ruhe.“ Einige Anwohner aus der Nachbarschaft des Georg-Freundorfer-Platzes machten bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe (BA 8) ihrem Ärger Luft. Der durch die stetig wachsende Zahl von Skateboardfahrern anhaltende Lärm auf dem Platz sei ihnen nicht mehr zuzumuten, trugen sie vor. Ein Mann erregte sich: „Ich bin am Rande einer Nervenkrankheit. So ein Spektakel gibt es in ganz Deutschland nicht.“ Mit „heiligem Zorn“ forderten er und seine Mitstreiter, der Skaterplatz müsse geschlossen werden. Sie fühlen sich durch den Lärm wie unter „Dauerbeschuss“. „Das ist so, als ob ein Schützenverein seine Übungen macht.“

Darüber hinaus sollen die Skater durch „öffentliches Urinieren” und Pöbeleien unliebsam aufgefallen sein, war im BA zu hören. Anwohner und Geschäftsleute haben deshalb eine Unterschriftenaktion gestartet, die bewirken soll, die Skater vom Georg-Freundorfer-Platz, „dem Lieblingsplatz der Skater von ganz München“, zu verbannen. Das fordern sie, weil der Lärm mittlerweile nicht nur ein zermürbendes, sondern „schwer gesundheitsgefährdendes Niveau“ erreicht habe. Dem könnten besonders viele Senioren nicht ausweichen, weil das Skateboarden nicht nur wochentags, sondern auch an Sonn- und Feiertagen erlaubt sei.

Kein Anlass, das Skaten zu verbieten

„Wir nehmen alle Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen ernst“, betonte der BA-Vorsitzende Ludwig Wörner (SPD). Er stellte jedoch klar, dass alle Mitglieder des ehemaligen Bezirksausschusses das Konzept für die Skater-Anlage auf dem Platz getragen hätten. Daran will die Fraktion der Grünen auch grundsätzlich festhalten. Bei allem Verständnis für die Sorgen von Anwohnern, ein komplettes Verbot kommt auch für Grünen nicht in Frage. Daniel Günthör: „Kinder sind auch Bürger.“ Wörner verwies im Zusammenhang mit den Beschwerden auf eine Stellungnahme des Baureferates, Abteilung Gartenbau. Demnach gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass das Skaten auf dem Georg-Freundorfer-Platz innerhalb der zurückliegenden Monate oder Jahre sehr stark zugenommen hätte. Das Referat sieht keinen Anlass, das Skaten zu verbieten oder zeitlich und örtlich zu beschränken. Das sieht das Lokalparlament ebenso. Ohne Gegenstimme!

"Die wollten keine Argumente hören"

Ein Nachmittag auf dem Georg-Freundorfer-Platz. Gut ein Dutzend Skater vergnügt sich mit akrobatischen Sprüngen und gewagten Figuren auf dem asphaltierten Gelände am südlichen Rande des Platzes. Von den Bänken, die das Areal begrenzen, verfolgen junge und ältere Zuschauer die Show-Einlagen der Skater. Viel Verständnis bringen zwei fast siebzigjährige Damen den jungen Leuten entgegen. „Die müssen sich doch auch irgendwo austoben. Dafür ist der Platz hier doch gemacht.“ Ihnen liege es fern, sich über die Skater aufzuregen oder auf sie zu schimpfen. „Wir hatten selber Kinder.“ Sie wollen nicht so alt werden wie andere, „die sich über alles ärgern, aufregen und schimpfen“. Christian Brauer, ein Skater aus Sendling, ist fast täglich auf dem „Spot“, wie der Platz von Skateboard-Enthusiasten genannt wird. Wie viele andere Gleichgesinnte schätzt er den Platz. „Er ist sehr urban und nicht so abgeschirmt.“ Brauer versichert: „Wir halten uns an die vorgeschriebenen Zeiten. Wir schauen, dass um 8 Uhr Schluss ist. Auch den Müll räumen wir selber auf.“ Der junge Mann bedauert, dass eine sachliche Diskussion mit Anwohnern, die sich beschwert hatten, nicht möglich gewesen sei. „Die wollten gar keine Argumente hören. Die haben uns nur beschimpft.“ Es gebe allerdings auch Leute, die sie unterstützten. Christian Brauer: „Manche sagen, wir finden es gut, dass die jungen Leute hier sind.“ Der Straßenverkehr mache doch „schließlich auch Lärm”. Einige Bewohner in der Nachbarschaft hätten Wert darauf gelegt, festzustellen, sie trügen die Unterschriftenaktion für ein Skateverbot nicht mit. Für die Skater spricht nach Auffassung des Baureferates auch eine Internet-Seite mit dem Motto „Save the spot“, auf der die Skater dazu aufrufen, die Nutzungszeiten streng einzuhalten und Lärm und Müll zu vermeiden. 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Westend
Woche: 38 - 2008
Autor: TG

Bildergalerie

Diese Bildgalerie enthält 3 Bilder.

