| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Planegg |
| Woche: | 33 - 2010 |
| Autor: | U.S. |
Normalerweise landen ausrangierte Rollstühle, Krücken und Beinschienen nach ihrer Benutzung im Container für Alteisen. Eine Rücknahme an orthopädische Stationen ist im deutschen Gesundheitssystem nicht vorgesehen. „Dementsprechend gut erhalten und voll funktionstüchtig sind die Gehhilfen, die bei uns landen“, erzählte Günther Riermaier, Chef vom Planegger Wertstoffhof. Eine befreundete Ärztin, die für die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ in Entwicklungsländern tätig ist und selbst Hilfssendungen organisierte, überzeugte Riermaier von der Idee, die Gehhilfen zu sammeln und Bedürftigen zur Verfügung zu stellen. „Ich war schnell begeistert. Bei uns kommt zentnerweise Müll rein, der eigentlich ohne weiteres wieder verwendbar ist. Dass Krücken und solche Sachen bei uns weggeschmissen werden, hatte mich sowieso immer geärgert“, so Riermaier. Jeder, der mal eine Krücke brauchte, wisse diese Wiederverwendung zu schätzen. „Die sind doch enorm teuer.“
Seit anderthalb Jahren sammele er deshalb die Gehhilfen und schicke sie gesammelt alle drei oder vier Monate an die zentrale Stelle vom Hilfswerk Handicap International in der Ganghoferstraße 19. „Dort werden sie verteilt, nicht wieder verkauft“, erklärte er. „Geschäfte machen die also nicht.“ Und Handicap-Mitarbeiterin Kathrin Wendt erklärte: „Gemeinsam mit der Stadt München schicken wir die Gehhilfen mit anderen Hilfsgütern in einem Container verpackt in Krisengebiete. Dort werden sie an Bedürftige verteilt.“ Diese Spenden, wie die aus Planegg, seien im Landkreis einmalig. „Wir sind sehr auf solche Sachen angewiesen.“ Die Nachfrage nach diesen orthopädische Hilfen sei unglaublich hoch in den betroffenen Gebieten. „Und der Planegger Wertstoffhof ist der einzige, der uns beliefert", dankte Wendt für das besondere Engagement.
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| Woche: | 33 - 2010 |
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