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10.08.2010 - 11:13 Uhr
 

Gnadenfrist für Sendlinger Moschee

Ja, nein – vielleicht?

 
(Foto: imp)

Totgesagte leben länger! – So war bereits vom kurz bevorstehenden Aus der Sendlinger Moschee zu lesen. „Zu teuer, zu groß, zu protzig.“ Ja, sogar vom „Todesstoß drei Abgesandter des türkischen Dachverbandes DITIP“ war die Rede. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: OB Ude hat den potenziellen Bauherren vom Moscheeverein Ditim erneut eine Fristverlängerung gewährt. Diese haben nun bis Ende August 2010 Zeit, um Finanzierungsmöglichkeiten für das Projekt zu finden.
Rückblick: Im August 2008 wurde bekannt, dass Ditim in Geldnot stecke. Hierauf reagierte OB Ude mit der Auflage, der Verein müsse die Finanzierbarkeit des Vorhabens innerhalb der vom Stadtrat gesetzten Frist bis zur Jahresmitte 2009 lückenlos nachweisen. Später verlängerte der Stadtrat eben diese Frist um weitere neun Monate. Im Februar 2010 dann das öffentliche Statement des damaligen Ditim-Vorsitzenden Recep Dereli: „Es gibt keinen Geldgeber.“ Erleichterung machte sich auf Seiten der Moschee-Gegner breit, doch OB Ude setzte sich Anfang Mai mit der neuen Ditim-Führung zusammen. Das Ergebnis: Eine neue Frist bis Ende Mai und nunmehr bis Ende August 2010.

Wir dürfen also gespannt sein, ob Ende August tatsächlich das letzte Wort gesprochen wird. Und: Was passiert eigentlich mit dem Areal am Gotzinger Platz in Sendling, wenn keine Moschee gebaut wird? stf

 
Artikelinfo
Ausgabe: Sendlinger Anzeiger
Sendling
Woche: 32 - 2010
Autor: kdk
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