Artikelkommentare
Jonas R (26.09.08)
Ich möchte nur mal anmerken, dass ich unter anderem gerade wegen der Lage des Spots ins Westend gezogen bin und somit wohl ausnahmsweise befugt bin meine Meinung zu sagen... 1.Der Skatepark auf der Theresienwiese ist einer der schlechtesten Skateparks die ich jemals in meinem Leben gefahren bin. Die Rampen haben oft Mängel und es besteht verletzungsgefahr... Sobald es etwas windet ist es unmöglich dort zu fahren, da er nicht windgeschützt ist... Außerdem wird er zur Wiesn abgebaut. 2. Skateboarder sind keinesfalls dumme Leute und ich denke sie sind kooperativ wenn man mit ihnen redet... Und wenn sich "Skateboardtouristen" nicht auskennen und sich nicht an die Skatezeiten halten, wär es mir es wert kurz vors Haus zu gehen um meine Ruhe zu haben... 3.Wieso soll denn der Spot gleich komplett geschlossen werden? Wie wäre es mal an die Jugendlichen zu denken und erstmal 1-2 Ruhetage pro Woche zu vereinbaren wenn der Lärm wirklich so "gesundheitsschädlich" ist... Ich weiss nur, dass ich wenn ich älter werde es gerne tolerieren werde wenns paar mal vor der Tür klappert und dafür Jugendliche in meinem Viertel Spaß haben. Ich möchte nämlich nicht in einem "Oma-umfeld" in dem es nur Rollstühle und Gehstöcke gibt alt werden... Mfg Jonas R.
 
Peter Hahne (25.09.08)
Herr Kuhlmann, bitte bei der Wahrheit bleiben! Euer "Krankes Grillfest" im Juni wurde um 21.00 Uhr von der Polizei aufgelöst und nicht aufgrund Eurer Rücksicht! Wenn dem nicht so gewesen wäre, wäre diese bis Ultimo gegangen! Alles klar?!
 
Thomas Kaspar (24.09.08)
Zitat Peter Hahne: "An dieser Stelle sei auch klar gestellt, dass die "Skatefläche" auf dem Freundofer-Platz eine Multifunktionsfläche ist und keine Skateanlage, was viele irrtümlich annehmen." Hier dürfte dann die von Herrn Fischer angesprochene Sportstättenverordnung meiner Ansicht nach nicht greifen. Wenn ich das hier: http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/hauptlaermquellen/sportlaerm.html richtig verstanden habe. Ich persönlich bezweifle auch, dass beim grinden auf Metallkanten, wie sie sich am Georg-Freundorfer-Platz befinden, 68dB entstehen. Höchstens die Messung findet im Abstand von 5cm statt. Ein Link oder eine Nachvollziehbare Quelle wären hier hilfreich, da ich durch kurzes googlen nix gefunden habe.
 
Markus Fischer (24.09.08)
Herr Kuhlmann, etwas einfältig was Sie da schreiben! Ich verstehe ohnehin die ganze Diskussion nicht. Das Bayerischen Umweltministerium hat im Jahr 2005 eine Studie zu Trendsportarten anfertigen lassen. Darin wurde fesgestellt, dass durch Skaten mit Curbs Lärm in Höhe von 68dB entsteht. Laut Bundesemissionsschutzgesetzt, TA Lärm, Sportstättenverordnung sind lediglich 55dB in Wohngebieten zulässig. Diese Grenzwerte wurden von Experten wissenschaftlich, vor dem Hintergrund von Gesundheistgefährdungen, ermittelt. Vielleicht können Sie erkennen, dass es sich hierbei also nicht um Ihren hinkenden Vergleiche mit der vorbeifahrenden Tram handelt, sondern um eine gravierende, krankmachende Überschreitung.
 
