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12.03.2010 - 12:44 Uhr
 

Tansania zu Gast bei Kermess

Gedankenaustausch zwischen Schulen der Tourismusbranche

Münchner Wochenanzeiger : Anna Berghammer, Konrad Teichert (Hanns Seidel Stiftung), Ibrahimu Mussa, Maria Mmari (Ministry of Natural Resources and Tourism), Hans Passian (Kermess), Agnes Mziray, Flora Hakika und Mary Tagalile (Ministry of Natural Resources and Tourism)  (Foto: pi)
 
Anna Berghammer, Konrad Teichert (Hanns Seidel Stiftung), Ibrahimu Mussa, Maria Mmari (Ministry of Natural Resources and Tourism), Hans Passian (Kermess), Agnes Mziray, Flora Hakika und Mary Tagalile (Ministry of Natural Resources and Tourism) (Foto: pi)

Das Ministerium für Nationale Ressourcen und Tourismus ist eines der wichtigsten Ministerien in Tansania, da es entscheidende Einnahmen des Landes erwirtschaftet. Es ist etwa mit dem Deutschen Wirtschaftsministerium zu vergleichen. Tourismus ist eine Wachstumsbranche in Tansania, eine der wenigen Chancen, die jungen Menschen offen steht, sich durch eine solide Ausbildung und gute Arbeit eine wirtschaftliche Basis für ein selbst bestimmtes Leben zu schaffen.

Touristische Doppelqualifizierung

Die Hanns Seidel Stiftung unterstützt dies seit den 90er Jahren. Am 9. März besuchte eine Delegation unter Leitung von Maria Mmari, der Abteilungsleiterin Tourismus im Ministerium für Nationale Ressourcen und Tourismus aus Tansania, die Hotelberufsfachschule Kermess (Blumenauer Str. 131, Tel. 829295-500, www.kermess.de), die heuer ihr 80-jähriges Schuljubiläum feiern kann. Ziel der Gäste war es, Erfahrungen mit einer deutschen Schule auszutauschen, die ab September zur rein Gastgewerbe-bezogenen Aus- und Weiterbildung eine touristische Doppelqualifizierung anbieten wird. Schülerinnen und Schüler der dreijährigen Berufsfachschule für Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement erhalten neben der Berufsqualifizierung nach der staatlichen Abschlussprüfung die Fachhochschulreife. Da die Eingangsvoraussetzung für die neue Schule u. a. der mittlere Bildungsabschluss ist, können junge Damen und Herren bei Kermess an der Wirtschaftsschule diese Anforderung erfüllen und danach auf die dreijährige BFS wechseln, um anschließend in der Branche zu arbeiten oder an der Fachhochschule weiter zu studieren.

Die Delegation aus Tansania war besonders von der Tatsache angetan, dass dem Gedanken einer polytechnischen Bildung damit Rechnung getragen wird, dass während der drei Jahre Schule insgesamt 24 Wochen Praktikum in Hotel- und Tourismusbetrieben bindend vorgeschrieben sind. Es wird möglicherweise in Zusammenarbeit mit der Hanns Seidel Stiftung ein Praktikum von ein- bis zweimonatiger Dauer in Tansania realisierbar sein.
 

 
Artikelinfo
Ausgabe: Werbe-Spiegel
Pasing
Woche: 11 - 2010
Autor: red
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