| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 38 - 2010 |
| Autor: | pfe |
Das Thema "Integration" ist derzeit in aller Munde. Mit dem Projekt "Vorbereitet Ankommen in der neuen Heimat" unterstützt die Innere Mission München Zuwanderer aus der Türkei, Serbien und dem Kosovo vor und nach ihrer Ankunft in Deutschland. Bei Problemen mit der neuen Sprache, beim Ausfüllen von Anträgen und Unterlagen oder bei der Arbeitssuche ist Fazil Bulut von der Migrationsberatung in der Goethestraße zur Stelle: Der türkischstämmige Sozialberater ist Ansprechpartner und vermittelt bei Kommunikationsschwierigkeiten aller Art.
Am häufigsten kommen seine Klienten aus der Türkei; meistens geht es um Vorbereitungen für eine Familienzusammenführung: „Oftmals lebt ein Ehepartner schon in Deutschland und der andere möchte nachkommen, manchmal auch mit Kindern“, sagt er. Bevor die Zuwanderer aber überhaupt eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, müssen sie einen Sprach- und Vorbereitungskurs in ihrem ehemaligen Heimatland absolviert haben. Mit den Kooperationspartnern, die etwa in der Türkei entsprechende Kurse anbieten, steht Bulut in engem Kontakt. Am Ende des Kurses steht eine Prüfung – nur wer sie besteht, darf zu seiner Familie nach Deutschland einreisen.
Fast täglich hilft Fazil Bulut auch bei Schwierigkeiten mit Behörden, wenn es beispielsweise darum geht, eine Schule zu finden oder Zeugnisse anerkennen zu lassen. Denn gerade in der ersten Zeit in Deutschland, wenn die sprachlichen Barrieren am größten sind, fällt der Papier- und Verwaltungskram schwer.
In der ersten Jahreshälfte 2010 hat Fazil Bulut schon 27 türkische Zuwanderer innerhalb des Projekts beraten. „Für manche ist Deutschland ein Kulturschock“, erzählt er. „Die Menschen kommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, in Deutschland müssen sie erst einmal viele Hindernisse überwinden.“
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger München |
| Woche: | 38 - 2010 |
| Autor: | pfe |
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