Robinson Kuhlmann (22.09.08)
das sind die Art von Kommentare die die Welt verbessern. 1. Eine "Party bis Ultimo" geht in München bis weit in den Morgen, nicht bis 21.00 uhr, was sogar kürzer ist als jedes Strassenfest (22.00Uhr) 2. Ich sehe mich nicht als Maxvorstädter, nicht als Münchner, nicht als Bayer ... mit der Bezeichnung Europäer kann ich mich gerade noch anfreunden, denn das ist das Gebiet in dem ich keinen Ausweis vorzeigen muss. Aber vielleicht bekomme ich ja bald keinen Zutritt zu Ihrer "kleinen Welt"? Vielleicht bin ich sogar Weltbürger, oder gerate ich da zu einem Hang hin zu einer Zeit die von der betreffenden Generation her totgeschwiegen und geleugnet wird ... OH oh... jetzt wird's politisch inakzeptabel. Wenn sich aber drum gekümmert wird einen Platz in meiner Nähe in der Art des GeorgFreundorferPlatzes zu bauen, dann bin ich auch dort gerne in meiner eigenen kleinen Welt. 3. Ich wohne in der Innenstadt und es darf kaum war sein, aber es ist so... Die Bars und Clubs haben tatsächlich bis 3.00 Uhr bzw. 5.00 Uhr auf ... Das ist ein Lärm ... Seit die Nachtlinie der Tram eingeführt wurde ist's hier ganz schön laut ... Trotzdem lebe ich gerne hier ... 4. Dauerlärm ist gesundheitsschädigend? Ach deshalb sterben in London, Berlin, NewYork täglich so viele Leute? Nicht wegen Drogen und Kriminalität? Ahh... Gut das unsere Jugend uns umbringt und nicht sich selbst ... :) ... Das sind die Punkte um die es aber doch nicht wirklich geht... Es geht einfach darum, dass sich ein paar Anwohner gestört vom Lärm fühlen und das glaube ich gar nicht mal wirklich von dem Lärm in den beschlossenen Zeiten sondern gerade von den Leuten, die von ausserhalb kommen und diese Zeiten missachten. Wir tun gerade alles um diese Zeiten auch bei Leuten von ausserhalb publik zu machen und auch diese Leute darauf hinzuweisen. Diese Meldungen über die Skatezeiten, den Müll usw. machen gerade die Runde und ich denke es sollte sich in der nächsten Zeit bessern ... Ich werde für meinen Teil keine Party bis Ultimo mehr veranstalten und keine besonderen Events mehr machen, denn ich will die Nachbarschaft nicht weiter belasten, obwohl es mich traurig macht, dass man nicht den GO SKATEBOARDING TAG einmal im Jahr feiern kann... Wie schön ist es immer im Urlaub, wenn man sieht wie die Leute auf der Strasse ihre Feste feiern ... Aber bloß bei mir daheim nicht.... Egal ... Ich bin ein weiteres Mal vor den Kopf gestossen, wie wenig offen die Stadt München, die ich eigentlich so Liebe, eigentlich ist für die Dinge die sie ausmacht ... Ich wünsche allen Westendlern trotzdem eine gute Nacht und erholsamen Schlaf... Insofern es die Wiesnbesucher zu lassen ... So lange die Wiesn noch in der Innenstadt ist ... ist ja auch ganz schön laut ... MEINE FREIHEIT SOLL HIER AUF JEDEN FALL ENDEN ... DIE GEDANKEN SIND FREI UND KEINER KANN SIE ERRATEN ... ein Glück ...
 
Uwe S. (22.09.08)
Liebe Frau Häberl, eine Anmerkung zu Ihrem Kommentar: "Ihr Skateboarder" gibt es nicht. Skateboarding ist so vielfältig wie die Gesellschaft an sich, die einzige Verbindung ist die Liebe zum Sport. Dass Skateboarding Lärm macht, kann ich leider nicht bestreiten. Allerdings ist eine Gummiumrandung zur Lärmeindämmung wenig sinnvoll. Sie würde die benötigten Kräfte, die auf Board und Strasse einwirken müssen, um einen Trick durchzuführen, stark dämpfen. Dadurch wären Tricks nicht mehr möglich, Skateboarding würde den Sinn verlieren. Wenn Sie sich nur ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hätten, hätten sie dies selbst bemerken können. Ihr Versuch, "uns Skateboarder" generell als dumm bzw. unkreativ darzustellen, ist damit leider gescheitert. Beste Grüsse, Uwe S.
 
