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10.02.2011 - 10:13 Uhr
 

„Fragt uns ein Loch in den Bauch!“

Würmtaler Schüler zu Besuch in der Kraillinger Innovationsmeile

Münchner Wochenanzeiger : Gelungen Symbiose zwischen Schule, Gemeinde und Gewerbe: v.l. Schuldirektorin Brigitte Schmid-Breining, Vorstand der KIM e.V. Alexander Czetsch und Bürgermeisterin Christine Borst. (Foto: US)
 
Gelungen Symbiose zwischen Schule, Gemeinde und Gewerbe: v.l. Schuldirektorin Brigitte Schmid-Breining, Vorstand der KIM e.V. Alexander Czetsch und Bürgermeisterin Christine Borst. (Foto: US)
Münchner Wochenanzeiger : 120 Firmen haben sich auf dem 90.000 Quadratmeter großen Gebiet der Kraillinger Innovationsmeile an der Pentenrieder Straße angesiedelt. Künftig soll sich eine enge Zusammenarbeit mit den Würmtaler Schulen entwickeln. (Foto: Graphik: KIM)
 
120 Firmen haben sich auf dem 90.000 Quadratmeter großen Gebiet der Kraillinger Innovationsmeile an der Pentenrieder Straße angesiedelt. Künftig soll sich eine enge Zusammenarbeit mit den Würmtaler Schulen entwickeln. (Foto: Graphik: KIM)

„Wir freuen uns sehr über euren Besuch“, begrüßte der Kraillinger Unternehmer Alexander Czetsch die Elftklässler des Feodor-Lynen-Gymnasiums (FLG) in der Kraillinger Innovationsmeile (KIM). „Fragt uns ein Loch in den Bauch!“ Im Rahmen eines Berufsorientierungsprojektes kamen die Schüler einen Tag lang in verschiedene Firmen, um sich über Berufsbilder und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Seit zehn Jahren besteht das rund 90.000 Quadratmeter große Gewerbegebiet zwischen Krailling und Pentenried bereits. „Wir sind mittlerweile 120 Firmen auf dem Gelände. Die meisten gehören dem Mittelstand an“, so Czetsch. „Und Innovation meinen wir alle wörtlich.“ Unter den Firmen sind Klassiker wie Piazzon-Fahrzeugbau bis Hightech-Unternehmen wie EOS GmbH oder InnoLas Laser GmbH. „Viele sind Marktführer auf ihrem Gebiet, auch wenn der Firmenname vielleicht nicht in aller Munde ist.“

Doch beim puren Wirtschaften bleibt es nicht in der KIM. „Wir fühlen uns hier alle wohl und empfinden uns als Gemeinschaft“, bestätigte Czetsch. Aus diesem Grund haben sich die Unternehmer in der Interessengemeinschaft KIM e.V. zusammengeschlossen, dessen Vorstand Czetsch ist.

Gewinn für alle Seiten

Von diesem besonderen Zusammenhalt der KIM-Firmen konnte sich die Schule bei der Organisation des Tages ein Bild machen. „Wir sind auf offene Türen gestoßen. Viele Betriebe haben sich zu einer Besichtigung bereit erklärt, auch wenn unser Besuch natürlich viel Arbeitszeit und Aufwand kostet“, dankte Gabriele Haug vom FLG. Sie gab den Anstoß zum Schultag im Gewerbegebiet. „Die reformierte Oberstufe sieht Praxisseminare und Berufsorientierung vor. Warum sollen wir den Schüler nicht erst einmal das Gewerbe nahebringen, das wir im Würmtal quasi vor der Nase haben?“

Und Schulleiterin Brigitte Schmid-Breining mahnte die Schüler: „Hier habt Ihr ganz ernste Möglichkeiten, Euch für einen späteren Beruf vorzubereiten. Die Angebote von Uni und Hochschulen sind breit gefächert, da muss man schon einen konkreten Plan für die eigene Zukunft im Kopf haben.“

Unterstützung auch von Gemeinde

Dies beherzten die Schüler ausgiebig, wie Haug nach dem Tag erzählte. „Einige Schüler wollen sich bereits für ein Betriebspraktikum und für Ferienjobs anmelden, so begeistert waren sie von ihrem Besuch in den verschiedenen Betrieben.“

Die Ergebnisse des Projekttages würden im Übrigen auch im Unterricht besprochen werden, so Haug. Die Schüler sollten  motiviert werden, frühzeitig Kontakte zu knüpfen und möglichst viele Praktika zu absolvieren. „Denn „nur" ein gutes Abi zu schreiben, reicht heutzutage nicht mehr aus. Gerade dieses Engagement der praktischen Orientierung gilt es zu fördern.“

Der nächste Jahrgang Elftklässler müsse wieder mit solch einem Besuchstag an die KIM herangeführt werden, meinte auch Bürgermeisterin Christine Borst. „Diese Tradition möchte ich auf jeden Fall unterstützen.“ Beim einmaligen Besuch der Schüler soll es auch für die KIM nicht bleiben. „Wir haben viele Stellen anzubieten und haben ein großen Bedarf an Arbeitskräften und Fachleuten“, warb Czetsch. „Auch über eine Ausbildungsplatzberatung können wir nachdenken. Für die Zukunft sehe ich viele Felder der Zusammenarbeit mit der Schule.“

 

 
Artikelinfo
Ausgabe: SamstagsBlatt
Krailling
Woche: 06 - 2011
Autor: U.S.

KIM e.V.

Felix-Wankel-Straße
82152 Krailling, Planegg, Martinsried

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KIM e.V.

 

 
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