| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Ludwigsvorstadt |
| Woche: | 43 - 2011 |
| Autor: | red |
Die Volksgruppe der Sinti und Roma bildet seit Jahrhunderten die größte Minderheit in Europa. Die EU-Osterweiterung brachte Freizügigkeit für die Bürger der Beitrittsstaaten und damit auch für die osteuropäischen Roma. Auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen kommen viele seither in die "alten" EU-Staaten. Hier brechen längst überwunden geglaubte Vorurteile wieder auf und treffen neu eingereiste Roma gleichermaßen wie seit 600 Jahren in Deutschland ansässige Sinti. Besondere Aktualität hat das Thema auch durch die geplante Abschiebung von rund 10.000 Roma-Flüchtlingen in den Kosovo. In ihrer früheren Heimat erwartet
sie tiefstes soziales Elend und Schutzlosigkeit vor Gewaltausbrüchen. Nur die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, mit dem Völkermord während des Nationalsozialismus, ermöglicht das Gelingen einer gemeinsamen Zukunft.
Die Ausstellung "Sinti und Roma - in Europa zu Hause", die von 1. bis 30. November im EineWeltHaus (Schwanthalerstr. 80) zu sehen ist, greift daher die Kontinuität der Diskriminierungen in allen Bereichen des täglichen Lebens auf. Sie zeigt aber auch die Vielfalt der Lebensformen, die Eigeninitiative und Selbstorganisation der Sinti und Roma – in München, Deutschland und Europa.
Veranstalter der Ausstellung sind das Interkulturelle Forum e.V., MADHOUSE gGmbH, der Münchner Flüchtlingsrat und Projekt Sinti und Roma / Junge Arbeit / Diakonie Hasenbergl e.V.; in Kooperation mit dem EineWeltHaus München, dem Kulturreferat der LH München und der Petra-Kelly-Stiftung.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Ludwigsvorstadt |
| Woche: | 43 - 2011 |
| Autor: | red |
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