Uwe S. (22.09.08)
Liebe Frau G., soweit ich informiert bin, werden die auf der Theresienwiese befindlichen Skateanlagen frühzeitig vor dem Oktoberfest abgebaut, jedoch erst im Frühjahr wieder aufgestellt. Damit fehlt den Münchner Skateboardern über sechs Monate im Jahr eine Trainingsmöglichkeit. Von "sehr gut" kann also dort keine Rede sein. Schon allein daher ist es wichtig, dass der "Spot" (im Rahmen einer vernünftigen Nutzung) erhalten bleibt. Über die Möglichkeiten am "Spot" bzw. auf der Theresienwiese, das heisst, wie diese Plätze mit dem Skateboard zu nutzen sind, kann ich leider nichts sagen, da ich an beiden Orten noch nie war. Vermutlich unterscheidet sich das Angebot an fahrbaren Hindernissen aber erheblich voneinander. Die dadurch gebotene Vielfalt ist schon ein weiterer Grund für die Erhaltung des Spot. Ich möchte damit allerdings nicht sagen, dass die Beschwerden wegen Lärm ungerechtfertigt seien, ganz im Gegenteil. Da ich selbst an einer vielbefahrenen Strasse wohne, kann ich dies durchaus nachvollziehen. Es ist einfach wichtig, dass, wie oben erwähnt, eine vernünftige Nutzung stattfindet. Damit meine ich, dass die Betriebszeiten (die meiner Meinung nach bereits jetzt akzeptabel sind) eingehalten werden, kein Müll liegen gelassen wird und natürlich auch nicht wild irgendwo hin uriniert wird. Gerade beim letzten Punkt ist die Stadt gefragt, indem sie Alternativen bietet (weitere öffentliche Toiletten) und auch darüber wacht, dass diese benutzbar bleiben. Soweit ich das überblicke, achten bereits die einheimischen Skateboarder im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf die Einhaltung der Ruhezeiten und die Müllentsorgung. Natürlich kann dies nicht von Heute auf Morgen zu 100% durchgesetzt werden, da leider oftmals Skater, die nicht direkt in der Nachbarschaft wohnen, erst dafür sensibilisiert werden müssen. Ein "Hausverbot" für Skater von ausserhalb (sinngemäss: "Sie wohnen doch in ..., gehen sie doch den Anwohnern da auf die Nerven", leider finde ich die Textstelle gerade nicht), wie es in einem der Kommentare angedeutet wird, ist ehrlich gesagt lächerlich. Skateboarding verbindet nun mal, mal trifft man sich an diesem, mal an jenem Ort zum skaten. Ich würde sagen, dass die durchschnittliche Personenzahl am "Spot" dadurch nicht sinken würde. Ich hoffe jedenfalls, dass der Spot in seiner bisherigen Form bestehen bleibt, damit den Jugendlichen weiterhin sinnvolle Alternativen zu Drogen und Playstation geboten werden können. ('_o) Beste Grüsse, Uwe S. Eine Anmerkung noch: Die Zahl der Skateboarder über 30 nimmt jedes Jahr zu. Es sind also nicht nur Jugendliche in der Selbstfindungsphase, die diesen Sport ausüben.
 
