| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Laim |
| Woche: | 32 - 2010 |
| Autor: | TG |
Viele Laimerinnen und Laimer sind begierig darauf, endlich zu erfahren, wie es im Innern des Klinkerneubaus an der Riegerhofstraße 18 aussieht. In das Gebäude wird demnächst die private Evangelische Lukas-Schule einziehen. Im Haus Nummer 20 wird der Sportverein Laim (SV) eine neue Heimat finden. Der Vorsitzende des SV, Gerhard Meier, kann sich kaum retten vor den vielen Fragen, die von allen Seiten an ihn herangetragen werden: „Der Erwartungsdruck im Viertel und im Verein ist unheimlich groß.“ Alle wollten einen Blick auf und in den neuen Treffpunkt werfen. Die Mitglieder des SV seien, wie sich denken lasse, besonders gespannt. Ihr Vorsitzender: „Alle freuen sich sehr darauf, bald in einer schönen Anlage Sport treiben zu können.“
Um all jenen entgegenzukommen, die darauf brennen, hinter die Klinkerfassade zu schauen, lädt der SV Laim am Samstag, 21. August, von 11 Uhr an, zu einem „Tag der offenen Tür” ein. Zu dem sind nicht nur Mitglieder, Freunde und Förderer des Vereins sowie Laimerinnen und Laimer geladen. Auch Neugierige angrenzender Stadtteile sind willkommen. Meier: „Wir werden kleine Gruppen bilden und sie durch die Anlage führen.“ Ein Blick in die Lukas-Schule sei allerdings nicht möglich. Die Klassenzimmer würden eingerichtet, damit sie zum Schulbeginn am 14. September von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, „in Besitz genommen werden können”.
Traum wurde Wirklichkeit
In einer für München bislang einzigartigen Partnerschaft haben der Schulträger, die Fördergemeinschaft Lukas-Schule e.V. mit ihrem Vorsitzenden Ingo Resch und der SV München Laim vor sieben Jahren das Bauvorhaben auf den Weg gebracht. Auf diese Weise ist ein Traum Wirklichkeit geworden, den beide Seiten geträumt haben. Der SV – ursprünglich der Eisenbahnersportverein München-Laim von 1910, der sich mit dem SC Laim zusammengetan hat – übergab der Schule das Erbbaurecht und ließ das alte marode Vereinsgebäude an der Riegerhofstraße abreißen. Schule und Sportverein zogen an einem Strang, Dank dieser „public private partnership“ hat die Fördergemeinschaft nun eine neue große Hauptschule, in der vom September an über 400 Kinder unterrichtet werden sollen.
So sind der SV für seine 1.100 Mitglieder und die Schule für ihre Schülerinnen und Schüler zu einer 45 Meter langen und 27 Meter breiten, gemeinsam zu nutzenden „Dreifachturnhalle“ gekommen. Vereinsgaststätte und Vereinsräume machen das Glück des SV perfekt. Vier Tennisplätze und drei Fußballplätze grenzen direkt an die Neubauten. Die Hauptschüler dürfen vom frühen Morgen bis um 15 Uhr in der Halle sporteln. Danach und an Wochenenden ganztägig können die Mitglieder des Vereins die Halle nutzen. Gerhard Meier zeigt stolz, was sich hinter einer „Dreifachturnhalle“ verbirgt. Sie lässt sich per Knopfdruck mittels zweier Faltwände in drei Teilbereiche gliedern. Das schaffe Platz für neue Sportangebote, betont Meier. Künftig werde es Basketball-Training für Jungen und Mädchen geben. Auch Aikido – die defensive japanische Kampfkunst – werde in Zukunft im SV gelehrt. Gemeinsames Sporteln in der Familie will der SV durch eigens ins Leben gerufene „Familienabende” fördern. Meier: „Dabei sollen Kinder und Eltern spielerisch herausfinden, an welcher Art von Ballspiel sie zum Beispiel am meisten Spaß haben.“
„Ideales Zusammenspiel“
Der Vereinsvorsteher lobt das sehr kooperative Verhalten des Fördervereins: „Das Zusammenspiel war absolut ideal.“ Besonders stolz ist er darauf, dass Schule und SV „die Baukosten von 19 Millionen Euro nicht überschritten haben”. Nach Abzug der Fördermittel aus „unterschiedlichen Töpfen” müsse der Verein langfristig noch etwa 1,3 Millionen Euro aufbringen. Er meint zu wissen, weshalb alles so gut geklappt hat: „Gute Architekten, gute Fachplaner, gute Bauleiter.“ Alle hätten hervorragende Arbeit geleistet. Ist das Ganze sein Lebenswerk? Statt auf diese Frage zu antworten, lächelt Gerhard Meier nur.
Ingo Resch ist ebenfalls „glücklich“. „Ich finde es toll, dass wir für Hauptschüler, die hierzulande meist als Restschüler behandelt werden, ein ansprechendes Gebäude hinstellen konnten.“ Und: „Die Verbindung mit dem Verein ist ideal.” Die Schüler hätten dadurch wunderbare Sportmöglichkeiten. "Sie sollen sich in dieser Schule geborgen und angenommen fühlen", betont Resch. Die Schule ist christlich geprägt. Das ist am ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets – Alpha und Omega – zu erkennen. Die stehen überm Eingang Sie gelten als Symbol für Christus als den Ersten und Letzten. Rechts davon bilden die Klinker drei erhabene Kreuze. In der Aula wird noch an einem Mosaik zu einem Lukas-Vers gearbeitet. Resch: „Es ist wichtig, Inhalte auch künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.
| Ausgabe: | Werbe-Spiegel Laim |
| Woche: | 32 - 2010 |
| Autor: | TG |
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