Münchner Wochenanzeiger - 

Aktuelle Nachrichten

 
rss icon  
Wednesday, 23. May 2012 · 04:49 Uhr  · 
Bewölkt 14°

Mittwoch

Regen  T: 12° / H: 25°

Donnerstag

Vereinzelt Gewitter  T: 14° / H: 23°
 
 
 
 
03.08.2010 - 09:58 Uhr
 

Halt – Polizei!

Polizeikontrollen zur Verkehrssicherheit von Fahrrädern

Wer mit dem Radl in Pasing unterwegs ist, hat gute Chancen, von der Polizei angehalten und kontrolliert zu werden. So wie derzeit überall in München, will die Polizei auch im Münchner Westen nach dem Rechten unter den Radlern sehen. Denn Unfälle mit und durch Radler, davon auch schwere mit hohem Personenschaden seien in den letzten Jahren rapide gestiegen, wie es in der Pressestelle der Polizei heißt.

„Wir schauen schwerpunktmäßig nach dem Einhalten der StVO“, erklärt Peter Löffelmann, Chef der zuständigen Polizeiinspektion 45. „Doch auch technische Belange überprüfen wir.“ Fehlendes Licht, nicht funktionierende Bremsen führten demnach ebenso zum Strafzettel, wie auf dem Gehweg fahren, die falsche Richtung in Einbahnstraßen oder auf Radwegen nehmen oder – was streng geahndet wird – die rote Ampel missachten.

Das geschehe hauptsächlich zum Eigenschutz der Fahrradfahrer, meint Löffelmann. „Wir machen das nicht wegen des erhobenen Zeigefingers, sondern wissen um die Gefahren im Straßenverkehr.“ Radl-Rambos oder Radfahrer mit eigener Vorstellung von der Verkehrsordnung seien eben schlechtes Vorbild und gefährden andere massiv.

Um gerechte Beurteilung bemüht

Viele Kontrollierte sehen das anders. „Ich war in verkehrter Richtung auf der Offenbachstraße unterwegs und musste 15 Euro zahlen. Mein Nebenradler bekam nur eine Standpauke. Wieso gilt da nicht gleiches Recht für alle?“, erregte sich eine Radlerin.

Und ein nächster schimpfte auf die Baustellensituation. „Wir kommen nirgends durch. Mit dem Radl suche ich mir nur die Lücken zwischen den Baustellen.“ Doch genau hier werde es gefährlich, weiß Löffelmann. Die Baustellersituation dürfe einfach nicht als Entschuldigung gelten.

"Im Übrigen sind wir um eine gerechte Beurteilung und Gleichbehandlung bemüht.“ Die Handhabe der Kontrolleure reichen von Verwarnungen bis Bußgeld, das läge im Ermessen der Polizisten. „Bei Jugendlichen nehmen wir sogar ab und an Kontakt mit den Eltern auf“, so Löffelmann. „Soweit es unsere personelle Besetzung zulässt, werden wir die Kontrollen über die ganze Radsaison beibehalten.“