Katharina Häberl (22.09.08)
Wie ich sehe, ist hier eine rege Diskussion entbrannt an der auch ich mich gerne mit ein paar Kommentaren beteiligen möchte. Wie ihr Skateboarder richtig bemerkt, seid ihr in allen Innenstadtlagen unerwünscht. Das liegt nicht an euch als Menschen sondern an dem Lärm, den ihr mit euren Boards verursacht. Ich frage mich hier, warum nicht schon längst einer von euch auf die Idee kam, ein "leiseres Skateboard" zu erfinden. Warum haben eure Boards denn nicht z.B. eine Gummiumrandung?? Dann würden sie nicht wie Gewehrschüße klappern, wenn sie nach einem misslungenen Sprung auf den Boden knallen. Ich an eurer Stelle wäre schon längst so kreativ gewesen. Und was das politische Engagement angeht, so kann man doch von einem 25 jährigen erwarten, dass er sein Anliegen in z.B. einem Bezirksausschuß vorbringen können sollte, wobei das in meinen Augen nichts mit Politik zu tun hat.... Ich selber bin auch schon einige Male zu euch Skater rübergekommen um euch darauf hinzuweisen, dass ihr wieder außerhalb der Zeiten fahrt. Ich musste mir jedoch anhören, dass ich hier jetzt gerne Streß machen könne, aber sobald ich gehe, würden sie eh wieder fahren. Warum soll ich mich mit solchen Leuten an einen Tisch setzten um gemeinsam eine Lösung zu finden? So lange ihr uns nicht mit Respekt behandelt könnt ihr das doch nicht von uns erwarten. Und was die Skatezeiten generell angeht, so sind diese eine Zumutung. Es geht hier nicht darum, dass die älteren Leute ihren Mittagschlaf machen wollen - es geht darum, dass Dauerlärm gesundheitsschädigend ist und die alten Leute, die dort wohnen, können sich dem Lärm im Sommer nicht entziehen, wenn sie wegen der Hitze die Fenster und Balkontüren zum Platz hin öffnen müssen. Und genau um den Sommer und die schönen warmen Tage geht es doch. In dieser Zeit möchte mach seine Fenster offen lassen, möchte seinen Balkon und seine Terrasse genießen und seine Ruhe haben. Es gibt viele Leute, die viel und hart arbeiten und die wollen abends und vor allem am Wochende bzw. an Sonn- u. Feiertagen, einfach nur Ruhe haben und nicht ständig dem gewehrschssartigen Geklapper ausgesetzt sein. Und ja, es ist richtig, dass die Stadt eh schon einen höheren Geräuschpegel hat, aber an Sonntagen ist die Stadt nachmittags zumeist schön ruhig und da stellt das Skateboardfahren die schlimmste Lärmbelästigung dar. Und wo wir schon bei die Flaschenkontainer sind, was ja aus Ihrer Erfahrung auch kein Spaß ist, dann Frage ich mich ernsthaft, wie Sie uns mit gutem Gewissen den Lärm durch Skaten zumuten können, denn das Einwerfen von Flaschen in einen Kontainer ist a) viel leiser, b) hört man das Klirren hochgerechnet nur ca. 1 Stunde am Tag und c) ist es an Sonn- u. Feiertagen und nach 19 Uhr verboten. Und Sie stört das? ....damit ist wohl alles klar!! Und zu guterletzt - wenn ihr nur einen Ort sucht, an dem ihr euren Sport machen könnt und an dem ihr eure Freizeit verbringt, warum geht ihr dann nicht auf die Theresienwiese wie schon von Daniela G. vorgeschlagen? Dort stört ihr niemanden.....
 
Marek Harms (22.09.08)
Sehr großzgig, dass Regentage für die Anwohner Ruhetage sind! Sollten wir vielleicht als nächstes noch ein Regendach aufstellen, damit die armen Jungs nicht aus der Übung kommen? Das Zusammenleben einer Gesellschaft sollt grundsätzlich nach der Maxime: \\\"Die persönliche Freiheit endet dort, wo die Freiheit der anderen eingeschränkt wird.\\\" organisiert sein. Das heißt, Skaten dort, wo niemand willentlich beeinträchtig wird. Leider kennt gerade der Bezirksausschuss diese Maxime nicht, sondern ist geblendet von Alt-68\\\'er Sozialromantik der freien Entwicklung unserer Jugend. Wie sagte letztens die Polizei: \\\"Sollen die doch skaten, dann stellen die wenigsten keinen Blödsinn an und nehmen keine Drogen.\\\" Gartualation an unsere Gesellschaft! Ich habe auch nur wenig den Eindruck, dass Herr Wörner in irgendeiner Form objektiv ist. Bei Lektür des SZ-Artikels vom August 2008 zu diesem Thema, schlägt er alternativ zum Skaten das Aufstellen von Glascontainern vor. Der Zusammenhang erschließt sich mir jedenfalls nicht und zeugt von banaler Polemik.
 
