| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Solln |
| Woche: | 11 - 2010 |
| Autor: | kdk |
In den Monaten März bis Mai 2010 führen die Münchner Volkshochschule und die Initiative „die urbanauten“ in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Giesinger Bahnhof, dem Kino Solln und der Hochschule für Fernsehen und Film München mit Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Das Verschwinden der Münchner Vorstadtkinos“ durch.
„Demnächst in diesem Theater: ein Supermarkt“ – das war am 24.3.1964 die Überschrift eines Artikels der „Süddeutschen Zeitung“ zur Krise der Vorstadtkinos in den sechziger Jahren . Selbst wer in Zeiten des aufkommenden Fernsehens dem Kino treu blieb, fuhr damals dann eher in die Innenstadtkinos, wo die Premieren liefen.
Welche Rolle die Kinos in den Stadtvierteln im Laufe der Jahrzehnte spielten –und teils noch spielen - , zeigt das Projekt "Film ab! Wanderkino VorOrt". Filmereignisse aus dem Stadtviertel oder Filme, die mit der Geschichte des einzelnen Kinostandortes in Verbindung stehen, sollen den Statteilbewohnern die Bedeutung des Stadtteilkinos in München erfahrbar machen. Gespräche mit Filmexperten und weiteren Gästen stellen den film- und stadtteilgeschichtlichen Zusammenhang her.
Heute sind nur noch wenige Kinos in den Außenbezirken übrig geblieben, darunter auch das Kino Solln. Im Jahr 1949 waren dort die Sollner Lichtspiele gegründet worden. Im Mai 1964 übernahmen Lieselotte und Herrmann Wilhelm das Kino und benannten es um in Studio Solln. Es wurde zu einer kulturellen Institution im Stadtteil – mit einem vielfach prämierten Programm. Das baufällige und asbestverseuchte Studio musste aber Anfang der 90er abgebrochen werden. Einen Neuanfang gab es 1995 mit einem Neubau: Das von der Omaha-Filmtheater-Betriebs-GmbH betriebene „Kino Solln“ öffnete mit dem Film „Bullets over Broadway“ seine Pforten, der im Rahmen der Reihe erneut dort zu sehen sein wird.
Das Veranstaltungsprogramm im Kino Solln, Sollner Straße 43 a (S 7 Solln):
Mittwoch, 17. März, 20.00 Uhr: „Und keiner weint mir nach“ (Regie: Joseph Vilsmaier, Deutschland 1996, 102 Minuten) Verfilmung des Romans des Münchner Schriftstellers Sigi Sommer. Gesprächspartnerin: Helga Lauterbach , Cousine von Sigi Sommer
Mittwoch, 21, April, 20.00 Uhr: „Bullets over Broadway“ (Regie: Woody Allen, USA 1994, 98 Minuten) Vor 15 Jahren wurde das Kino Solln mit diesem Film wiedereröffnet.
Kostenfreie Filmvorführung zum Kinojubiläum!
Mittwoch, 19. Mai, 20.00 Uhr: „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ (Regie: Marc Rothemund, Deutschland, 2005, 116 Minuten) Gedreht an zahlreichen Originalschauplätzen in München.Gesprächspartner: Christian Jobst , Videobustour „Filmstadt München“
Moderation aller drei Abende: Wolfgang Maier, Sky.de
Reservierung für den 17.3. und 19.5.2010: Karten € 10,- an der Kinokasse Tel. 749 92 10 oder bei den MVHS-Anmeldestellen unter Kursnummer CS 3000E und CS 3002E
| Ausgabe: | Sendlinger Anzeiger Solln |
| Woche: | 11 - 2010 |
| Autor: | kdk |
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