Peter Hahne (22.09.08)
Wenn es doch nur so wäre, dass hier Skater aus der Nachbarschaft fahren. Aber, lieber Herr Kuhlmann, wie ich sehe kommen Sie ja aus der Maxvorstadt! Warum gehen Sie nicht da den Leuten auf den Nerv? Nein, statt dessen organisieren Sie hier bei uns das "Illest Grillfest" mit Profiksatern aus den USA! Mehr als 70 Skater, Grillen in den Blumenrabatten, Bierausschank, Bandenwerbung,.... und bis ultimo Party. Na vielen Dank! Und genau das ist es, was wir Anwohner nicht weiter akzeptieren. Gerne wird verschwiegen, dass die meisten Sakter nicht nur aus ganz München sondern zudem aus Landsberg, Memmingen, Ingolstadt, Stuttgart, etc. anreisen. Und warum soll das nun im Westend sein? Für was? Warum hier das Skatezentrum Münchens? Weshalb sollen sich (ggf. nicht alle) aber die meisten Anwohner von 10-20 Skatern terrorisieren lassen, die gar nicht aus der Gegend stammen? Verkehre Welt! Und was die Skateguards betrifft, vielleicht können die auch mal sicherstellen, dass nicht vor 15 Uhr geskated wird? Denn all diejenigen, die gar nicht aus der Gegend stammen, zulezt das Filmteam vom Tegernsee, interessieren sich in keinster Weise für die Skatezeiten. An dieser Stelle sei auch klar gestellt, dass die "Skatefläche" auf dem Freundofer-Platz eine Multifunktionsfläche ist und keine Skateanlage, was viele irrtümlich annehmen. Schlussendlich wäre die Lösung ziemlich einfach. Natürlich soll es Möglichkeiten geben, diesen Sport in der Stadt auszuüben. Nur doch nicht in einem Wohngebiet! Warum ist das Baureferat nicht in der Lage eine entsprechende Fläche (bspw. auf der Theresienwiese oder im Westpark, etc.) zu teeren und entsprechende Kurbs aufzustellen? Dann hätten alle ihren Frieden.
 
Daniela G. (22.09.08)
Hallo Thomas T. Eigentlich sollte man voraussetzen, dass jeder hier weiß, was die Theresienwiese ist, aber für alle, die es nicht wissen: die Theresienwiese ist der riesengroße getrerte Platz auf dem jedes Jahr das weltberühmte Oktoberfest stattfindet. Man kann dort sehr gut skaten (aber offensichtlich ist es cooler mitten im Wohnviertel zu skaten)
 
Thomas T. (22.09.08)
Ich möchte nur anmerken das man auf einer Wiese nicht skateboard fahren kann, Frau G.
 
Robinson Kuhlmann (22.09.08)
Es ist wie es immer ist und was wir Skateboardfahrer jetzt schon eine lange zeit hinnehmen müssen: Den Jugendlichen (zwischen 10 und 25 Jahren) wird nahegelegt sich auf einem Bezirksausschuss zu engagieren. Es ist gerade in diesem Lebensabschnitt nicht gerade die Zeit sich politisch zu engagieren. Es ist in erster Linie eine Art Sichselbstfindungszeit. Eine Orientierung in der Gesellschaft. Deshalb reagieren diese Jugendlichen auf die äusserst scharfe Kritik auch nicht evtl. rational und geflisssentlich um dann argumentativ auf einer BI-Versammlung aufzutreten. Man diskutiert im kleinen mit dem Mann vom Gartenbauamt oder dem Anwohner der rüberkommt und sich persönlich beschwert oder aber auch mit netten Worten kommt und das Gespräch sucht ... Leider haben wir als Skater schon eine Hallenschliessung und diverse Skateplatzschliessungen miterlebt und jedes Mal miterleben können wir wir von irgendwelchen Beamten, Politikern oder anderen Leuten überstimmt wurden und all die Arbeit des Protests und der Supportsammlung nichts gebracht hat ... Auch in Grund für mangelndes Interesse für weitere Versuche zu unternehmen ... Zu unserem Dank an Herrn Wörner: Herr Wörner hat sich nicht etwa einfach auf unsere Seite gestellt und ergreift sinnlos Partei, weil er eine Vorliebe für Skateboarder hat ... Er hat ja überhaupt nichts mit Ihnen zu tun, aber er hat sich objektiv damit beschäftigt und die Argumente durchleuchtet und ist zu verschiedenen guten Resultatetn gekommen. Zu den Anwohnern: Es wird hier immer viel von Unterschriften sammeln geredet ... Viele der Anwohner kommen und erzählen uns davon und sagen sie würden nicht mitmachen und Sie fänden das gar nicht cool usw. Also Unterschriften sammeln ist eine Sache, aber das so aufzubauschen als würden komplett alle Anwohner im Umkreis von einem Kilometer dagegen sein, so ist es ja auch nicht ... Die Skatezeiten sind von 9-12 Uhr und von 15-20 Uhr ... Das bedeutet jeden Tag schon eine Mittagspause von 3h !!! Was ja eh schon eine extrem lange Zeit für einen Mittagsschlaf ist und auch den schläfrigsten Menschen zu einer guten Mittagsruhe bringt. Die Zeiten vormittags werden von den Skateboardfahrern meist nur am Wochenende und den Ferienzeiten genutzt, da sie die anderen Vormittage in der Schule verbringen ... Die Nachmittage werden im Sommer zwar voll ausgeschöpft und hier kommt es zu den angesprochenen Nichteinhalten des Stopps um 20.00 Uhr ... aber da haben wir mittlerweile selbst durchgegriffen und unsere eigens aufgestellten \"Spotwachen\" sagen den Leuten die nach 20.00 uhr noch fahren wollen, dass das nicht geht und unterbinden das ... Wir engagieren und also auch entsprechend ... Nur was auch nicht erzählt wird von den Anwohnern: Der Winter ist ja eine ziemliche Ruhezeit für sie ... es wird also nur bei Licht und bei guter Witterung am Georg-Freundorfer-Platz gefahren ... Regentage sind also Ruhetage für die Anwohner und der komplette Winter ist so gut wie kaum oder nur von sehr wenig Leuten befahren ... und sobald das Tageslicht im Herbst/Winter/Frühling weg ist, fährt sowieso niemand mehr ... Es ist also nicht ganz so dramatisch wie hier ein paar Anwohner schildern. Ich kann schon verstehen, dass Lärm nerven kann. Aber wir leben immer noch in der Stadt und das Westend ist kein Seniorenviertel. Es ist ein Stadtviertel im inneren Stadtkreis und lebt von der Akttivität seiner Bewohner ... Fussball ist vielleicht nicht ganz so laut wie Skateboardfahren, aber schreien tun die auch ohne Ende ... Die Feuerwehr rückt jeden Tag zigmal aus ... Der Strassenlärm usw. Samstags ist oft Flohmarkt ... Donnerstags immer Kinderzirkus ... der Kinderspielplatz ... Eigentlich sollte an Stelle der Skatesachen ja ein Containerstellplatz für Altglas an die gleiche Stelle kommen ... Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass das auch kein Spaß ist ... :) ... Kurz zum Urinieren: Das passiert ja nicht oft, da die meisten der Skateboardfahrer durch ihre körperliche Aktivität schwitzen und wenig Drang zur Entleerung verspüren ... Es gibt leider nur ein DixieKlo auf dem PLatz und das ist dementsprechend übel ... Die CAfes in der Umgebung sind teilweise so freundlich das zuzulassen, aber es ist jetzt auch nicht immer einfach da oft hineinzugehen ... Gerade wenn man täglich an der SchwanthalerHöhe ist ... Die U-BahnToiletten sind auch selten offen und nicht sehr appetitlich ... Die meisten haben passable Lösungen gefunden, aber der ein oder andere Besucher weiss sich nicht anders zu behelfen, allerdings haben wir mittlerweile auch darauf ein Auge, wobei nicht immer ersichtlich ist wer das ist ... Denn die anderen Platzbesucher nehmen da auch nicht viel Rücksicht und das ist kein Skateboardspezifisches Problem und geht alle am Platz was an ... MIr geht es jetzt vor allem um folgendes: Die Zeit zwischen 15 und 20 Uhr ist ein ganz normale Werk-, Arbeits- und Freizeit, in dieser äusserst aktiven Zeit der Bevölkerung sollte es doch möglich sein angemessenen Lärm produzieren zu dürfen ohne gleich von einer Schliessung der Anlage sprechen zu müssen ... zumal es sich um eine einzigartige Fläche handelt. Diese integrative Fläche verbindet das Münchner Park- und Lebensgefühl der älteren Generation, derer Kinder mit dem Spielplatz, den Fussballern, der Senioren (Schachspieler, der Gruppe griechischer Senioren beim Nachmittagsplaudern), der anteilmässig hohen türkischen Kinder, den Wiesenbenutzern (Kinderfussball, Aerobic, Kunstturnen und Flaschenwerfern) und natürlich den Skatern und den Zuschauern all Dessens zu einer mulikulturellen und multigenerationellen Gemeinschaft, die versuchen sollte miteinander auszukommen ... Wir halten uns an Öffnungszeiten, kümmern uns um Müllprobleme und so weiter ... Die Anwohner die sich gestört fühlen nehmen uns den Lärm nicht übel und lassen sich wenigstens auf die erlaubten Öffnungszeiten ein und es sollte sich doch ein akzeptable Lösung finden lassen ... Die Webseite \"www.save-the-spot.de\" ist übrigens in keiner Weise eingerichtet worden um irgendwen zu beschimpfen oder Anwohner zu verhöhnen, sondern um mal aufzuzeigen, was Skateboard fahren auf der SchwanthalerHöhe am SPOT bzw. Georg-Freundorfer-Platz eigentlich ist ... WIR VERBRINGEN UNSERE FREIZEIT DORT! Und nicht nur weil wir Lärm machen, sondern weil wir einer Sportart nachgehen, die wie kaum eine andere, mehr dem Urbanen Leben entspricht. Die wenigen Plätze, die wir haben sollten bitte erhalten werden ... Robinson Kuhlmann
 
Daniela G. (19.09.08)
Kommentar zum Artikel "Ungeliebte Skater": Zunächst einmal finde ich es erstaunlich, mit welcher Selbstgerechtigkeit Hr. Wörner in diesem Artikel betont, dass alle Anliegen der Bürger ernst genommen werden. In der Satzung für die Bezirksausschüsse steht, dass die Funktion und Aufgabe des BA darin besteht, die stadtteilbezogenen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu erörtern und durchzusetzen. Was Herr Wörner und der BA machen, ist, genau dieser, seiner ureigensten Aufgabe nicht nachzukommen. Er ignoriert unser Anliegen (der Bürger aus seinem Viertel) und stellt sich auf die Seite derer, die nachweislich größtenteils keine Bürger des Westends sind. Weiter würde ich mir von einem BA-Vorsitzenden Neutralität wünschen, die bei Hr. Wörner nicht gegeben ist, oder wie kann ich mir sonst erklären, dass sich auf dieser Seite http://www.soohotrightnow.com/spot/2008_08_01_archive.html die Skater bei Hr. Wörner für seine Unterstützung bedanken? Der BA weißt weiter darauf hin, dass der ehemalige BA das Konzept der Skater-Anlage auf dem Platz getragen hätte. Seltsam, denn vom Baureferat bestätigt, dass auf dem Platz nie eine Skater-Anlage vorgesehen war, sondern eine Multifunktionsfläche - dies geht auch aus den Entwürfen des Architekten hervor, die überall eingesehen werden können. Und dass das Baureferat Erkenntnisse darüber haben soll, dass die Präsenz der Skater in den letzten Jahren nicht zugenommen hat erscheint mir auch nicht ganz richtig, denn wenn man 1 Mal pro Woch auf dem Platz nach dem Rechten sieht, kann man das wohl kaum beurteilen. Und jedes Mal, wenn die Skater wieder außerhalb der erlaubten Zeiten fahren und man beim Baureferat anruft mit der Bitte dies zu stoppen, heißt es "ich kann jetzt nichts machen, ich hab nur einen Fahrer und der ist bereits woanders unterwegs"!! Richtig in diesem Artikel ist jedoch, dass das Lokalparlament ohne Gegenstimme dafür gestimmt hat, das Skaten nicht zu verbieten. Hierzu muss jedoch gesagt werden, dass in der Diskussion vor der Abstimmung von der Fraktion der Grünen angeboten wurde, dass man ja nochmal über die Skater-Zeiten sprechen könnte. Als es jedoch ans Abstimmen ging war es plötzlich einfacher sich der Mehrheit anzuschließen und mit dem Strom zu schwimmen. Und es ist natürlich schön, wenn ein paar ältere Damen sich gerne mal für eine Stunde an den Platz setzen und den Skatern zusehen. Eine Stunde pro Woche fänden auch wir den Lärm als nicht störend. Fragt sich nur wo die Damen wohnen, aber wohl nicht am Platz direkt, sonst wüßten sie, wie zermürbend der Dauerlärm ist. Und zu guterletzt möchte ich noch erwähnen, dass bis jetzt noch kein Sakter den Kontakt gesucht hat um möglicherweise einen Kompromiss zu finden, und auch bei der BA-Sitzung konnten wir keinen einzigen Skater sehen, der für seinen SPOT kämpft und ich finde auch die Aussage der Skater, "er ist so urban, dieser Platz und nicht so abgeschirmt" absolut kein Argument dafür, dass wir diese Dauerlärmbelästigung weiter ertragen sollten. Das Ziel der Skater ist doch einfach nur zu fahren - wieso können sie das nicht 500 Meter wieter auf der Theresienwiese machen? Daniela G.
Kommentar schreiben